Gestern, heute und morgen

 IT 1963

Leri loggi domani

Romanze, Komödie 118 min.
7.30
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Drei Geschichten, drei Zeiten, drei Städte, drei Paare, die jeweils von Sophie Loren und Marcello Mastroianni gegeben werden. Damit: ein Querschnitt durch Vittorio De Sicas Schaffen, da die Episoden im Tonfall wie im Stil recht unterschiedlich sind.

Die in Neapel situierte Erzählung von Adelina, welche auf dem Schwarzmarkt mit Zigaretten handelt, um ihrer Familie zu helfen und am Ende durch die Solidarität ihrer Mitmenschen vor Schlimmerem bewahrt wird, ist neorealistisch konturiert. Die Episode um Anna, eine Milaneser Industriellengattin mit tieferen Gefühlen für den Rolls Royce des Hauses als für ihren Liebhaber, hat eine ingrimmige Giftigkeit, wie man sie aus den unversöhnlicheren Momenten von "Il giudizio universale" kennt. Mara erinnert in ihrer Leichtfüßigkeit an gewisse Gestalten aus "L'oro di Napoli" oder "La riffa": eine römische Edel-Hure, deren selbstsicherer Eros einem Priester in spe den Kopf verdreht.

Details

Sophia Loren, Marcello Mastroianni, Aldo Giuffrè, Armando Trovajoli, Giovanni Ridolfi
Vittorio De Sica
Armando Trovajoli
Giuseppe Rotunno
Billa Billa

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Dreimal Sophia
    Drei sehr unterschiedliche Episoden, in denen die beiden italienischen Superstar Sophia Loren und Marcello Mastroianni brillieren. Drei Perlen der italienischen Komödie. Die Loren stellt drei verschiedene Frauentypen dar. Ihre Ganzrolle im ersten Teil ‘Adelina‘ ist die der Supermama, die durch ständige Schwangerschaften dem Gefängnis zu entgehen versucht. Eine typische italienische Präkariatskomödie, in der die ganze Nachbarschaft an allen Familienereignissenn teilnimmt, egal ob es sich um den Gerichtsvollzieher oder um eine Liebesaffäre handelt.
    In ‘Anna‘ spielt sie eine gelangweilte Millionärsgattin, die mit ihrem Geliebten eine Spritztour macht. Eine Panne offenbart ihre hohle Oberflächlichkeit und die Distanz zu ihrem Lover.
    Und in ‘Mara‘ ist sie eine Edelnutte, die einen Novizen (Giovanni Ridolfi) vorübergehend vom rechten Weg abbringt. Selten ist Vittorio de Sica eine Situationskomik so gelungen wie hier mit Sophias legendärem Striptease. Der so toll war, dass sie es 1975 unter Capitani nochmal versuchen durfte – und es auch nicht geschafft hat, Marcello zu verführen. Selten sprühten Sophia und Marcello so vor Spielfreude. Ein himmlisches Vergnügen, das nicht nur in den 60er Jahren Freude bereitet hat. Das ist Comedy at its best. Volkstümlich, vornehm, lose locker. Nur der Titel ist so weit gefasst, dass er sich selbst umarmt.