Lucky Luciano

 USA/I/F 1973
Drama, Krimi, Biografie 105 min.
6.40
Lucky Luciano

Im Jahre 1946 wird Salvatore Luciana alias Charles "Lucky" Luciano aus den USA nach Italien abgeschoben und leitet fortan von hier aus seine Drogengeschäfte.

Im Jahre 1946 wird Salvatore Luciana alias Charles "Lucky" Luciano aus den USA nach Italien abgeschoben. Von dort aus leitet der Gangster, der 1931 nach einem Massaker unter Amerikas damaligen Mafia-Bossen zum alleinigen Chef dieser Verbrecher-Organisation in den Vereinigten Staaten aufstieg, fortan den Rauschgiftschmuggel nach Nordamerika. Sowohl das amerikanische Rauschgiftdezernat als auch Interpol wissen das zwar, können dem "Mann mit dem traurigen Blick" jedoch bis zu seinem Tod im Jahre 1962 nichts nachweisen, obwohl man immer wieder versucht, ihm Fallen zu stellen.

Details

Gian Maria Volontè, Rod Steiger, Edmond O'Brien, Charles Cioffi, Vincent Gardenia, u.a.
Francesco Rosi
Piero Piccioni
Pasqualino De Santis
Tonino Guerra

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Luckys Ende
    Der Film von Francesco Rosi wird immer mit dem kurz zuvor gedrehten Welterfolg ’der Pate’ verglichen. Dabei ist es weißgott kein Nachzieher oder filmischer ’Trittbrettfahrer’. Dieser Film hat einen ganz anderen Ansatz. Er betont die historischen Fakten vom Lebensende eines Mafiabosses, verfolgt die offiziellen Ermittlungen und dokumentiert die Hilflosigkeit der Polizei. Es ist kein Reißer, eher ein getragener Streifen, obwohl er so ganz ohne den blutigen Frieden, den die Mafia schafft, auch nicht auskommt. Als Kontrast zu diesen bleihaltigen Lösungen, die fast aus einer anderen Welt zu stammen scheinen, fungiert der Hauptdarsteller Gian Maria Volonté. Er ist hier ein ruhiger, freundlicher Herr mit traurigen Augen, der vorgibt, kein Wässerchen trüben zu können. Galant und redegewandt spielt er mit der Presse. Er ist ein listenreicher Saubermann, der sich selbst nie die Hände schmutzig macht. Während des ’Kalten Krieges’ können seine Leute lukrative Geschäfte mit der US Armee im Nachkriegsitalien machen. Hier ist die Mafia der richtige Ansprechpartner. Sie unterscheidet nicht zwischen Republikanern und Demokraten. Sie macht Geschäfte mit denen, die gerade an der Macht sind und nutzt korrupte Mittelsmänner. Rod Steiger verkörpert quasi symbolisch die ganze Doppelbödigkeit und Gier der halbseidenen Geschäftswelt, die damals schon recht global agierte. Das abschließende etwas langatmig geratene Verhör ist allerdings eine gekonnte Vorbereitung auf Luckys Ende.