Kirschblüten - Hanami

 D 2008
Drama 11.04.2008 122 min.
7.70
Kirschblüten - Hanami

Ein Mann sieht seine verstorbene Frau mit neuen Augen, als er erfährt, dass sie das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat,

Nur Trudi (Hannelore Elsner) weiß, dass ihr Mann Rudi (Elmar Wepper) Krebs im Endstadium hat. Und es liegt an ihr, ob sie es ihm mitteilen will oder nicht. Der Arzt schlägt eine letzte gemeinsame Unternehmung vor, etwas, was die beiden sich vielleicht schon länger vorgenommen, aber nie getan haben. Trudi beschließt, die schwere Erkrankung geheim zu halten und den Rat zu befolgen. Sie überredet Rudi, mit ihr die Kinder und Enkelkinder in Berlin zu besuchen. Doch dort angekommen, müssen die beiden feststellen, dass ihre Kinder mit ihrem eigenen Leben viel zu beschäftigt sind, um sich um die Eltern zu kümmern.
Die beiden beschließen daraufhin, in ein Hotel an die Ostsee zu fahren. Dort stirbt plötzlich Trudi ¿ Rudi ist völlig aus der Bahn geworfen und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Als er dann auch noch von der Freundin seiner Tochter erfährt, dass Trudi das Leben, das sie leben wollte, offenbar aus Liebe zu ihm geopfert hat, sieht er seine verstorbene Frau mit neuen Augen.

Details

Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Maximilian Brückner, Birgit Minichmayr, Floriane Daniel u.a.
Doris Dörrie
Claus Bantzer
Hanno Lentz
Doris Dörrie
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Generationenkonflikt
    Ein sehr emotionaler Film über die grosse Liebe und die vielen verpassten Gelegenheiten, das während der gemeinsamen Zeit auch rüberzubringen. Stellenweise kann man schon zum Taschentuch greifen, was wir vor allem Elmar Wepper zu verdanken haben, den wir hier wohl in seiner besten Rolle erleben. Aber die Tränendrüsen stellen ihre Funktion sofort ein, wenn seine Kinder ins Bild kommen. Ihr Verhalten gegenüber dem Vater - der bestimmt kein Bilderbuch-Pappi war - ist treffsicher beobachtet und trifft mehr als man denkt den Nagel genau da, wo’s weh tut. „Ich kenn’ ihn nicht“, sagt er über seinen Sohn „und er kennt mich auch nicht.“ Die Funkstille zwischen den Generationen ist ohrenbetäubend. Hilflosigkeit und auch Wehmut machen sich breit. Und es wird spürbar, dass eigentlich alle Beteiligten darunter leiden. Da scheint die Flucht in eine metaphysische Transzendenz vielleicht eine Lösungsmöglichkeit für den Trauernden zu sein.


  • Na, jetzt wo Doris Dörrie die "Goldene Feder" für ihr Filmwerk bekommen hat, wird sich ja wohl eines der Wiener Kinos herablassen, diesen Film ins Programm aufzunehmen?!


  • Kann leider keinen Kommentar über den Film abgeben, weil ich ihn noch nicht gesehen habe. Ist der Film wirklich so unattraktiv, dass er in ganz wenigen Kinos gespielt wird? Ich würde ihn gerne sehen, bin aber nicht bereit, dafür 100 km zu fahren.