Ein Mann für geheime Stunden

 USA 2001
Komödie, Erotik 106 min.
6.70
film.at poster

Mit Charme, Witz und Ironie schuf Regisseur George Hickenlooper einen wunderbaren Film über die Tücken der wahren und der gekauften Liebe.

Das Leben ist hart für einen ebenso begabten wie erfolglosen Schriftsteller, dessen einziger Roman gerade auf dem Wühltisch der Buchhandlungen gelandet ist. Und so muss sich Byron Tiller (Andy Garcia) schließlich auf die Suche nach einem neuen Broterwerb machen, denn die kleine Familie zu Hause will ja versorgt sein. Als er eines Tages von dem eleganten Luther Fox (Mick Jagger) das Angebot erhält, für dessen Begleitservice "Elysian Fields" zu arbeiten, sträubt sich der verzweifelte Familienvater zunächst erheblich, doch nach einigen demütigenden Gesprächen mit dem arroganten Schwiegerpapa und seinem schnöseligen Verleger streckt Byron die Waffen.

Im schicken Armani-Anzug geht er zu seinem ersten Rendezvous und trifft auf die selbstbewusste Schönheit Andrea (Olivia Williams). Diese ist mit dem schwer kranken Erfolgsautor Tobias Allcott (James Coburn) verheiratet, der sich mit den amourösen Abenteuern auf Scheckbasis durchaus einverstanden zeigt. Schon bald ist die kühle Andrea Byrons einzige und treueste Kundin, während Ehefrau Dena (Julianna Margulies) ihren Gatten auf diversen Leseveranstaltungen wähnt.

Und ironischerweise wird Byrons literarisches Talent auch in seinem neuen Job gefordert. Tobias Alcott nämlich bittet den Liebhaber seiner Frau um Mithilfe bei der Fertigstellung seines jüngsten Romans. Ehe es sich Byron versieht, nehmen ihn seine neuen Arbeitgeber nun bei Tag und bei Nacht in Anspruch. Doch als Ehefrau Dena schließlich Verdacht schöpft und von diesem pikanten Arrangement erfährt, zieht Ärger am Horizont auf...

Details

Andy Garcia, Mick Jagger, James Coburn, Anjelica Huston, Olivia Williams, Julianna Margulies, u.a.
George Hickenlooper
Phillip Jayson Lasker

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Ein Mann aus Elysium
    Der ironische Kommentar aus dem Off stimmt einen gleich zu Anfang gut ein, auf das, was da auf einen zukommen wird. Und dann entwickelt eine prominente Darstellerriege mit geistreichen Dialogen einen netten Plot: erfolgloser Schriftsteller versucht es notgedrungen bei Begleitservice (Elysian Fields, so der Originaltitel). Da wir uns unter Schriftstellern bewegen, ist das Niveau garantiert. Da es aber auch um das ewig Eine geht, fehlt auch eine deftige Portion Verbalsex nicht. Z.B. „Wir sind die Cocker Spaniels mit Dauerständer.“ Oder „Ficken als letzte Zuflucht für einen Mann, der sich für einen Versager hält.“ Sehen tut man von alledem nichts. Das ist wohl auch nicht so wichtig. Die eigentliche Überraschung ist ein unglaublich distinguierter und seriöser Mick Jagger. Man traut seinen Augen kaum. Sein Gegenspieler Andy Garcia ist für die Emotionen zuständig und punktet mit seinem Dackelblick. Die Mädels (u.a. Angelica Huston, Olivia Williams, Julianna Margulies) fungieren zwischen den beiden und James Coburn als verheißungsvoller Lockvogel bzw. zur Erhitzung des emotionalen Dampftopfes. Gegen Ende kommt dann noch eine überraschende, teils aber auch erwartete, Wende und ein ziemlich hinausgezögertes Quasi-Happy-End.
    Eine glückliche Mischung, die durch ihre Vielseitigkeit und tolle Darsteller angenehm unterhält.