Im Jahr 1998 konnte sich in Österreich lediglich James Camerons Hollywood-Blockbuster "Titanic" vor "Hinterholz 8" platzieren.
Im Jahr 1998 konnte sich in Österreich lediglich James Camerons Hollywood-Blockbuster "Titanic" vor "Hinterholz 8" platzieren.

© dapd(c) AP

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15 faszinierende Fakten zum 25. Jubiläum von "Titanic"

"Titanic" ist in spektakulärer Bildqualität erneut im Kino zu sehen. Wir präsentieren euch dazu 15 spannende Fakten rund um den Blockbuster.

von

Manuel Simbürger
Manuel Simbürger

02/09/2023, 12:59 PM

Es ist bis heute das berühmteste Schiff der Welt – und leider auch das berühmteste Unglück, das sich in den Weiten des Meeres ereignete: Der Edel-Dampfer Titanic war 1912 das größte Schiff, das bis dato jemals gebaut worden war, zudem galt es als unsinkbar. Groß war also das Selbstbewusstsein, als man in See stach mit insgesamt 2.400 PassagierInnen, die streng in Erste, Zweite und Dritte Klasse unterteilt waren. Als man am 15. April durch Eisberg-Gebiet Kurs aufnahm, ahnte man nichts Schlimmes ...

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Regisseur James Cameron verwebte 1997 das historische Schiffsunglück mit einer fiktiven und höchst bewegenden Liebesgeschichte zwischen dem bettelarmen Jack (Leonardo DiCaprio) und der steinreichen Rose (Kate Winslet), die sich dem unausweichlichen Schicksal beugen müssen.

Die Kulissen waren derart detailgetreu, dass man sich während des Films auf der realen RMS Titanic zu befinden glaubte. Auch die Technik war damals weit ihrer Zeit voraus, der Untergang wird bildgewaltig und nervenaufreibend ausführlich in Szene gesetzt. Ganz großes Kino also und ein unübertroffener Mix aus Katastrophen- und Liebesfilm – auch 25 Jahre nach dem Leinwand-Debüt.

Zum 25. Geburtstag (und pünktlich zum Valentinstag) kehrt der Blockbuster ins Kino zurück – und zwar rundum erneuert: Wie dem menschlichen Größenwahn ein Schnippchen geschlagen wird und wie Jack und Rose drauf und dran sind, die cineastischste Romantik-Bibel aller Zeiten zu verfassen, dürfen wir nun als 4K HDR High-Frame-Rate 3D-Version erleben. Womit ein ohnehin zeitloser Film zum berauschenden Erlebnis werden soll.

Weil aber Bildqualität nicht alles ist, liefern wir euch als als zusätzliches Jubiläumsgeschenk die 15 spannendsten Fakten rund um den Film "Titanic":

Fakt 1: Nein, Jack hätte NICHT überleben können!

Hätte Rose Jack aus dem eiskalten Wasser, in dem die beiden nach dem Untergang treiben, retten können? Hätte er auf ihrem "Tür-Floß" Platz gehabt? Diese Frage spaltet seit 25 Jahren die Filmwelt.

Regisseur Cameron ließ das nicht auf sich sitzen und führte Ende 2022 ein Experiment mit zwei Stuntleuten durch, die die berühmt-berüchtigte Szene nachspielten. Dieses Experiment wurde kürzlich veröffentlicht – und zeigt ganz klar: Jack wäre auf jeden Fall gestorben! Er und Rose hätten gemeinsam auf der Tür keinen Platz gehabt – zumindest nicht auf eine Weise, die beide vorm Erfrieren hätte retten können. Trotzdem gibt Cameron zu: "Ich hätte das Floß kleiner machen sollen."

Fakt 2: Leo und Kate waren nicht erste Wahl

Weder Leonardo DiCaprio noch Kate Winslet waren die erste Wahl von Cameron, als es um die Besetzung des Liebespaares Jack und Rose ging. Für ersten hatte der Regisseur eigentlich Billy Crudup, Stephen Dorff, Matthew McConaughey, Christian Bale und sogar Macaulay Culkin vorgesehen, die alle absagten. DiCaprio gegenüber hatte Cameron zuerst Bedenken aufgrund dessen zickigem Verhalten: Der Schauspieler wollte die Rolle, ohne dafür vorsprechen zu müssen.

Als Rose hätte Cameron gerne Gwyneth Paltrow oder Claire Danes gesehen, die aber ebenfalls kein Interesse am Film hatten. Gut für Winslet: Sowohl für sie als auch DiCaprio bedeutete "Titanic" der internationale Durchbruch. 

Fakt 3: Zwei Schauspieler waren bereits Titanic-erfahren

David Warner, der als Cals (Billy Zane) Kammerdiener Spicer Lovejoy zu sehen ist, hatte bereits beim Film "S.O.S. Titanic" aus dem Jahr 1979 mitgewirkt. Auch Bernard Fox alias Col. Archibald Gracie konnte bereits in der Verfilmung "Die letzte Nacht der Titanic" von 1958 cineastische Erfahrung mit dem Schiffsunglück machen. Er spielte damals den Ausguck Frederick Fleet. 

Fakt 4: Das Auto-Liebesnest gab's tatsächlich

"Titanic" ist für seine detailgenaue Authentizität bekannt, Cameron verbrachte Jahre mit den Recherchen. So gab es den Renault Type CB Coupe de Ville, in dem Jack und Rose Sex haben, auf der echten RMS Titanic tatsächlich. Besitzer war William Carter, ein Passagier der Ersten Klasse. Er kaufte den Renault in Europa und befand sich damit auf dem Heimweg in die USA. Carter überlebte, das Auto blieb aber bis heute verschollen.

Fakt 5: Teppich von derselben Firma wie im Jahr 1912

Wenn wir schon bei Camerons Detail-Versessenheit sind: Der Regisseur ließ den Teppich vor der berühmten Großen Treppe von genau derselben Firma herstellen, die anno 1912 auch für die Teppiche auf der realen Titanic zuständig war. Im Repertoire der Firma befand sich nach wie vor das Originalmuster des Teppichs, wodurch es möglich war, die gleichen Modelle erneut zu produzieren.

Fakt 6: Knallharte Dreharbeiten

Insgesamt 160 Tage umfassten die Dreharbeiten für "Titanic", vorgesehen waren eigentlich 138. Cameron forderte Cast und Crew alles ab, trieb sie bis zum Rand der Erschöpfung – und darüber hinaus. Zahlreiche SchauspielerInnen erlitten Erkältungen oder erkrankten an Influenza (darunter Winslet selbst) oder Niereninfektionen, nachdem sie stundenlang im kalten Wasser gedreht hatten. Einige DarstellerInnen verließen gar die Produktion, drei Stuntmen erlitten Knochenbrüche. Spätestens seit "Titanic" ist James Cameron als einer der strengsten und forderndsten Regisseure Hollywoods bekannt. 

ATLANTIC-HISTORY-TITANIC

Fakt 7: Nie zuvor gezeigte Unterwasser-Aufnahmen

Auch wenn mit Cameron anscheinend nicht gut Kirschen essen war, so sehr wurde auch seine Leidenschaft für das Thema während der Produktion deutlich – und zwar von Beginn an. Er setzte sich dafür ein, mit hochmoderner Technik und einem Team aus russischen, US-amerikanischen und kanadischen WissenschaftlerInnen, FilmtechnikerInnen, Seeleuten und HistorikerInnen den Film durch Originalaufnahmen der echten Titanic aufzuwerten.

Mit einem dafür eigens erbauten Mini-U-Boot tauchten Cameron und sein Team 1995 rund vier Kilometer bis zur gesunkenen Titanic ab und lieferte so nie zuvor gezeigte Aufnahmen des Schiffwracks. 

Fakt 8: 340.000 Liter Wasser für eine Szene

Natürlich wurde auch die Große Treppe dem originalen Vorbild bis ins kleinste Detail nachgebaut. Für die berühmte Szene, in der die Treppe während des Untergangs überschwemmt wird, kamen sagenhafte 340.000 Liter Wasser zum Einsatz. Genauso spektakulär: Cameron und seine Crew mussten diese Szene in nur einem Versuch filmen. Hat augenscheinlich geklappt, wir bekommen heute noch Gänsehaut davon!

Fakt 9: Roses Nackt-Zeichnung stammt von James Cameron

Cameron ist anscheinend nicht nur strenger Regisseur und Technik-Visionär, sondern auch ein begnadeter Zeichner: Denn die berühmte Nackt-Skizze, die Jack von Rose in einem äußerst sinnlichen Moment anfertigt, stammen von Cameron selbst – genauso übrigens wie alle anderen Nacktzeichnungen, die Jack von diversen französischen Damen in seiner Tasche stets bei sich trägt. 

Fakt 10: Der Sternenhimmel wurde nachträglich verändert

Aber sogar Multitalenten wie James Cameron passieren Fehler: Die Anordnung der Sterne am Nachthimmel nach dem Schiffsuntergang sei historisch nicht korrekt, kritisierte der Astrophysiker Neil deGrasse Tyson nach der Veröffentlichung des Films. Dieses Missgeschick ärgerte Perfektion Cameron anscheinend so sehr, dass er im Rahmen der Neuveröffentlichung des Streifens im Jahr 2012 den Himmel nachträglich digital verändern ließ – diesmal mit der korrekten Sternenkonstellation!

Fakt 11: Jack Dawson gab es tatsächlich – so ungefähr

Purer Zufall, denn Cameron wusste davon selbst nichts: Es gab 1912 tatsächlich einen Passagier auf der RMS Titanic mit dem Namen J. Dawson – nur lautete sein Vorname Joseph. Auch er überlebte das Unglück nicht. Seine Grabstätte wird seit dem Erfolg von "Titanic" jährlich von massenhaft Fans besucht. 

Fakt 12: Zwei legendäre Szenen wurden improvisiert!

Kaum zu glauben: Weder die Szene, in der Rose in der Dritten Klasse beim Weitspuck-Wettbewerb teilnimmt, noch Jacks berühmtes Zitat "Ich bin der König der Welt!" standen im Drehbuch (das übrigens ebenfalls von James Cameron verfasst wurde), sondern wurden von Winslet und DiCaprio spontan während des Drehs improvisiert.

Fakt 13: Szenen aus der Vergangenheit dauern genauso lang wie damaliger Untergang

Mindblowing: Alle Szenen im Film, die im Jahr 1912 spielen, haben insgesamt eine Länge von zwei Stunden und vierzig Minuten. Das entspricht genau der Zeitdauer, in der die reale Titanic sank.

Fakt 14: Zahlen, Zahlen, Zahlen!

Mit einem unvorstellbaren Produktionsbudget von 200 Millionen US-Dollar gehört "Titanic" bis heute zu James Camerons teuersten Filmen. Der Großteil davon verschlang natürlich die (damalige) hochmoderne Technik und die detailgetreuen Nachbauten einiger Abschnitte des Schiffes. Insgesamt waren am Film 93 SchauspielerInnen, 67 Firmen und 1294 Crew-MitgliederInnen beteiligt. 

Die Ausgaben haben sich aber im wahrsten Wortsinn ausgezahlt: Insgesamt nahm "Titanic" bis heute 2.194,7 Milliarden US-Dollar ein. Lange Zeit befand er sich damit auf Platz 1 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, bis er von anderen "Avengers: Endgame" und "Avatar: Aufbruch nach Pandora" (ebenfalls ein Cameron-Blockbuster) geschlagen wurde. Überraschend: "Titanic" spielte beinahe 70 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas ein. 

Fakt 15: Preisregen!

Insgesamt sammelte "Titanic" 125 Auszeichnungen, darunter ganze elf Oscars (unter anderem "Bester Film", "Beste Regie", "Beste Spezial Effekte", "Bester Song") – das gelang bis dato sonst nur "Ben-Hur" (1959) und später "Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs" (2003). 

Was aber noch keinem anderen Film davor und danach gelang: "Titanic" heimste zwei Oscar-Nominierungen in den Schauspielerinnen-Kategorien für dieselbe Rolle ein – nämlich sowohl für Kate Winslet ("Beste Hauptdarstellerin") als junge Rose und Gloria Stuart als alte Rose DeWitt Bukater.

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