Duell - Enemy at the Gates

 USA/D/GB/IRL 2001
Drama, Thriller, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 16.03.2001 131 min.
7.60
Duell - Enemy at the Gates

Vor dem Hintergrund der Schlacht um Stalingrad liefern sich ein russischer und ein deutscher Scharfschütze ein erbittertes Duell.

Während die deutschen und russischen Streitkräfte zehntausende Soldaten gegeneinander hetzen und die Welt voller Angst auf den Ausgang der Schlacht um Stalingrad wartet, jagt der legendäre russische Scharfschütze Wassili Saizew (Jude Law) den Feind in aller Ruhe. Seine Berühmtheit führt allerdings bald zu einem Duell mit dem besten Scharfschützen der deutschen Armee - Major König (Ed Harris) - und schnell führten die beiden einen erbitterten persönlichen Krieg, während um sie herum der folgenschwerste Kampf des 2. Weltkrieges tobt.

Details

Jude Law, Joseph Fiennes, Rachel Weisz, Bob Hoskins, Ed Harris, Ron Perlman, Gabriel Thomson, Eva Mattes, Matthias Habisch, Sophie Rois, Mikhail Matveyev, Alexander Schwan, Robert Stadlober, Dana Cebulla
Jean-Jacques Annaud
James Horner
Robert Fraisse
Jean-Jacques Annaud, Alain Godard

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Stalingrad weichgespült
    Da ist Licht und Schatten. Die Bilder sind beeindruckend und die Pyrotechniker leisten ganze Arbeit. Man sieht viel Prominenz, auch ungewöhnlich viele deutsche Schauspieler. Und alle geben ihr Bestes. Mehr gibt das Drehbuch nun mal nicht her trotz zusätzlich eingestreuter jüdischer Familientupfer. Die unterlegten Choralgesänge und die Blechmusik stören etwas. Ob das Duell wirklich stattgefunden hat, ist irrelevant. Eine andere Frage ist, ob man das Massensterben von vielen Hunderttausenden auf ein Duell von zwei Männern (Ed Harris und Jude Law) reduzieren soll. Und der Ort der Handlung ist nun mal Stalingrad - auch wenn er nicht im Titel auftaucht. An sich könnte das Duell auch irgendwo anders stattfinden: in Irland, Spanien oder Kuba, aber auch da müsste jeweils das Ambiente stimmen. Aber die Krone des Zugeständnisses an den Mainstream ist das Happy End. So eine Wiederauferstehung hat es zuletzt vor 2000 Jahren gegeben. An die muss man aber glauben, hier wird’s Edelkitsch.

  • tja...
    ich hab mir erwartet, das thema 2.weltkrieg und vor allem "stalingrad" mal aus einer anderen perspektive ansehen zu dürfen...
    was ich zu sehen bekam, war der krieg aus der sicht von scharfschützen - und ich muss sagen : krieg bleibt krieg... sehr blutig und sehr brutal - egal von welcher seite man es sieht.

    die geschichte hat was...
    ein deutscher vater der seinen sohn rächen will - ein russischer mann, der mit seinen besonderen fähigkeiten seine heimat beschützen will, im duell.

    mal abgesehen von der tendenz im kino, dass man alles so "wirklichkeitsgetreu" wie möglich zeigen will, regt der film zum nachdenken an.

    aber richtig getroffen (nicht in der filmhandlung sinn) hat

  • Anti ware movie
    Endlich, ein aus russischer perspektive gesehener Antikriegsfilm der schon längst überfällig war.Die stalinistische Kriegsmanegerie mit Ihrer Menschenverachtenden Politik gegen die wahnsinnigen,reinrassigen!, selbstherrlichen SS Kuhlköpfe, aus deren Gesichtern der Hochmut protzt und somit der Niedergang abzulesen ist.Herrlich inzeniert ,mit großartigen Schauspielern und keine minute langweilig.

  • Pfui Jean Jacques!
    ...was hast du uns mit diesem Film beschert! Willst du deinen Ruf verlieren oder was gibt es sonst für Gründe das du uns diesen Film präsentierst? Grundsätzlich baut der Film auf keiner schlechten Idee auf, doch die Art und Weise wie diese dann umgesetzt wurde lässt einen die Gänsehaut über den Rücken laufen. Der Film hat seine guten Seiten, diese sind jedoch angesichts der vielen schlechten Seiten oft nur schwer herauszupicken. Das alles auf einen Punkt zu bringen ist nicht einfach...besonders nicht mit einigen wenigen Zeilen. Aber eines sei gesagt. Wer einen guten Film über Staligrad sehen will, dem sein Joseph Vilsmaiers "Stalingrad" ans Herz gelegt.

  • Peng!!! Peng!!!
    Weiß nicht wo ich beginnen soll... Imposante Massenszenen (erinnern die nicht irgendwie
    an Soldat James Ryan?) die in erschreckendem Realismus zeigen, wie arg es ("damals")
    in Stalingrad gewesen sein muß. Und: daß eigentlich ein jeder Krieg Scheiße ist.
    Der Film beginnt spannend, zieht sich aber in der zweiten Hälfte ein wenig, wird zum
    Schluß wieder spannend/interessant. Leider wird im Film das Töten zur Kunstform erklärt
    (find ich nicht gut) und das Sterben permanent und explizit gezeigt. Nach der 100sten
    Kopfschußeinstellung wird das Ganze irgendwie...hmm..."sinnlos blutig". Auch die
    Sexszene paßte nicht wirklich ins Konzept.

    Ansonsten, ein (wie mir scheint) realitätsnaher Film: hart, brutal, unbarmherzig. Sehr
    gute Darsteller, simple aber gute Story(line), Musik paßt sich gut an (dort wos "zur
    Sache" geht), super Kamera(führung), sehr gute Regie.

    Also, wem blutige (Anti-)Kriegsfilme nicht stören und vielleicht mal die "russische
    Version" des (deutschen) Films Stalingrad (Joseph Vilsmaier) sehen will - allerdings
    nur eingeschränkt wegen dem dominanten Mann-gegen-Mann-Thema - der ist mit diesem Film
    gut beraten. Pazifisten und schwache Gemüter sollten sich vielleicht was anderes
    ansehen(?)!


    (Meine Wertung: 7 von 10 Punkte)