Fargo

 USA 1995
Komödie, Kultfilme, Independent, Krimi 98 min.
8.20
Fargo

Im provinziellen Fargo will Autoverkäufer Jerry Lundegaard seine argen finanziellen Probleme mit einem seiner Meinung nach perfekten Plan lösen: er lässt seine Frau entführen.

Minnesota, 1987: Jerry Lundegaard (William H. Macy) hat Geldprobleme. Um diese zu beseitigen, beschließt er, seine eigene Frau entführen zu lassen und von seinem reichen Schwiegervater Geld zu erpressen. Er heuert zwei lokale Kleinkriminelle an, denen er einen Anteil vom Lösegeld verspricht. Doch schon bald geht alles, was nur schiefgehen kann, schief.

Einmal mehr gelang den Coen-Brüdern ein Meisterwerk des schwarzen Humors, dem diesmal das winterliche Minnesota als Schauplatz dient. Dessen Bewohner mit ihren eigentümlich langsamen Art zu Sprechen bilden das eigentliche Zentrum der skurrilen Geschichte. Frances McDormand bekam für ihre Hauptrolle zu Recht einen Oscar. (prisma online)

Details

Frances McDormand, William H. Macy, Steve Buscemi, Peter Stormare, Harve Presnell u.a.
Joel Coen
Ethan und Joel Coen

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die fingierte Entführung
    Der beste Film der Coen Brüder (inklusive Mrs Coen alias Frances McDormand). Die schwangere Polizistin Gunderson betreibt ihre Nachforschungen in diesem Winterfilm zwischen einem etwas dämlichen Gangster-Duo (Buscemi / Stormare)und einem herrlichen Anti-Helden Jerry (William H. Macy). Durch ihn kommt auch noch ein Touch von Tragik ins Spiel. Auch wenn Gunderson die Ermittlungs-Weisheit nicht gerade mit Löffeln gefressen hat, so kommt sie doch voran. Grandios wechseln sich Komik und Brutalität ab. Ist das eine dominant, bleibt die andere Komponente im Hintergrund und umgekehrt. Dabei ist die Kamera ein aufmerksamer Beobachter und verdeutlicht Gefühle. Da ist viel Ironie dabei, mal ganz stille, dann wieder schreiend blöde, gelegentlich auch makabre (siehe Knochen-Häcksler!) Für Spannung sorgt außerdem die Erzählweise, die erst viel später wichtige Details der Entführung enthüllt. Zunächst wird erst einmal draufgehauen. Und das in tollen Bildern, sowohl in ruhigen als auch in actionreichen. Und dann finden die Coens auch noch einen Schluss, nachdem der Fall gelöst ist. Eine schnulzenmäßige Überhöhung des Gesehenen: die Gundersons in trauter Eintracht vor der Glotze. Einfach toll!

  • jesas ...
    ... ist das ein abgedrehter Film. In bester Quentin Trentino Manier, werden hier eher unglaubwürdige Situationen durch abgründiges Verhalten der Beteiligten zu einer tiefschwarzhumorigen Komödie verkettet.


    !EMPFEHLENSWERT!