Max Raabe

Berlin, I Love You

— Berlin, I Love You

Anhand teilweise miteinander verbundenen Geschichten wird vom Lebensgefühl in Berlin erzählt.

1930: Der jüdische Schmied Zishe Breitbart verfügt über ungemeine Kräfte. Deshalb wird er von einem Künstleragenten aus seinem polnischen Dorf geholt und für ein Varieté in Berlin engagiert. In dem "Haus des Okkulten" des Hypnotiseurs Hanussen verkehren in erster Linie Nationalsozialisten. Mit dem zunehmenden Antisemitismus konfrontiert, sucht Breitbart Rat bei einem Rabbi. Er ist überzeugt davon, dass er selbst von Gott auserwählt wurde, um sein Volk vor der großen Gefahr durch die Nazis zu warnen. Es kommt zum Eklat, als Breitbart, der normalerweise auf der Bühne den Siegfried spielt, die Maskerade satt hat und vor dem Publikum seine jüdische Herkunft verkündet.

Im August 1928 wird im Berliner Schiffbauerdamm Bertold Brechts „Dreigroschenoper“ uraufgeführt. Das Stück wird zum vollen Erfolg, was den Urheber dazu veranlasst, sein Werk für eine Filmadaption vorzubereiten. Der Komponist Kurt Weill steht ihm tatkräftig zur Seite, gemeinsam streben sie danach, die „Dreigroschenoper“ auf die große Leinwand zu bringen.

Als Doro ihren Freund Axel erneut in flagranti mit einer anderen Frau erwischt, schmeißt sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung. Doch als er weg ist, merkt sie, dass sie von Axel schwanger ist, und möchte ihn heiraten.Axel lernt in einer Männergruppe den schwulen Walter kennen, der den Wohnungssuchenden zu einer Party einlädt. Dort lernt er dessen ebenfalls schwulen Bekannten Norbert kennen und zieht bei diesem ein. Die beiden Schwulen sind von Axel angetan. Axel ist jedoch heterosexuell und liebt nach wie vor Doro. Als Doro die Suche nach Axel fast aufgeben will, findet sie ihn und den nackten Norbert (er hatte fälschlicherweise gedacht, auf Gegenliebe zu stoßen) bei sich zu Hause. Sie ist zuerst schockiert, später kommen sie und Axel aber doch wieder zusammen und heiraten noch vor der Geburt des gemeinsamen Sohnes.