Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys

 USA 1998

Hi-Lo Country

Drama, Romanze, Western 114 min.
6.10
film.at poster

Eine klassische Geschichte von Liebe, Verrat und der Ehre der Cowboys

Unversehrt aus dem Zweiten Weltkrieg in ihren Heimatort Hi-Lo im amerikanischen Mittelwesten zurückgekehrt, versuchen zwei gegensätzliche Freunde, der introvertierte Pete () und der Draufgänger Big Boy (), ihr geliebtes Cowboy-Leben wieder aufzunehmen.

Doch die Zeiten, in denen zwei Männer sich mit einer kleinen Rinderherde eine Existenz aufbauen konnten, sind vorbei: Ein Großgrundbesitzer kontrolliert längst den gesamten Viehmarkt der Gegend; die Ära des romantischen Viehtriebs ist vom Zeitalter des motorisierten Transportwesens abgelöst worden.

Als Pete und Big Boy sich in dieselbe Frau verlieben, wird ihre Männerfreundschaft schwer belastet. Während Pete sich schweigend nach der lasziven Femme fatale Mona verzehrt, stürzt sich Big Boy hemmungslos in eine Affäre mit der verheirateten Frau, die seine Liebe trotz ihres Flirts mit Pete erwidert.

Und obwohl Mona für Pete damit tabu ist, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf ...

Details

Woody Harrelson, Billy Crudup, Patricia Arquette, Cole Hauser, Penélope Cruz, Darren E. Burrows, Jacob Vargas, James Gammon, Lane Smith, Katy Jurado, Sam Elliott,
Stephen Frears
Carter Burwell
Walon Green, nach dem Roman von Max Evans

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Land der Berge und Täler
    Stephen Frears hat sich hier an ein für ihn neues Genre gewagt und prompt kam ein Western der etwas anderen Art heraus. Auf die üblichen Zutaten hat er aber keineswegs verzichtet: die Rinderherden werden getrieben und gebrandmarkt, es gibt Schneestürme, im Saloon Hi-Lo wird sich geprügelt und gezockt und die musikalische Untermalung passt.
    Doch im Zentrum steht eine echte Männerfreundschaft. Sowohl Big Boy (Woody Harrelson), der Draufgänger, als auch der etwas besonnenere Pete (Billy Crudup) lieben das lockere Luder Mona (Patricia Arquette), eine verheiratete Frau. Sie verdreht den Männern als femme fatale den Kopf. Pete opfert aber seine Liebesabsichten nach einer kurzen Kostprobe auf dem Altar der Freundschaft. Das Dreiecksverhältnis wird von Josepha (Penelope Cruz), die Pete liebt, kritisch beäugt. Sie ist so etwas wie Kassandra im Wilden Westen: unglücklich verliebt, durchschaut sie Mona und haut den Jungs die Wahrheit ganz unverblümt um die Ohren. Ungewöhnlich ihre kritische Distanz zu den unreifen Männern. Im Grunde bedauert sie sie.
    Das Ende betont den Neowestern: nach Schwangerschaft und Brudermord ohne Rache ziehen alle von dannen. Es ist nicht Frears stärkster Film, doch die Darsteller und die Landschaft mit Atmosphäre lohnen das Anschauen des Landes mit Bergen und Tälern.