Regisseur Joel Schumacher, 1939–2020

© REUTERS/Alessandro Bianchi

Todesfall
06/23/2020

Regisseur Joel Schumacher ("Batman Forever", "Flatliners") verstorben

Joel Schumacher, der vor allem in den 90er Jahren seine größten Hollywood-Erfolge feierte, ist nun im Alter von 80 Jahren in New York an Krebs gestorben.

von Alexandra Seibel

Zuerst war er  Kostümbildner bei Woody Allen, dann wurde er zum Star-Regisseur.

Schumacher fiel in der Branche erstmals durch den Film „St. Elmo’s Fire“ (1985) auf, wo er eine Gruppe von Teenagern – darunter Demi Moore, Rob Lowe und Ally Sheedy – porträtierte. „St. Elmo’s Fire“ gilt heute als Klassiker des Teenager-Genres und wird im gleichen Atemzug genannt wie „The Breakfast Club“. Auch seine weiteren beiden Arbeiten, die Teen-Horror-Komödie „The Lost Boys“ (1987) mit Kiefer Sutherland und sein Drama über Nahtoderfahrung in „Flatliners“ (1990) – wieder mit Kiefer Sutherland, weiters Julia Roberts und Kevin Bacon – feierten große Erfolge.

Als ganz besonders großer Hit entpuppte sich sein Thriller „Falling Down“ (1993), in dem ein frustrierter Michael Douglas wutentbrannt zum Gewehr greift, weil er bei McDonald’s kein Frühstück mehr bekommt. „Falling Down“ wurde überwiegend positiv rezensiert, lässt sich aber   als „Angry White Men“-Revenge-Story lesen, in der mit der multikulturellen Umgebung abgerechnet wird.

Batman-Filme

Weiters reüssierte Schumacher mit zwei Grisham-Verfilmungen, „The Client“ (1994) und „A Time to Kill“ (1996), und übernahm nach Tim Burton die „Batman“-Serie: Er legte „Batman Forever“ mit Val Kilmer als Bruce Wayne in der Hauptrolle familienfreundlicher an als die Vorgängerfilme und landete einen Boxoffice-Hit. Der Nachfolgefilm „Batman & Robin“ (1997) wurde gnadenlos verrissen, und Schumacher zog sich aus dem Blockbuster-Filmgeschäft zurück.

Er drehte das Musical „Phantom of the Opera“ (2004) und führte zuletzt bei zwei Episoden von „House of Cards“ Regie. 

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