Komm, süßer Tod

 A 2000
Komödie, Thriller 107 min.
7.80
Komm, süßer Tod

In der Verfilmung des Kriminalromans von Wolf Haas löst Josef Hader als mürrischer Ex-Detektiv Brenner einen Mordfall im Rettungsfahrer-Milieu.

Die Rettung ist eine blutige Branche. Dazu kommt noch der beinharte Konkurrenzkampf zwischen Rettungsbund und Kreuzrettern. Da werden Patienten geklaut, Blutbankchefs zur Ader gelassen und Rettungsfahrer kunstvoll eliminiert. Der einzige, den das kaum interessiert, ist Ex-Detektiv Brenner. Der ist froh, endlich einen sinnvollen Job als Rettungsfahrer gefunden zu haben, und will von derartigen Lausbübereien so wenig wie möglich wissen. Aber Nicht-Wissen-Wollen ist eben die bewährte Brenner-Methode. Und letztlich verwickelt er nicht nur sich, sondern auch noch seine Jugendfreundin Klara in den Fall. Jene Klara, von der er damals im Gymnasium nichts mehr wissen wollte...

Brenners ungewollter Rückfall ins Detektiv-Dasein beginnt damit, dass sein Kollege eine interessante Beobachtung macht. Der Rettungsfahrer Hansi Munz kann es nicht fassen, wie gierig das Liebespaar am Fenster übereinander herfällt. Doch die Küssenden sinken nicht vor Leidenschaft zu Boden. Ein teuflischer Kunstschuss schweißt die Liebenden für immer zusammen.

Der müde Brenner wehrt sich nach Kräften dagegen, in die Sache hineingezogen zu werden. Dass sein Beifahrer, der nervöse Zivildiener Berti, unbedingt Detektiv spielen will, nervt Brenner nur.

Als dann ein zweiter Mord, diesmal an einem Kreuzretter-Kollegen, passiert, und er auch noch die Gelegenheit wittert, endlich seiner Jugendfreundin Klara zu imponieren, greift Brenner doch ein.

Langsam aber sicher findet er die unschöne Wahrheit heraus und sieht sich mit dem erbitterten Konkurrenzkampf zwischen den Kreuzrettern und dem Rettungsbund, einem verdächtigen "Unfall", einem Unfallopfer, dem es besser geht als es scheint, gefälschten Testamenten und einer Lösung des Falles, die ihn selbst überrascht, konfrontiert.

Am Ende sind die Bösen entlarvt oder tot, die Guten können wieder ihrer Arbeit nachgehen, und Brenner hat endlich Zeit sich zwischen den zwei Frauen, die ausgerechnet in dieser bewegten Zeit seinen Weg kreuzen, zu entscheiden. Entscheiden gehörte freilich noch nie zu seinen Stärken ...

Details

Josef Hader, Simon Schwarz, Barbara Rudnik, Michael Schönborn, Bernd Michael Lade, Nina Proll, Reinhard Nowak, Karl Markovics, Ingrid Burkhardt, Wolf Haas
Wolfgang Murnberger
Sofa Surfers
Peter von Haller
Wolfgang Murnberger, Wolf Haas, Josef Hader

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Na ja...
    Ich kann nicht behaupten, daß Haas einer meiner Lieblingsautoren ist. Bei drei Büchern je 30 Seiten geschafft, dann zum Verstauben ad acta gelegt. in der Hoffnung, daß man im Film weitgehend auf die störenden grammatikalischen Verrenkungen und an Debilität grenzende Halbsätze verzichtet, aus der Videothek ausgeborgt. Zur Überzeugung gelangt, daß eine Kinokarte dafür eindeutig eine Fehlinvestition gewesen wäre.

    Schon der Anfang mutete sehr gestohlen an - der überfahrene Hund. Das sah man bei "A Fish called Wanda" bedeutend origineller! Die Story haut mich auch nicht aus den Socken, schon allein der Anblick von Nina Proll ist für mich eine Zumutung! Im Endeffekt eine österreichische Tatortfolge mit Überlänge, die an Banalität kaum zu überbieten ist.

  • weltklassespitzenfilm
    auf jeden fall zu empfehlen! wer allerdings sonst nicht so auf hader schmäh steht sollte
    ihn sich eher nicht anschauen, füe alle anderen HINGEHEN!!!!!! bevors zu spät ist

  • schwarz, schwarz, schwarz
    ein anhänger des schwarzen humors, wird den gang zum kino sicher nicht bereuen, aber die aussage des films war schon mal da...

  • schluss mit lustig...
    Als Gerne-Österreicher hoffe ich nur, es gibt noch einige, denen dieser und auch alle anderen Film-Versuche der österreichischen "Pseudo-Intellektuellen-Schiene (Hader, Düringer, Dorfer...)" so missfällt wie mir. Es ist doch in Wahrheit zum Kotzen, daß sich diese Emanationen der Linken nie entscheiden können, in welcher Richtung sie sich künstlerisch jetzt verwirklichen wollen. Da mach ma a bisserl Gesellschaftskritik mit Wuchteln garniert und sind uns so der Lacher sicher mit dem Anspruch, in die "menschliche Tiefe" gegangen zu sein. Nur dann, wenn ein Gutteil von uns Österreichern diesen "Opportunisten" nicht mehr ins Kino oder Kabarett nachläuft, haben wir eine Chance, nicht langsam zu einer öffentlichen Anstalt von "manisch depressiven" Menschen zu degenerieren, die sich von so "Gfrastern" den gesellschaftskritisch erhobenen Zeigefinger gefallen lassen. In diesem Sinne freue ich mich, daß es als Kontrast zu diesem Film auch noch "Pokemon 2" gibt.

    Re:schluss mit lustig...
    Kann dem nur beipflichten. Schön zu sehen, dass man mit solchen Ansichten nicht alleine ist.

    Re: schluss mit lustig...
    bravo.
    genug der allgemeinen verblöderösterreicherung mit beiträgen a la hader&co. da ist mir lieber eine 0!

    Re:schluss mit lustig...
    Wenn man nun die großen österreichischen Kabarettisten, die meiner Meinung nach die rechte Politik genau an den richtigen Stellen kritisieren, zu einer "Pseudointellektuellen Schiene" zählt, ist das schon schlimm genug, wenn man jedoch eine Volksschülerattraktion wie Pokémon als guten Ersatz dafür sieht, ist das schon wirklich traurig.

  • typisch österreichischer film!
    das war ja wiedermal typisch österreichisch! keine handlung - zumindest keine verständliche; sehr kaotisch; ziemlich tief!!! also was da teilweise für szenen gezeigt werden! außerdem ist er sehr brutal. angeblich kommen auch viele coole sprüche vor - welche coolen sprüche frag ich mich?!! den film hätte man wesentlich besser machen können - vorallem hätte man die handlung verständlicher machen können! also wie schon gesagt: typisch österreichisch! (wir!) österreicher können einfach keine gscheiten (kino)filme machen!

  • Hader kann mehr!

    Jeder, der Hader als großartigen Kabarettist kennt, müßte nach diesem Film enttäuscht sein. Obwohl er am Drehbuch beteiligt war, sind die Kommentare weder intelligent, noch witzig oder anspruchsvoll.
    Er ist zwar für seine tieftraurigen, sarkastischen und sozialkritischen Meldungen bekannt, aber das war wohl etwas zuviel.
    Kann mir nicht vorstellen, daß der Film jemand anderem außer dem typ. Wiener Durchschnittsproleten gefällt, der sich in Brenner & Co. wiedererkennt.
    Der Film ist trotz toller österreichischer Besetzung ein Reinfall. Zumindest für mich. Schade.

    Re:Hader kann mehr!
    Noch schader, dass es Menschen wie Dich gibt, die wenn jemand nicht Ihrer Ansicht ist, dies stehts auf mangelnden Intellekt oder starrköpfigkeit zurückführen müssen, als ob es irgendeine richtige Position zu solchen Themen gäbe die man entweder versteht oder man is ein Trottel und wenn es so etwas wie einen österreichischen Druschnittsproleten gibt, dann ist der Film bestens für ihn geeignet.

    Re:Hader kann mehr!
    Schade, dass die Menschen, wenn sie etwas nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, primitiv und beleidigend werden müssen. Scheinbar recht arme Würstln.

  • Unverständlich
    ist mir, wie dieser Film ankommen kann.
    Aus meiner Sicht ist er geschmacklos, ekelig, ohne jegliche Spannung, keine Handlung, ohne Tiefe und der Schmäh aus dem vorherigen Jahrhundert.
    Schade um das Eintrittsgeld,
    Keine Empfehlung für diese seichte Filmrolle!

    Re:Unverständlich
    Schau in dir doch selber nochmal an. Vielleicht kommst ja du dann drauf das John recht hat.

    Re:Unverständlich
    Gerade dieser Film hat schärfe und Tiefgang. Daher würd ich Dir enpfehlen ihn dir nochmals anzusehen.

  • unterhaltsam komisch
    Es scheint als höben ausgerechnet unsere Kabarettisten den österreichischen Film endlich auf eine Ebene, die auch einem gewissen qualitativen und zugleich unterhaltsamen Anspruch gerecht wird, nachdem sie sich jahrelang dem Vorwurf ausgesetzt sahen, lediglich ihre eigenen Kabarettstücke zu verfilmen und somit nicht wirklich "echtes Kino" zu produzieren. "Komm, süßer Tod" hat zwar den Charme einer besseren Kottan-Folge, aber dennoch: die Handlung ist in Ordnung und halbwegs originell, die schauspielerischen Leistungen überzeugend und komisch, das Buch ist ausgefeilt und wartet durchaus mit ein paar Gustostückerl auf. Alles in allem kein Meilenstein österreichischer Filmgeschichte, aber ein ziemlich sicherer Garant für einen unterhaltsamen Abend.

  • Endlich entwas neues
    Ein Meisterwek österreichischer Filmgeschichte und endlich etwas neues!
    Josef Hader verkörpert den "Brenner" wirklich wie er im Buche steht, man kann kaum glauben das ein Kabarettist soviel Schauspielerisches Talent aufweist er verbindete gekonnt sein Komödiantisches Können mit der Geschichte ohne das es Kitschik oder aufdringlich wirkt. Gut man könnte sagen das im die Rolle sehr entgegenkommt dennoch hat er die Note eins verdient.
    Man hat es auch trotz einiger kleiner Regiefehler geschaft den Geldmangel der bei österreichischen Filmen immer gegenwärtig ist zu überspielen.
    Dieser Film ist absolut sehenswert, auch ein zweites mal!!
    esp.

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