Mondscheintarif

 Deutschland 2001
Romanze, Komödie 93 min.
7.00
film.at poster

Cora ist verliebt, und während sie sich abzulenken versucht, wartet sie sehnsüchtig auf den Anruf ihres Traummannes... Nach dem gleichnahmigen Roman von Ildikó von Kürthy

Cora Hübsch (GRUSCHENKA STEVENS), Fotografin, durchleidet diese Höllenqualen. Sie wartet bereits den dritten Tag vergeblich auf einen Anruf ihres Traummanns. Mit diesem hatte sie am Mittwoch den besten Sex ihres Lebens. Heute aber ist schon Samstag. Schlimmer noch, fast Samstag Abend. Cora hat also noch sechseinhalb Stunden Zeit, um von ihm zu hören. Denn: "Der Mann muss anrufen. Allerspätestens nach drei Tagen. Sonst war es für ihn nur der kurzfristige Ausgleich seines Hormonhaushalts".

Das zumindest sagen die Spielregeln, an die man sich in Sachen Liebe strikt zu halten hat. Und die kennt ihre liebste Freundin Jo (JASMIN TABATABAI) bestens. Genauso wie Coras platonischer Freund Big Jim (RÜDIGER KLINK), der eifersüchtig über sie wacht. Beide raten der Liebeskranken, den Kerl einfach zu vergessen. Doch wer hört schon auf seine Freunde? Besonders, wenn man noch sechseinhalb Stunden Zeit hat. Zeit, um sich abzulenken mit Rauchen, Lesen, Baden, Essen, Seil springen, Abwaschen, Fernsehen, Musik hören - natürlich immer dicht neben dem Telefon. Aber vor allem Zeit, um über die turbulenten Verwicklungen der letzten Tage nachzudenken. Und über die Beziehung zu dem Traummann: Dr. med. Daniel Hoffmann (TIM BERGMANN).

Details

Gruschenka Stevens, Tim Bergmann, Jasmin Tabatabai, Bettina Zimmermann, Rüdiger Klink
Ralf Huettner
Schallbau
Tommy Wildmer
Silke Neumayer, Ralf Huettner, Barbara Oslejsek
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Schlecht, nicht ansehen!!!
    Wer das Buch gelesen hat, sollte sich das Geld für den Film sparen. Der Film verliert viel vom brillanten Wortwitz des Buches. Auch für die Hauptfigur gibt es sicher bessere Besetzungen als Gruschenka Stevens. Das einzig Positive an dem Film war der Darsteller von Dr. Hoffmann.

  • Na ja
    Durchaus gelungene Verfilmung des Buches, wenngleich einige DInge ohne das Buch gelesen zu haben sicher nicht verstanden werden. Alles in allem sehr nett, wenngleich der Regisseur der Versuchung ein Hollywood-Ende zu produzieren nicht widerstehen konnte.

  • Deutsche Fassung von Bridget Jones
    So viele Filme wie im Jahr 2001 sind noch selten aus unserem Nachbarland in
    unsere Kinos gekommen und selten noch waren Qualität und Quantität derart
    hoch. Einzig der teilweise große Unterschied bei den Startterminen stört
    gewaltig - so auch bei "Mondscheintarif". Konnte man in Deutschland die
    Leiden der jungen C. schon vor einigen Monaten sehen, kommen wir in
    Österreich erst jetzt in diesen Genuss. Doch hier gilt: Besser spät als nie,
    denn diesen Film sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

    Schon nach einigen Minuten Laufzeit ist klar ersichtlich, dass man es hier
    mit einer deutschen Version des Megahits "Bridget Jones - Schokolade zum
    Frühstück" zu tun hat, doch obwohl Ähnlichkeiten nur schwer von der Hand zu
    weisen sind, ist "Mondscheintarif" erfrischend eigenständig und wartet mit
    mit vielen raffinierten Einfällen und gelungener Gags auf. Wer ruft wen nach
    der ersten gemeinsamen Nacht an und was kann man in Kleinigkeiten hinein
    interpretieren? Muss wirklich immer nur die holde Weiblichkeit vor dem
    Telefon verharren und ist es tatsächlich die verdammte Pflicht des Mannes
    sich zuerst zu melden?

    Während Cora also auf den Anruf des Mann ihres Lebens wartet, tritt sie in
    Interaktion mit dem Zuschauer und vermittelt ihm ihre Sicht der Dinge. Sie
    erzählt die Geschichte von Stefan und ihr und dabei ist Situationskomik pur
    angesagt. Von der ersten Begegnung in der Arztpraxis bis hin zur Nacht der
    Nächte wird analysiert, gebangt, gehofft und schließlich verzweifelt. Auch
    wenn der Film vermutlich wohl eher das weibliche Publikum ansprechen wird,
    so bietet er auch für den männlichen Teil der Schöpfung massenhaft
    Lachgarantien und eigentlich ist es ein klein wenig ironisch zu sehen, dass
    gerade ein Mann das Seelenleben einer Frau in dieser Qualität verfilmen
    konnte.

    Abschließend bleibt noch den sehr guten Soundtrack zu erwähnen, zu dem die
    Gruppe Reamon neben ihren Hit "Super Girl" die extra für "Mondscheintarif"
    komponierte wunderschöne Ballade "Wheep" zum Besten gibt und kurzfristig die
    Wohnung von Cora in einen Videoclip verwandelt und der Hinweis, dass der
    Film auf den gleichnamigen Roman von Ildikó von Kürthy beruht. So wie
    "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" sollte man doch auch sowohl das
    Buch als auch den Film gesehen haben.