Edward II

 GB 1991
Drama, Literaturverfilmung, Independent 
film.at poster

Eigenwillige Verfilmung des Bühnenstücks von Christoppher Marlowe

Die Liebe des Englischen Königs Edward II zu einem Mann aus dem gemeinen Volk erregt den Mißmut des Hofes und führt zu einem grausamen Ende.

Eigenwillige, anachronistische Interpretation des Bühnenstücks von Christopher Marlowe als Anklage gegen Homophobie.

Details

Steven Waddington, John Lynch, Dudley Sutton, Tilda Swinten, Nigel Tiernan
Derek Jarman
Simon Fisher-Turner
Ian Wilson
Derek Jarman nach Christopher Marlowe

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Isabellas Rache
    Das Drama um den schwulen englischen König nach Vorlage von Marlowe hat Derek Jarman in eine zeitlose Tragödie um Liebe und Macht, Zuneigung und Sexualität und Treue und Verrat verarbeitet. In einer kahlen, monumentalen Ausstattung arbeitet er mit starken Verfremdungseffekten aus der Jetzt-Zeit: es wird geraucht und man ist modisch gekleidet. Es gibt kleine Spielroboter und Erschießungskommandos, Schwulendemos und echte Fotos. Der angenehme Höhepunkt dieser V-Effekte ist der Song von Annie Lennox und das Überraschendste der Weihnachtsbaum von Rocher. Daneben gibt es groteske Ballettszenen, in denen man ein Streichquartett sieht, aber eine Hammondorgel hört. Die abgewiesene Ehefrau (wunderschön Tilda Swinton) schmiedet eine Dreieropposition. Mit dem Heerführer teilt sie Thron und Bett - vorübergehend und den Bruder des Königs beseitigt sie mit einem Vampirbiss. Den wahren Tod dieses Königs deutet Jarman nur im Traum an. Es ist dies die härteste Bestrafung für einen Homosexuellen und sie hinterlässt äußerlich keine Spuren. Von Marlowe bleiben eigentlich nur noch einige Dialoge. Zeitlos genial, Arthouse total.