Mosquito Coast - Reise in die Wildnis

 USA 1986

The Mosquito Coast

Drama, Thriller, Abenteuer 111 min.
6.60
Mosquito Coast - Reise in die Wildnis

Ein Idealist will sich mit seiner Familie in Honduras niederlassen und verwandelt sich in einen tyrannischen Herrscher über sein Reich.

Der idealistische Allie Fox (Harrison Ford) beschließt, sein festgefahrenes Leben in Amerika hinter sich zu lassen. An der Mosquito Coast in Honduras will er mit seiner Familie ein neues Leben aufbauen. Tatsächlich scheint es Allie zunächst zu gelingen, sich fernab der Zivilisation ein kleines Paradies zu erschaffen. Im Lauf der Zeit aber verwandelt sich sein Aussteiger-Idealismus immer stärker in einen Wahn - Allie wird zum tyrannischen Herrscher über sein Reich. Als eines Tages drei bewaffnete Männer in seiner Siedlung auftauchen, eskaliert die Situation ...

Details

Harrison Ford, Helen Mirren, River Phoenix, Jadrien Steele u.a.
Peter Weir
Maurice Jarre
John Seale
Paul Schrader, nach Paul Theroux

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Eis für die Indios
    Der Roman von Paul Theroux liest sich recht spannend. Der Film wird von zwei Superpromis getragen: Helen Mirren und Harrison Ford, es gibt zwei spektakuläre Feuersbrünste und einen Hurrikan. Und trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Anfangs noch ein Gegensatz zwischen Zivilisation und reiner Natur verflacht die Handlung zu einer Familienexpedition in den Dschungel mit einem enthusiastischen Idealisten als Vater, Allie Fox. Das ist die einzige Figur, die etwas an Konturen gewinnt und zwar die eines autoritären Spinners, der jegliche Bodenhaftung verloren hat. Aber Harrison Ford eliminiert gleichzeitig die manchmal aufkommende Spannung durch seine Dauerpredigten. Es quasselt unentwegt. Frau und Kinder verstummen. Helen Mirren verblasst zum Muttchen, das geduldig den Anweisungen ihres Mannes Folge leistet. Erst als nach einer Stunde einige Guerilleros auftauchen, kommt vorübergehend etwas Spannung auf. Die Eisfabrik brennt ab. Aber schnell geht alles wieder ohne Komplikationen weiter. Dazu kommen aber immer wieder eine Reihe von logischen Fragezeichen, die der Roman so nicht zulässt. Das Umweltproblem geht völlig verloren und Harrison Ford gibt den Löffel ab. So treiben Frau und Kinder mit dem zerzausten Boot aufs Meer hinaus… Das ist kein offener Schluss, der ist einfach hohl und leer. Passt allerdings wiederum zu der Idee von Allie Fox, den Indianern im Urwald Speiseeis zu bringen. K.V.