Irreversibel

 F 2002

Irréversible

Drama, Krimi 95 min.
7.40
Irreversibel

Marcus und Pierre suchen den Vergewaltiger von Alex.

Irreversibel. Weil die Zeit alles zerstört. Weil bestimmte Taten nicht gut zu machen sind. Weil der Mensch ein Tier ist. Weil der Wunsch nach Rache ein natürlicher Impuls ist. Weil die meisten Verbrechen nicht bestraft werden. Weil der Verlust eines geliebten Menschen einen trifft wie ein Blitz. Weil die Liebe der Ursprung des Lebens ist. Weil Vorahnungen den Lauf der Dinge nicht ändern. Weil die Zeit alles aufdeckt. Das Schlimmste und das Beste.

Alex wird auf dem Heimweg von einer Party brutal vergewaltigt und misshandelt. Sie ist alleine nachhause gegangen ohne ihren Freund Marcus, von dem sie ein Kind erwartet und der nicht in der Lage ist, die zarten Gefühle, die zwischen ihnen bestehen, zuzulassen. Ohne Pierre auch, ihren Ex-Freund, der sie noch immer liebt. Was folgt, ist eine Jagd von Marcus und Pierre, getrieben von Verzweiflung und blinder Rache. Eine Irrfahrt durch die Nacht, die in einem Sado-Maso-Club der Schwulenszene mit einem Mord endet, der genauso sinnlos ist, wie die Tat an sich. Der Falsche wird gerächt, die Dunkelheit wird nicht vertrieben. Die Geschichte wird rückwärts erzählt, vom unfassbaren Dunkel ins alltägliche Licht, das uns nicht davor bewahrt, dass die Zeit alles zerstört.

Details

Monica Bellucci, Vincent Cassel, Albert Dupontel, Philippe Nahon, Jo Prestia, Stéphane Drouot
Gaspar Noé
Thomas Bangalter
Benoît Debie
Gaspar Noé

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Meisterwerk
    das gute, eingängige und auch erschreckende an dem Film ist, daß durch die Rückwärtshandlung dem Zuschauer am Ende eine "Friede-Freude-Eierkuchen"-Welt mit viel Liebe, Erotik und positiven Zukunftsperspektiven gezeigt wird, obwohl er zu dem Zeitpunkt natürlich schon weiß, daß "alles anders kommen wird". Das ist sowohl schockierend und weckt beim Zuschauer (der sich in Filme und Rollen hineinversetzen kann) Mitleid! großes Mitleid! Unbedingt ansehen! Ein Film, den man niemehr vergißt!

  • Erschreckend....
    .... ist meiner Meinung nach bloß die Meinung eines Users, der den Film hier völlig derbe abstempelt, OHNE IHN ÜBERHAUPT GESEHEN ZU HABEN! Wo die Abkupferung in der Stilistik sein soll, weiß ich auch nicht (wenn hier auf Memento abgezielt wird wäre dies wiederum ein Beweis von veritablem Unwissen...).
    Ich poste hier schon seit Monaten nicht mehr und werde dies auch ab sofort wieder so halten, aber bei manchen "profunden Meinungen" geht mir einfach der Hut hoch... Wer glaubt, daß Kino nur moralisierend und erbauend sein sollte wird niemals diese Kunstform verstehen können. Mein Beileid dazu...

  • Muss ich nicht sehen ...
    So einen film, der nur eins beabsichtigt, nämlich zu provovozieren, tu ich mir nicht an. Ich habe schon die etwa einminütige Vergewaltungsszene in "Es war einmal in Amerika" schon ganz schlimm gefunden, da werde ich mir eine zehnminütige schon gar nicht antun (und man sollte auch nicht stolz darauf sein, sowas auszuhalten!) Der Film ist nichts als billige Effekthascherei und ein paar Leute, die in die "Man muss sich doch ein Urteil bilden"-Falle tappen oder in die "Wow, das ist ein Skandal, das muss ich sehen"-Falle, versuchen nun krampfhaft, den Film zu einem wichtigen Werk hochzustilisieren. Das kratzt mich aber nicht ...

  • geh bitte
    Also der Film ist sicher in gewisser Weise brutal, zeigt vielleicht ein paar Abgründe, die in einem Menschen versteckt schlummern können, aber ein guter Film ist es mal sicher nicht.

    Die Erzählweise von hinten nach vorne - ziemlich sicher auch von der Art her von Memento abgekupfert - sollte nur zur Geltung kommen, wenn man am Schluss/Anfang auch was zu erzählen oder sagen hat, nicht um einen Film auf eher langweilige Weise ausklingen zu lassen. Hier ist sie sicher fehl am Platz.

    Die Geschichte ist grundsätzlich zu kurz um über 95 Minuten erzählt zu werden, wer bei der Hälfte des Filmes geht hat wahrscheinlich nichts versäumt.

    Auf jeden Fall keine Empfehlung meinerseits.

  • Blosse Provokation
    Mir scheint, es geht hier um nichts als Provokation und geschickt kalkulierten Medienrummel... denn wirkliche Qualitäten hat dieser Film nicht zu bieten.
    Ich denke, es ist zu wenig, ideenlose & abgekupferte Stilmittel mit Brachial-Gewalt zu mischen nur um ein grosses "uuuuhh" und "aaahh" im Publikum zu ernten...
    Nicht überzeugend, eher etwas peinlich.

  • brachial
    ein Essay ueber die Gewalt der Zeit - im Prinzip ueber einen Menschen der gelebt hat - wer die ersten 20 Minuten uebersteht, oder war es eine Stunde?, weiss im Hinausgehen auch warum...
    sicherlich sehenswert, wenn auch keine Freude.

    Re: brachial
    Ganz meine Meinung...es ist uebrigens eine knappe Stunde bis zu DEN 19 Minuten, wenn ich mich richtig erinnere...aber irgendwie sind die dann auch nur noch der erwartete Hoehepunkt der ganzen Grausamkeit.
    Im Gegensatz zu Memento wird hier nicht rueckwaerts erzaehlt, um die Spannung zu steigern, sondern um die Botschaft des Filmes zu unterstreichen.
    Alles in allem fand ich "Irreversible" nicht schlimmer als, beispielsweise, "Thirteen" oder "Baise-Moi"...es war nur ANDERS schlimm, ungewohnt - das macht den Film beim ersten Mal so schokierend.

  • brachial
    ein Essay ueber die Gewalt der Zeit - im Prinzip ueber einen Menschen der gelebt hat - wer die ersten 20 Minuten uebersteht, oder war es eine Stunde?, weiss im Hinausgehen auch warum...
    sicherlich sehenswert, wenn auch keine Freude.

    Re: brachial
    Es war eine ganze Stunde!
    Der Film ist sehr sehenswert, ich denke aber man sollte aber schon etwas "abgehärtet" sein, bevor man sich an "Irreversibel" heranwagt.