Gran Torino

 USA 2008
Drama 05.03.2009 116 min.
8.20
Gran Torino

Der eigenwillige Koreakriegsveteranen Walt Kowalski wird durch seine Migranten-Nachbarn gezwungen, seine tief verwurzelten Vorurteile zu überdenken.

Clint Eastwood inszeniert "Gran Torino" (Gran Torino) mit sich in der Hauptrolle -
erstmals seit seinem Oscar-preisgekrönten "Million Dollar Baby" ist er
wieder auf der Leinwand zu sehen. Er spielt den eigenwilligen und unflexiblen
Korea-Kriegsveteranen Walt Kowalski, der durch seine Migranten-Nachbarn gezwungen wird,
seine tief verwurzelten Vorurteile zu überdenken.

Details

Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, Christopher Carley, John Carroll Lynch, Brian Haley, u.a.
Clint Eastwood
Kyle Eastwood
Tom Stern
Nick Schenk
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Wandlung
    Es ist wohl Clint Eastwoods reifster und vielleicht bisher sogar lustigster Film. Die Reife zeigt sich in der völlig unerwarteten Lösung des Bandenkrieges. Hier ist die ’Auge-um-Auge-Mentalität out. Das überrascht bei diesem Regisseur schon, wenn man an seine Rollen in den Western denkt. Ja er geht sogar noch einen Schritt weiter, übernimmt die Märtyrerrolle und ebnet so den Weg für eine gesetzmäßige Bestrafung der Übeltäter.
    Aber es auch ein lustiger Film mit Niveau. Selten wurden so blumige Beschimpfungen für den Gesprächspartner gefunden (’Bambusratte’ oder ’Frühlingsrolle’) wie hier und man wird aufgeklärt, dass Fluch nicht gleich Fluch ist, sondern sogar eine freundschaftliche Begrüßung, über die man durchaus schmunzeln kann.
    Außerdem wird das titelgebende Auto genial eingesetzt. Man kennt die Bedeutung dieses Gefährts von Anfang an und versteht seinen belohnenden Einsatz am Ende. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld, in dem der Film zu Dreivierteln als integrativer Nachbarschaftsversuch zwischen verschiedenen Ethnien daherkommt, um im letzten Drittel dann aber ziemlich heftig zu werden. Die zuvor so treffend gezeichneten Figuren (vor allem auch die Enkel) bewirken, dass man das ungewöhnliche Ende akzeptiert. Eastwood wandelt sich vom traumatisierten, knorrigen Macho zum Märtyrer. Er wird immer besser, nur der eiskalt-mürrische Blick bleibt immer gleich. Unbedingt sehenswert!