Blade Runner 2049

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Film-Tipps
09/25/2020

Die 18 besten Cyberpunk-Filme aller Zeiten

Der Film Noir des Science-Fiction-Genres hat einige der einflussreichsten Filme hervorgebracht.

von Erwin Schotzger

Cyberpunk ist Science-Fiction in einer dystopischen Zukunft, in der Computer und modernste Technologien die menschliche Gesellschaft nicht unbedingt zum Besseren verändert haben. Dekadenz, Korruption und Verschwörungen sind allgegenwärtig. Oft spielen auch Crime-Elemente, insbesondere Hard-Boiled-Detective-Charaktere, eine wesentliche Rolle. Wichtig für pures Cyberpunk-Feeling ist auch die detailverliebte visuelle Darstellung des durch futuristische Technologien geprägten Lebensalltages in der Zukunft.

Das Subgenre ist sozusagen der Film Noir des Science-Fiction und wird daher auch oft als Future Noir oder Neon Noir bezeichnet. Einige der einflussreichsten Filme werden dem Cyberpunk zugeordnet, wie zum Beispiel die japanischen Anime-Meisterwerke Akira (1988) und Ghost in a Shell (1995). Zu erwähnen wären auch noch die Animationsfilme "Renaissance" (animiert mittels Motion-Capture) und "A Scanner Darkly" (animiert mittels Rotoskopie), beide aus dem Jahr 2006. 

In unseren Top-18 der besten Cyberpunk-Filme aller Zeiten haben wir uns allerdings auf Realfilme beschränkt und dabei festgestellt, dass es nur wenige Science-Fiction-Filme gibt, die wirklich purer Cyberpunk sind:

 

18. Brazil (1985)

Das dystopische Sci-Fi-Meisterwerk von Terry Gilliam wird ebenso wie sein Film "12 Monkeys" immer wieder als Cyberpunk-Film genannt. Bei "12 Monkeys" schließen wir diese Genrezuordnung aus, weil es sich hier eher um einen dystopischen Zeitreise- und Endzeitfilm handelt. Aber alleine die Dystopie macht Cyberpunk nicht aus. "Brazil" hat hingegen starke Cyberpunk-Elemente, denn die Handlung spielt in einer von Technologie geprägten Zukunft. Zudem ist der kleine Angestellte Sam Lowry (Jonathan Pryce) einer mysteriösen Verschwörung auf der Spur. Allerdings ist diese Zukunft vor allem düster und grotesk, aber kaum futuristisch. Für uns fühlen sich beide Filme nicht wirklich nach Cyberpunk, sondern eher nach Steampunk an.

"Brazil" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

17. Ready Player One (2018)

Auch bei "Ready Player One" kommt kein echtes Cyberpunk-Feeling auf, aber dennoch haben wir den Sci-Fi-Blockbuster von Steven Spielberg in unsere Liste aufgenommen. Denn die Welt des Films wird im Jahr 2045 durch Virtual-Reality-Technologie geprägt. Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben findet in der virtuellen Welt der Multiplayer-Simulation Oasis statt. Als der Erfinder James Halliday stirbt, hinterlässt er sein gesamtes Vermögen und die Kontrolle über die Oasis der ersten Person, die drei in der Oasis versteckte Easter Eggs findet. Der jugendliche Wade Watts (Tye Sheridan) löst das erste Rätsel und wird dadurch zum Ziel eines Konzerns, der gerne selbst das wertvollste Unternehmen des Planeten kontrollieren würde. Die großartige Welt der Oasis und vor allem die atemberaubende Jagd nach den versteckten Hinweisen, die Ernest Cline in seinem gleichnamigen Buch schildert, wird im Film von Spielberg leider recht lieblos umgesetzt.

"Ready Player One" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

16. Ghost in a Shell (2017)

In der US-Realverfilmung des legendären Anime, der wiederum auf dem gleichnamigen Manga basiert, spielt Scarlett Johansson die Hauptfigur Major Mira Killian. Sie hat eine andere Herkunft als im Anime und ihr Gegner ist nicht die künstliche Intelligenz namens Puppet Master, sondern der Mensch Kuze. Insgesamt fehlt dem Realfilm im Vergleich zu Manga und Anime auch die Tiefe bei bestimmten gesellschaftlichen Themen, weil hier einfach das persönliche Schicksal von Major im Mittelpunkt steht. Trotzdem ist der US-Film eine solide Action-Verfilmung der japanischen Vorlagen und ein durchaus gelungener Cyberpunk-Film.

"Ghost in a Shell" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

15. Mute (2018)

Regisseur und Drehbuchautor Duncan Jones ("Moon", "Source Code") entwirft in "Mute" eine faszinierende und detailverliebte Cyberpunk-Welt voller Neonlicht und fliegender Autos: Im Berlin des Jahres 2052 verschwindet eines Morgens die Freundin des stummen Barkeepers Leo Beiler (Alexander Skarsgård). Das ist der Auftakt einer ebenso verzweifelten wie hartnäckigen Suche, die Leo an die dunkelsten und gefährlichsten Ecken der pulsierenden Metropole führt. Dabei trifft er unter anderem auf Cactus Bill (Paul Rudd) und Duck (Justin Theroux), zwei Chirurgen und ehemalige Mitglieder der US-Armee. Doch können sie Leo helfen, seine große Liebe wiederzufinden? Oder verfolgen sie ihre eigenen Pläne? 

"Mute" ist bei Netflix zu sehen.

14. eXistenZ (1999)

Meisterhafte Kombination aus Sci-Fi, Action und Horror von Regisseur David Cronenberg: In einer zukünftigen Cyber-Gesellschaft, sind Virtual-Reality-Games angesagt und Allegra Geller (Jennifer Jason Leigh) der Star der Branche. Die Top-Spieledesignerin des Unternehmens Antenna Research hat eine völlig neuartige Technologie entwickelt, die sich über einen Bioport mit dem eigenen Körper verbindet. Als sie bei einer Präsentation attackiert und ihr Spiel beschädigt wird, muss sie mit ihrem in VR-Games unerfahrenen Leibwächter Ted Pikul (Jude Law) in das Spiel, um es zu reparieren. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit.

"eXistenZ" ist zurzeit bei Amazon Prime Video zu sehen.

 

13. Johnny Mnemonic (1995)

"Vernetzt", so der deutsche Titel, ist eine Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte von Cyberpunk-Guru William Gibson, der auch das Drehbuch des Films geschrieben hat. Keanu Reeves spielt die titelgebende Hauptrolle des Datenschmugglers Johnny Mnemonic. In einem Implantat in seinem Gehirn soll er wertvolle Konzerndaten von Peking in die USA schmuggeln. Doch die Datenmenge übertrifft seine Speicherkapazität. Nun muss er die Daten binnen 24 Stunden loswerden, bevor sein Gehirn überlastet wird. Zu allem Übel wird er auch noch von Konzernen und der Untergrundbewegung LoTek gejagt, die ihm die brisanten Daten nur zu gern abnehmen würden.

"Vernetzt - Johnny Mnemonic" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

12. Gattaca (1997)

In der nahen Zukunft können Erbanlagen wie physische und geistige Fähigkeiten, Lebenserwartung und genetische Defekte schon bei der Geburt prognostiziert werden. Wer nicht den idealen genetischen Standards entspricht, ist gesellschaftliche Ausschussware. Gesellschaftlicher Aufstieg ist diesen Menschen verwehrt. Vincent Freeman (Ethan Hawke) ist einer dieser Unglücklichen. Um dennoch seinen Traumjob bei der Gattaca Corporation zu erhalten, nimmt Vincent die Identität von Jerome (Jude Law) an, der durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Von nun an lebt er in ständiger Angst, dass seine falsche Identität durch genetisches Material wie Haare, Hautschuppen oder Urinproben aufgedeckt wird. Dann verliebt er sich auch noch in seine Kollegin Irene (Uma Thurman). Das macht die Sache nicht einfacher, denn Paare checken üblicherweise gegenseitig ihr Genmaterial.

"Gattaca" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

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11. Alita: Battle Angel (2019)

Wie "Ghost in the Shell" verfilmt auch "Alita" ein japanisches Manga: In ferner Zukunft findet der Wissenschaftler und Cyber-Arzt Dr. Ido (Christoph Waltz) einen weiblichen Cyborg auf dem Schrottplatz. Er repariert die Roboterfrau, die keine Erinnerung daran hat wie sie dort hingekommen ist. Bald stellt sich heraus, dass Alita (Rosa Salazar) viel mehr als nur ein alter Cyborg ist. Doch um das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften, muss Alita einige düstere Gestalten bezwingen, die hinter ihr her sind. Regisseur dieses Cyberpunk-Actionfilms ist Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn"), die Drehbuchautoren sind James Cameron ("Terminator") und Laeta Kalogridis, bekannt als Showrunner und Autorin der wahrscheinlich besten Cyberpunk-Serie "Altered Carbon".

"Alita: Battle Angel" ist zurzeit bei Sky X zu sehen und auch bei Amazon Prime Video verfügbar, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

10. In Time (2011)

Unterschätzte Sci-Fi-Action mit guten Cyberpunk-Elementen: Will (Justin Timberlake) gehört zur Unterschicht in einer Zukunft, in der zwar der Tod besiegt, aber Lebenszeit zur einzig gültigen Währung geworden ist. Im Alter von 25 Jahren hören die Menschen auf zu altern, müssen aber an ihrem 26. Geburtstag sterben, wenn sie nicht für mehr Lebenszeit arbeiten. Die in Luxuszonen lebenden Reichen haben Lebenszeit im Überfluss, während die Armen um jede Minute ihres Lebens hart arbeiten müssen. Als Will von einem Fremden ein Vermögen an Lebenszeit geschenkt bekommt, gerät er ins Visier der Zeitwächter. Sie sehen das System bedroht. Doch Will gibt sich nicht so schnell geschlagen.

"In Time" ist zurzeit bei Amazon Prime Video zu sehen.

 

9. Upgrade (2018)

Cyberpunk-Action mit Kultpotenzial für B-Movie-Fans: In der nahen Zukunft ist der Automechaniker Grey Trace (Logan Marshall-Green) eher ein Relikt der Vergangenheit. Automobile werden – wie alles andere auch – längst von KI-Technologien gesteuert. Nach der Attacke einer Straßengang in einem miesen Stadtviertel, bei dem seine Frau getötet wird, ist Grey vom Hals abwärts gelähmt und an den Hightech-Rollstuhl gefesselt. Doch dann taucht der exzentrische Technologie-Guru Eron Keen (Harrison Gilbertson) auf und macht Grey ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann: Die revolutionäre Künstliche Intelligenz (KI) namens STEM kann, einmal in seinen Nacken implantiert, seinen Körper für ihn steuern. Grey nimmt an und begibt sich auf die Suche nach den Mördern seiner Frau. 

"Upgrade" ist zurzeit bei Amazon Prime Video zu sehen.

8. Total Recall – Die totale Erinnerung (1990)

Cyberpunk-Kultfilm nach Philip K. Dick: Der Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) führt ein ruhiges Leben mit seiner attraktiven Ehefrau Lori (Sharon Stone). Da ihn immer wieder Albträume vom besiedelten Nachbarplaneten Mars plagen, entschließt er sich zu einer virtuellen Reise zum Mars mittels Erinnerungsimplantation. Doch bei der Prozedur geht etwas schief. Danach ist im Leben von Quaid nichts mehr wie es war. Er zweifelt an seiner Identität. Um herauszufinden, wer er wirklich ist, muss er eine gefährliche Reise zum Mars antreten. Das kultige Original von Regisseur Paul Verhoeven ist auch heute noch sehenswert, während man das grottenschlechte Remake mit Colin Farell aus dem Jahr 2012 getrost vergessen kann.

"Total Recall" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten. Das eher nicht so sehenswerte Remake ist zurzeit bei Netflix und Sky X zu sehen.

 

7. Dredd (2012)

"Dredd" ist die Cyberpunk-Version des Martial-Arts-Actionfilms "The Raid" (beide Filme sind unabhängig voneinander im selben Jahr entstanden). Action kommt hier genauso wenig zu kurz wie das dystopische World-Building: In der gigantischen Metropole Mega City One herrscht Chaos und Gewalt auf den Straßen. Nur die "Judges" erhalten die Ordnung einigermaßen aufrecht. Sie sind Richter, Geschworene und Henker in einer Person – und Judge Dredd (Karl Urban) ist der Berüchtigtste von ihnen. Dredd will die Drogendealerin und Banden-Chefin Ma-Ma (Lena Headey) verhaften, die in der obersten Etage des Hochhauskomplexes Peach Trees residiert. Ma-Ma findet das gar nicht gut und hetzt sämtliche Bewohner des Hochhauses auf die Cops. Dredd und seine junge Rekrutin Cassandra (Olivia Thirlby) müssen sich Stockwerk für Stockwerk nach oben kämpfen. Cyberpunk-Action vom Feinsten!

"Dredd" ist zurzeit bei Netflix zu sehen.

 

6. Minority Report (2002)

Kaum ein Film kann mit so einem detailverliebten World-Building aufwarten wie der Cyberpunk-Thriller von Steven Spielberg auf Basis einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick. Manche futuristische Details sind 18 Jahre danach sogar schon zur Realität geworden. Die Gedankenpolizei namens Pre-Crime zum Glück aber nicht: Im Jahr 2054 gibt es Mord in den USA nicht mehr. Denn John Anderton (Tom Cruise), der Chef der Spezialeinheit Pre-Crime, analysiert täglich die Visionen der drei Pre-Cogs. Diese mysteriösen Medien können jeden Mord mit ihren hellseherischen Fähigkeiten vorhersehen. Dank der effizienten Einsätze seiner Spezialeinheit werden die Mörder so bereits aus dem Verkehr gezogen, bevor sie die Morde begehen können. Doch eines Tages ist Anderton selbst als Mörder in einer Vision der Pre-Cogs zu sehen. Ihm bleiben 36 Stunden bis zur prognostizierten Tatzeit, um seine Unschuld zu beweisen – und damit auch die Fehlbarkeit des gesamten Systems!

"Minority Report" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

5. Blade Runner 2049 (2017)

Im Kino war die Fortsetzung des Cyberpunk-Kultfilms von Regisseur Denis Villeneuve kein Blockbuster. Genau wie das Original. Doch bei Sci-Fi- und insbesondere Cyberpunk-Fans hatte "Blade Runner 2049" schon nach kurzer Zeit Kultstatus. Genau wie das Original. Die Handlung setzt 30 Jahre nach dem ersten Film ein: Im Jahr 2049 ist die Herstellung von künstlichen Menschen, sogenannten Replikanten, wieder erlaubt, seit das verbesserte Modell "Nexus 9" von dem brillanten Industriellen Niander Wallace (Jared Leto) vorgestellt wurde. Um ältere Modelle aus dem Verkehr zu ziehen, setzt die Polizei von Los Angeles weiterhin "Blade Runner" wie K (Ryan Gosling) ein. Bei seiner Arbeit fördert K Erkenntnisse zutage, die eine enorme Sprengkraft entwickeln. Sie bringen ihn auf die Spur des ehemaligen Blade Runners Rick Deckard (Harrison Ford), der vor 30 Jahren spurlos aus Los Angeles verschwand. 

"Blade Runner 2049" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

4. Strange Days (1995)

Im Kino war dieses unterschätzte Cyberpunk-Meisterwerk von Regisseurin Kathryn Bigelow ("Gefährliche Brandung", "Zero Dark Thirty") zwar ein Flop, aber dieses Schicksal teilt der Film bekanntlich mit vielen Kultfilmen: Der heruntergekommene Ex-Polizist Lenny Nero (Ralph Fiennes) verdient sich seinen Lebensunterhalt als Dealer. Er dealt mit illegal aufgezeichneten Erinnerungen, mit denen seine Kunden die Erlebnisse anderer selbst fühlen und erleben können: ekstatischen Sex, nervenzerfetzende Verfolgungsjagden, Nahtod-Erfahrungen ... wildeste Trips sind ganz ohne Risiko möglich. Als eine befreundete Prostituierte ermordet wird, nachdem sie Lenny eine brisante Erinnerungsdisk übergeben hat, beginnt er Nachforschungen anzustellen – und kommt dabei am Silvestertag des Jahres 1999 in Teufels Küche.

"Strange Days" ist zurzeit leider nur als DVD/ Blu-ray erhältlich.

 

3. Matrix (1999)

Bei "The Matrix" von Lana und Lilly Wachowski (damals noch als The Wachowski Brothers) handelt es sich ja eigentlich um einen postapokalyptischen Endzeitfilm. Immerhin wurde die Menschheit von Maschinen zur Energiequelle degradiert und die menschliche Zivilisation beinahe ausgelöscht. Doch die virtuelle Welt der Matrix, in der Morpheus (Laurence Fishburne), Trinity (Carrie-Anne Moss) und Neo (Keanu Reeves) gegen Agent Smith (Hugo Weaving) und seine Schergen kämpfen, ist ein pures Cyberpunk-Szenario. "Matrix" ist daher ebenso Sci-Fi-Meilenstein wie Cyberpunk-Kultfilm, während es in den Fortsetzungen "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions" eher in Richtung Endzeitfilm geht.

Die "Matrix"-Trilogie ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

2. RoboCop (1987)

Noch ein Sci-Fi-Meilenstein: Paul Verhoevens ziemlich brutaler Actionfilm hat Maßstäbe in mehreren Genres gesetzt. Noch vor Tim Burtons "Batman" (1989) war RoboCop ein knallharter Actionheld, der sich erstmals so richtig nach Superheld angefühlt hat. Aber natürlich zeichnet Verhoeven in diesem Kultfilm auch das faszinierende Bild einer nicht allzu fernen dystopischen Zukunft, die "RoboCop" auch zum Cyberpunk-Juwel macht. Die Neuverfilmung von 2014 ist übrigens nicht gänzlich misslungen (wie das Remake von "Total Recall"), kann aber dem Original nicht das Wasser reichen.

"RoboCop" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

1. Blade Runner (1982)

Ridley Scotts Meisterwerk ist der Cyberpunk-Kultfilm schlechthin. Wenige Filme haben so einen weitreichenden Einfluss auf das Science-Fiction-Genre entwickelt wie "Blade Runner" mit seinem großartigen World-Building und der in unglaublicher Detailverliebtheit geschaffenen futuristischen Film-Noir-Atmosphäre. Aber auch die epische Kombination der Hard-Boiled-Detective-Story mit dem Motiv der unmöglichen Liebe zwischen dem Jäger Rick Deckard (Harrison Ford) und der letztendlich Gejagten Rachael (Sean Young) hat dazu beigetragen, dass der Film über die Jahre zum Kultfilm aufstieg. Ganz abgesehen von der hervorragenden Besetzung. Allerdings hatte "Blade Runner" auch ausgiebig Zeit, um zu reifen: 1982 floppte der Film im Kino und kam nur bei einer Nische von Filmliebhabern wirklich gut an. Erst zehn Jahre später, mit dem "Director's Cut" (1992), wurde der Film zum Kultfilm und stieg schließlich mit dem "Final Cut" (2007) in die Meisterklasse des Sci-Fi-Genres auf.

"Blade Runner: The Final Cut" ist bei Amazon Prime Video zu sehen, aber nicht im Prime-Abo enthalten.

 

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