Lady Chatterley

 F 2006
Drama, Literaturverfilmung 03.11.2007 167 min.
6.80
Lady Chatterley

Die junge Lady Chatterley lebt mit ihrem Mann, dem querschnittsgelähmten Kriegsheimkehrer Clifford, in einem abgeschiedenen Herrenhaus.

Die junge Lady Chatterley lebt mit ihrem Mann, dem querschnittsgelähmten Kriegsheimkehrer Clifford, in einem abgeschiedenen Herrenhaus. Sie selbst will sich nicht eingestehen, dass die Eintönigkeit des ländlichen Milieus ihr fast den Lebensmut geraubt hat. Doch dann weckt der einfache Wildhüter Parkin eine nie gelebte Sehnsucht in ihr.

Details

Marina Hands, Jean-Louis Coullo'ch, Hippolyte Girardot, Hélène Alexandridis, Hélène Fillières, u.a.
Pascale Ferran
Béatrice Thiriet
Julien Hirsch
Pascale Ferran, Roger Bohbot, Pierre Trividic

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Lady und der Wildhüter
    Die beste weil werkgetreueste Lawrence-Verfilmung, die es bisher gibt - zu Recht mehrfach césarprämiert. Mit großer optischer und sinnlicher Intensität und viel Einfühlungsvermögen werden die drei Grundintentionen der literarischen Vorlage sehr gut in Szene gesetzt: die sexuelle Befreiung der Frau in den zwanziger Jahren, dann die Überwindung der gesellschaftlichen Standesunterschiede und die generelle Stellung von Mann und Frau zueinander. Regisseurin Pascale Ferran gibt ihrer französischen Fassung den Titel Lady Chatterley und der Mann aus den Wäldern. Das ist der Grundkonflikt.
    Man sollte aber auch die lawrencesche Betonung des gesunden Lebens in der Natur nicht übersehen. Dazu gehört halt auch eine natürliche Sexualität. Die Atmo spiegelt die des Romans sehr genau wieder, das Ambiente passt und die Sexszenen werden - im Gegensatz zu mach anderem Machwerk - mit wunderbarer Leichtigkeit dargestellt. Das liegt zum Teil auch an den beiden weitgehend unbekannten Protagonisten Marina Hands und Jean-Louis Coulloc’h. Der Zuschauer wird nie zum Voyeur, eher genussreich ins Geschehen mit hineingezogen und nach dem abschließenden, längeren Dialog zum Weiterdenken angeregt.