Felicia, mein Engel

 GB/CAN 1999

Felicia's Journey

Drama, Independent, Thriller 14.04.2000 116 min.
7.00
Felicia, mein Engel

Eine junge irische Frau reist nach England um ihren Freund zu suchen und trifft auf einen Serienmörder, der ihr seine Hilfe anbietet.

Felicia (Elaine Cassidy), eine junge irische Frau, kommt nach England, um ihren Freund Johnny (Peter McDonald) zu suchen. Felicia ist schwanger, und das einzige, was sie von Johnny weiß ist, dass er in einer Rasenmäherfabrik arbeitet. Sie trifft auf den freundlichen, wenn auch leicht exzentrischen Catering-Manager Joseph Hilditch (Bob Hoskins), der anbietet, ihr bei der Suche zu helfen.

Was Felicia nicht ahnt ist, dass hinter der Fassade des verschrobenen aber offenbar harmlosen Hilditch eine verstörte und zutiefst befremdliche Seele steckt. Nicht nur, dass er regelmäßig alte Videos seiner einst als Fernsehköchin berühmten Mutter betrachtet und nach deren Anleitung seinem einsamen Haus aufwendige Gerichte zubereitet, er pflegt auch einsame junge Frauen zu ermorden, denen er sich unter dem Vorwand genähert hat, ihnen zu helfen...

Das Genre des Suspense-Thrillers dient Atom Egoyan zur Gestaltung seiner Variationen zum Thema verlorener und wiedergewonnener Unschuld. Felicia's Journey ist eine Studie über Illusion und Desillusion, über den Teufelskreis von erlittenen Verletzungen und der Unfähigkeit zu Mitgefühl. Hilditch, vereinsamt und vernachlässigt aufgewachsen, begeht seine Taten, ohne sich dessen bewußt zu sein. Wie Felicia hat er keine Vorstellung über sein wahres Selbst.

Details

Bob Hoskins, Elaine Cassidy, Claire Benedict, Brid Brennan, Peter McDonald, u.a.
Atom Egoyan
Mychael Danna
Paul Sarossy
Atom Egoyan, William Trevor

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der ältere Herr + das Mädchen
    Ein kleiner Film, der es nie zum ganz großen Erfolg geschafft hat. Dafür ist er aber auch zu ungewöhnlich. Das Ganze wird von den guten Darstellern Bob Hoskins und Elaine Cassidy getragen.
    Das anfängliche Misstrauen gegen die Hilfsbereitschaft eines älteren Herrn wird kontinuierlich durch kleine optische Zugaben erhöht. Die zunehmende Spannung rührt von der Ungewissheit her: ist er einer oder nicht? Die Ahnung eilt der sich zuspitzenden Handlung voraus. Und dann kommen noch zwei völlig unerwartete Wendungen hinzu: eine vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Bekehrung des Alten im Garten, die mit einer skurrilen Komik etwas überzogen daherkommt. Und dann dessen Ende! Völlig überraschend, blitzschnell, ohne viel Aufhebens. Schließlich pflanzt Felicia Blumenzwiebeln ein. Sie ist wohl inzwischen auf ihrer Reise (so der Originaltitel) an einem Ziel angekommen. Ein Drama voller subtiler Täuschungen, in dem die Gefahr aber auch eine gewisse Komik immer latent mitschwingen.