Lovely Rita

 A 2000
Krimi, Tragikomödie 79 min.
5.90
Lovely Rita

Die 15jährige Rita (Barbara Osika) ist eine Außenseiterin, trotzig und unverschämt. Ihre leidenschaftliche Suche nach Liebe und Zuwendung endet in einer schrecklichen Tat.

Rita ist eine Außenseiterin. In der Schule lachen die anderen über ihre unbeholfene Art, die Lehrer finden Rita frech, Ritas Eltern wollen sie zähmen- aber vergeblich: Unkraut verdirbt nicht. "Lovely Rita" erzählt von Ritas hartnäckigem Versuch, aus ihrer Einsamkeit auszubrechen und jemandem seine Zuneigung abzuringen - so zum Beispiel dem kleinen Fexi: er ist 13, der Nachbarbub, hat Asthma. Er ist auch ein Außenseiter, er ist froh, in Rita eine Partnerin gefunden zu haben. Aber Rita geht zu weit, sie überschätzt seine Reife, kommt ihm zu nahe. Ritas Bemühen um Liebe vertreibt die Liebe, weil sie immer wieder gegen Normen verstößt, die vor allem ihre Eltern aufrechtzuerhalten versuchen. Letztlich befreit sich Rita auf eine radikale Weise - und erlangt eine Freiheit, die erschreckend ist.

Details

Barbara Osika, Christoph Bauer, Peter Fiala, Wolfgang Kostal, Karina Brandlmayer, u.a.
Jessica Hausner
Martin Gschlacht
Jessica Hausner

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • ein österreichischer film...
    was vor ein paar jahren noch der kabarettfilm war, ist heute die millieustudie.

  • Real
    Sehr real:die Englischlehrein im Film ist/war tatsächlich Englischlehrerin. Sie hat mich 1992 ein Jahr lang unterrichtet.

  • schocken will gelernt sein
    das ende des filmes ist wiedereinmal seine größte schwäche. so wie die selbstverstümmelungen hanekes klavierspielerin ist der elternmord zum schluß nur ein billiges mittel, um eine ausweglosigkeit schnell zu belegen. für die figur ritas ist diese aktion nicht schlüssig. gleich wie bei schnitzlers romanen ist das zwanghaft tragische ende nur der antrittsversuch des beweises dass das leben gschissener ist als man es eh schon kennt. aber was ist die erkenntnis ?

    Re: schocken will gelernt sein
    ich stimme dir zu dass der film seine schwächen hat (jedes bild hängt schief und sie rückt es gerade - nicht wirklich originell) - das ende wäre nicht notwendig stört mich aber auch nicht. das ende schockiert vielleicht ändert aber an der aussage (eigentlich "nur" mileu-studie ohne viel handlung - insofern ist die aussage - was wir eh schon wußten - das die welt schlecht ist) des films nichts. für mich passt das ende eigentlich in den film. bei der klavierspielerin ist das schlimmer - da kommt meiner meinung nach vor lauter schockieren die aussage zu kurz. es kann einen stören dass lovley rita keine richtung vorgibt - aber das ist gar nicht die intention des films. - aber ich hab mir auch mehr erwartet! und dein vorwurf (lessing würde sagen: die figur stirbt am letzten akt) ist auch nicht ganz von der hand zu weisen!
    frage: der film spielt doch in der gegnwart (autos sind neu usw) warum haben dann alle darsteller so siebzigerjahre-klamotten an?

    Re: Re: schocken will gelernt sein
    Ihr solltet soviel ANstand aufbringen, wenigstens sAchtung spoiler in den Betreff zu schreiben, damit man den Beitrag halt nicht liest, wenn man das Ende nicht wissen will!

  • Superb
    Hab mir den Film gestern angesehn und muss sagen furchtbar göttlich. Angefangen von der Kameraführung bis zu den Charakteren - das Ende fesselt. Wiedermal einer dieser Filme über die man auch nachher noch nachdenkt (wie auch Virgin Suicides).
    Gratulation Jessica Hausner !!!

    Re: Superb
    über film braucht man wirklich nicht lange nachdenken, die handlung ist bekannt, das ende ist eigentlich eher witzig als erschreckend und die kamerafürung ist, naja sagen wir naiv. wer diesen film mehr als 2 sterne gibt ist eindeutig ein freund des Ö-filmen. ist ist zwar schön das mal was anderes in die kinos kommt außer hader und co., aber dieser film ist leider misslungen. ein film der wirklich zum nachdenken anregt und nicht aus den USA kommt ist zum beispiel "Oi Warning"! sehr zu empfehlen!

  • schlecht
    habe schon lange keinen so schlechten film gesehen ... die amateurhafte kameraführung hat zwar ganz gut dazugepasst, aber andauernd diese schmolllippen in supergröße vor augen zu haben, wird auch mit der zeit langweilig.

  • toll
    mir hat der film sehr gut gefallen. er hat sich nie gezogen, keine überlänge.
    die story war auch sehr gut.
    ein junges mädchen, als aussenseiter, dass weder beziehung zu freunden noch zu den eltern hat. das elternhaus ist nicht wirklich schlecht, aber trotzdem ist eine dicke mauer dazwischen. die eltern kritisieren und sagen was zu tun ist (klodeckel), haben spießige ansichten.
    die beziehung zu dem jüngeren burschen ist ja nur eine suche nach freundschaft oder liebe.
    das radikale ende soll zeigen, das nicht nur offensichtlich aggressive oder kranke menschen so solch kurzschlusshandlungen fähig sind, sondern auch menschen, die keine gleichgesinnten freunde haben. und hinter den mauern ausgenutzt, ausgelacht, allein und unverstanden bleiben...

  • leider enttäuschend!
    Also ich habe mich auf diesen Film sehr gefreut (österreichische Produktion und so..),leider war er eine ziemliche Enttäuschung. Die Geschichte selbst ist relativ dünn und vor allem am Schluss erschloß sich mir einfach der Zusammenhang nicht mehr. Ist ein dermaßen übertriebenes Ende wirklich notwendig? Wahrscheinlich ein Versuch von Jessica Hausner zu schockieren und ein "krasses" Ende hinzulegen. Aber das reicht leider nicht ganz, um einen bewegenden Film zu drehen. Als äußerst schwach habe ich auch die schauspielerische Leistung der Hauptdarstellerin empfunden. Nur gelangweilt zu sprechen und die Schultern hängen zu lassen - auch das reicht leider nicht. Einige Figuren (z.B. der Vater) waren zwar gut herausgearbeitet und auch wirklich greifbar - die Hauptfigur konnte aber nie wirklich zu mir durchdringen. Und dann die Beziehung zu diesem 13(??)-jährigen. Nicht ganz nachvollziehbar, dass sich eine 13-jährige in einen Burschen verliebt, der aussieht als wäre er erst 10! Ich glaube, das passiert doch in der Realität einfach nicht - als Sinnbild war es mir aber nicht stark genug. Die Viennale-Euphorie kann ich also leider nicht teilen - da war einiges dabei, dass dieses Lob mehr vedient hätte. Aber warten wir einfach gespannt auf den nächsten Hausner-Film. Sorry, hätte einem österr. Film und einer neuen Regiesseurin gerne eine bessere persönliche Wertung gegeben - leider ist es mir hier nicht möglich.