Nora (2000)

 IRL/GB/I/D 2000
Drama, Romanze, Independent 29.06.2001 106 min.
6.10
Nora (2000)

Porträt der großen Liebe des irischen Schriftstellers James Joyce, Nora Barnacle.

Das Porträt der Frau an James Joyces Seite und die Geschichte einer unmöglichen Liebe: War Nora wirklich das ungebildete Geschöpf - oder war sie die Muse des weltberühmten Schriftstellers? Nora Barnacle, das vermeintlich unbedarfte Dienstmädchen aus Dublin flüchtet 1904 - unverheiratet - mit dem skandalumwitterten Schriftsteller James Joyce aus Irland in eine ungewisse Zukunft. Zeitlebens bleibt sie Weggefährtin des intellektuellen Autors und bis heute ist sie immer wieder Anlass für Spekulationen. Die irische Regisseurin Pat Murphy nahm sich die Biographie der amerikanischen Schriftstellellerin Brenda Maddox zur Vorlage für ihren Film über eine Frau im Schatten eines berühmten Mannes.

Details

Susan Lynch, Ewan McGregor, Kate O'Toole, Andrew Scott, Vinnie McCabe
Pat Murphy
Stanislas Syrewicz
Jean-Francois Robin
Pat Murphy, Gerard Stembridge
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Joyce und Nora
    Die lebenslange Liebe zwischen dem literarischen Genie und dem Dienstmädchen ist stimmungsvoll dargestellt. Und es wird ständig die eigentliche Unmöglichkeit dieser Beziehung herausgearbeitet. Da herrschen Misstrauen und Zwietracht, heftige Gefühlsausbrüche, aber auch obsessive sexuelle Abhängigkeit und es gibt für die damalige Zeit auffallend viele F-Wörter. Der intellektuellen Diskrepanz der beiden Charaktere werden als Anker ihr Selbstbewusstsein und ihre Bodenständigkeit gegenübergestellt. Diese unüberbrückbare Kluft versuchen beide dennoch zu überwinden und scheitern mit einem Sieg vor Augen. Wir erleben einen Dichter (McGregor ähnelt ihm äußerlich nicht im Entferntesten!), der nicht sehr mutig, aber sehr musikalisch ist. Und als ’wilden Jim’ kannte man ihn bisher so nicht. James und Nora machen aus Liebe ständig Fehler, sind hilflos bockig und dennoch wieder Meister im Versöhnen. Aus diesen subjektiven Spannungen heraus entsteht zeitweise im wahrsten Sinne des Wortes eine gewisse spannungsgeladene Atmosphäre, die aber auch Längen aufweist. Leider wird das literarische Talent von James Joyce nur erwähnt, ohne wirklich vorgestellt zu werden. Das menschliche Drama der beiden bekommt hingegen die Oberhand und ist schon beeindruckend.