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05/10/2022

"Where The Scary Things Are"-Trailer: Horror für Online-Ruhm

Ein Monster muss für möglichst viele Online-Likes erhalten. Klar, dass das nicht lange gutgeht ...

von Manuel Simbürger

Horrorfilme sind perfekt geeignet, um zwischen den Zeilen Gesellschaftskritik zu üben. Mit drastischen Bildern und manchmal traumähnlichen und höchst psychologischen Metaphern bieten sie sich perfekt an, um die Tiefen der menschlichen Seele zu erforschen, schwierige Themen leicht verständlich aufzugreifen und den eigenen Ängsten sprichwörtlich ein Gesicht zu geben. Im besten Fall wird das Publikum somit angeregt, über das eigene Leben nachzudenken.

Wenn die Gesellschaftskritik dann auch noch den aktuellen Trend aufnimmt, sich an Kultfilmen der 1980er zu orientieren und diesen Tribut zu zollen, dann kommt ein vergnügliches Genre-Fest heraus, das ein infernalisches, aber doch glaubwürdiges Panorama bietet und Fans zufriedenstellen wird.

Das alles verspricht der Trailer zum Indie-Horrorfilm "Where The Scary Things Are" von Regisseur B. Harrison Smith ("Death House"):

Darum geht's in "Where The Scary Things Are"

Eigentlich sollte man wissen, dass ein stillgelegter Vergnügungspark niemals für lustige und vor allem unbeschwerte Stunden sorgt, vor allem, wenn es draußen auch noch stockfinster ist. Die Clique rund um Teenager Ayla (Selina Flanscha) tut das anscheinend nicht und stößt eben dort auf eine mysteriöse, aber verletzte Kreatur, ein Mutant wie aus einem 80er-Jahre-Horrorfilm.

Zwar sorgen die Kids dafür, dass die Kreatur wieder gesund wird, machen von ihr aber auch schamlos Videos, die sie natürlich sogleich online stellen, denn für Online-Fame und einen Klick-Hit tut man bekanntlich alles (womit auch die Sache mit der Gesellschaftskritik erklärt wäre). Noch dazu arbeiten sie gerade an einem Schulprojekt mit dem Titel "Create Your Own Urban Legend".

Als aber irgendwann der Buzz vorüber ist und sich keiner mehr für das Monster interessiert, wollen sich die Teens keinesfalls damit abfinden – und zwingen die Kreatur dazu, immer abscheulichere Dinge zu tun. Und die Videokamera hält natürlich immer ganz nah drauf ...Obendrein hat Ayla noch eine ganz eigene Vendetta am Plan, für die das Monster eingespannt wird.

Hommage an den 80er-Horror

"Where The Scary Things Are" mutet wie ein Mix aus "Die Goonies" und "Stand By Me" an, aufgepimpt mit einem düsteren Twist. Aber auch die Horror-Coming-Of-Age-Storys "ES" und "Stranger Things" kommen einem in den Sinn. Der Drang von pubertierenden Kids nach Aufmerksamkeit und Online-Berühmtheit, der zum unkontrollierbaren Monster wird, ist zwar wenig subtil, aber trotzdem effektiv. Man darf also gespannt sein!


"Where The Scary Things Are" startet am 28. Juni als VOD in den USA. Wann der Film bei uns veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

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