Ein Sonntag auf dem Lande

 F 1984

Un dimanche à la campagne

Romanze 90 min.
7.80
Ein Sonntag auf dem Lande

Im Frankreich vor dem Ersten Weltkrieg führt ein alter Maler ein beschauliches Landleben und Travenier macht Filmkunst daraus.

Details

Louis Ducreux, Michel Aumont, Sabine Azéma, Geneviève Mnich ua.
Bertrand Tavernier
Bruno de Keyzer
Bertrand Tavernier, Pierre Bost

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Immer wieder sonntags
    Der Film läd zum Vergleichen ein. Er zeigt ein Gesellschaftsporträt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Da ist Manches völlig anders, anderes hat sich dagegen überhaupt nicht verändert. Der auffälligste Unterschied ist wohl das starre Gefangensein in Ritualen in der Vergangenheit bis zum Masochismus hin, während heute alle Aktivitäten Event-Charakter haben müssen. An sich verheißt der Titel bereits keine spannungsreiche Handlung. Alles verläuft wie immer. Und damals wie heute sind die Kids rotzfrech und haben keine Manieren. Das Leben der Eheleute verlief in festen, vorgegebenen Bahnen. Heute ist der Hedonismus die Maxime, die alles weitgehend bestimmt. Damals wie heute gibt es/ gab es Liebeskummer und vielfach war und ist Muttchen das Heimchen am Herd, das ihren Göttergatten vorbehaltlos anhimmelt. Und auch die Altersweisheit ist wohltuend präsent. Sie zieht den Genuss aus der Vergangenheit und erkennt die geniale Schlichtheit im Jetzt. Das verdeutlicht der Vater und Großvater als Maler (Michel Aumont). Sabine Azéma dagegen bringt Leben in die ländliche Sonntagsstille. Tavernier hält uns einen Spiegel vor, zum Wiedererkennen und Nachdenken.