Home (2008)

 CH/F/Belgien 2008
Drama 04.09.2009 97 min.
7.00
Home (2008)

Eine Familie führt seit zehn Jahren neben dem Asphalt einer stillgelegten Autobahn ein beschauliches Leben, doch die Zeiten ändern sich.

Inmitten einer ruhigen und kargen Landschaft erstreckt sich, so weit das Auge reicht, eine leere Autobahn, die seit dem Bau vor mehreren Jahren unbenutzt geblieben ist und langsam verfällt. Am Rande des von Pflanzen durchdrungenen Asphalts, nur wenige Meter von der Einzäunung entfernt, befindet sich ein einsames Haus mit einem kleinen Garten. In diesem Haus wohnt eine Familie. Der Sommer beginnt, und die Arbeiten werden wieder aufgenommen. Die Autobahn soll in Betrieb genommen werden...

Details

Isabelle Huppert, Olivier Gourmet, Adélaïde Leroux, Madeleine Budd, Kacey Mottet Klein, u.a.
Ursula Meier
Agnès Godard
Antoine Jaccoud, Olivier Lorelle, Ursula Meier, Gilles Taurand, Raphaëlle Valbrune
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Heimatlos
    Der Film beginnt als komödiantischer Familienklamauk und endet im Nirwana. Irgendwo dazwischen kippt die Handlung völlig unerwartet und unerklärlich in eine Groteske. Man meint im falschen Film zu sein. Plötzlich schauen die Eltern tränenreich depressiv, sie prügeln sich und die Kinder. Ah ja, das sind die Auswirkungen der direkt am Haus vorbeilaufenden Autobahn. Man staunt über den Sinneswandel und die Reaktionen darauf. Da gibt es viele kleine Szenen, die manches vage andeuten. Kein Gedanke wird durchgezogen. Die junge Regisseurin Ursula Meier hat wohl unterwegs der Mut verlassen. Man denkt unwillkürlich an Michael Haneke und an die Konsequenz in seinen vergleichbaren Filmen. In ’Home’ sehen wir einige abstruse Möglichkeiten, wie man auf die Bedrohung durch Verkehrslärm und Abgase reagieren kann. Alles bleibt aber an der Oberfläche, weil vor Tiefgang abgebrochen wird. Und nachdem alle Versuche gescheitert sind und die Familie (trotz Isabelle Huppert unglaubwürdig gecastet!) alles auf Null zurückdreht, streifen alle durch sonnendurchflutete Felder. Was für ein Schluss!? Und der Titel? Dieses ’Home’ ist kein ’Castle’ und schon gar nicht ein Heim, denn es bietet weder Schutz noch Geborgenheit. Zu viele Vorschusslorbeeren verdarben halt diesen Brei. KV!