Micmacs - Uns gehört Paris!

 F 2009

Micmacs à tire-larigot

Komödie, Krimi 08.10.2010 105 min.
7.20
Micmacs - Uns gehört Paris!

In Jean-Pierre Jeunets fantastischem Abenteuer tanzt Dany Boon als gewitzter Held mit einer Gruppe von skurrilen Außenseitern den Granden der Waffenindustrie auf der Nase herum.

Durch eine Landmine in den 1970er Jahren in Nordafrika verliert der kleine Bazil seinen Vater und auch die Mutter, die den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. Der Junge landet im Heim, büchst aus und Schnitt. 20 Jahre später trifft den harmlosen Videoverkäufer eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf. Die Kugel bleibt drin, entscheiden die Ärzte nach dem Münzwurf der OP-Schwester. Ein früherer Kleinkrimineller liest den Job- und Wohnungslosen auf der Straße auf und nimmt ihn mit zu einer Gruppe von Außenseitern in einer Art Ali-Baba-Schrotthöhle. Die neue Familie gibt ihm Kraft und als er zufällig auf die zwei Waffenkonzerne stößt, die für den Tod seines Vaters und seine Kugel im Kopf verantwortlich sind, schmieden die Freunde einen Plan, die konkurrierenden Waffenhändler (Nicolas Marié und André Dussollier) gegeneinander auszuspielen.

Details

Dany Boon, André Dussolier, Yolande Moreau
Jean-Pierre Jeunet
Raphaël Beau
Tetsuo Nagata
Jean-Pierre Jeunet, Guillaume Laurant
EMW/Kinowelt

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Machenschaften & Mauscheleien
    Eine Untergrundorganisation voller äußerst skurriler Typen, die aber alle eine besondere Fähigkeit haben, die beim späteren Coup eingesetzt wird, bekämpft zwei Waffenhändler (André Dussollier und Nicolas Marié). Jeunet hat eine Abrechnung mit den Waffenhändlern, den ‘Todeshändlern‘ wie sie hier genannt werden, vorgenommen. Das macht er äußerst witzig, voller Überraschungen und betrachtet die ‘Machenschaften‘ durch eine Gelbfilterbrille. Ein Starensemble (Marielle, Pinon u.a.) agiert in einer sonderbaren Mischung aus Märchen mit surrealistischen Zügen. (Ein bisschen ‘Amelie‘ und ein bisschen ‘Delicatessen‘ kann man schon rausschmecken.) Es knistert nicht gerade vor Spannung, ist aber keineswegs langweilig, wegen der Fülle von lustigen Einfällen. Im Mittelpunkt steht Bazil (Danny Boon) der Mann mit der Kugel im Kopf. Er hat Grund genug gegen die Todeshändler vorzugehen. Es ist der Kampf David gegen Goliath, dessen Ausgang wir kennen. In Bazils Umfeld hat Tambouille (Yolande Moreau) als Mutter der Kompanie die Zügel in der Hand. Aber es werden auch die Abnehmer der Waffen wie IRA und ETA genannt. Die Krönung des Feldzuges ist dann eine akustische Vortäuschung einer Entführung der Bösewichter nach Afrika. Die Truppe baut quasi ein Potemkin’sches Dorf aus Sound und Schall und vernichtet sie via Internet. Großartige, niveauvolle Unterhaltung.

  • Guter alter Zirkus
    Ein bisschen sehr lieblich: der Aufstand des Mechanischen gegen die digitale Welt. Nostalgie oder Trend?

    einfach köstlich
    Der Film ist einfach irrsinnig witzig !
    Was auch eine nette Idee ist, dass der Filmtitel "Micmacs" immer wieder vorkommt. zb auf einem großen Plakat am Straßenrand, wo man genau die gleiche Szene sieht wie gerade eben im Film auch. Oder am Anfang auf einer DVD-Hülle, ...
    Die Erfindungen sind auch sehr witzig, die der eine alte Mann macht. Und da gäbs noch viel mehr. Einfach ansehn!