Jenseits der Wolken

 Italien/Frankreich/Deutschland 1994

Al di là delle nuvole

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Michelangelo Antonionis gelassenes Alterswerk, ein vierteiliger Episodenfilm, ist eine subtile Beschwörung existenzieller Gefühle und stimmungsvoller Stadtlandschaften.

Ein Regisseur sucht Inspirationen für einen neuen Film. Alle Geschichten, die ihm im Kopf herumgehen, während er mit einer Fotokamera verschiedene Städte Italiens und Frankreichs durchstreift, handeln von ungewöhnlichen menschlichen Begegnungen, von der Liebe und ihrem Erlöschen.

Nach einem Schlaganfall 1985 halbseitig gelähmt und kaum noch fähig zu sprechen, gelingt es Antonioni wundersamerweise eine Dekade später doch noch einen Film zu drehen: Die Regieanweisungen "übersetzt" seine Frau, Wim Wenders springt ein, als von den Finanziers ein Ersatzregisseur verlangt wird, inszeniert schließlich die Überleitungen zwischen vier Episoden, in denen Antonioni einige seiner kurzen Erzählungen über die Liebe verfilmt. Gelähmt, verkümmert, übersetzt: Neben der prätentiösen, lächerlichen Imitation von Wenders (der einen Regisseur auf die Suche nach den Geschichten schickt und sich mittels einer ironischen Sequenz rund um Moreau-Mastroianni den Vorwurf des hilflosen Plagiats ersparen wilbpgewinnen die Überreste von Antonionis Kino eine Erhabenheit des Banalen, wirken wie der furchtlose Traum eines dirty old man von der heutigen (sauberen) Jugend. Seine Integrität, seinen Arbeitswillen hat Antonioni bis zuletzt nicht aufgegeben. (Filmmuseum)

Details

John Malkovich, Sophie Marceau, Vincent Perez, Irène Jacob, Fanny Ardant, Jean Reno, Kim Rossi-Stuart, Peter Weller, Chiara Caselli, Enrica Antonioni.
Michelangelo Antonioni, Wim Wenders
Laurent Petitgrand, Van Morrison, U2
Alfio Contini, Robby Müller
Michelangelo Antonioni, Wenders, Tonino Guerra, nach Erzählungen aus Antonionis ¿Bowling am Tiber¿

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