Sade

 F 2000
Drama, Erotik, Biografie 02.02.2001 100 min.
6.20
Sade

Während der französischen Revolution im Gefängnis inszeniert der berüchtige Marquis de Sade zum letzten Mal ein großes Schauspiel der Lüste.

Paris 1794. Die Französische Revolution ist über die alte Monarchie hinweggerollt, der König ist hingerichtet, und unzählige Adlige, denen der Gang auf die Guillotine möglicherweise noch bevorsteht, vegetieren in Pariser Gefängnissen vor sich hin. Unter ihnen ist auch Sade (Daniel Auteuib~

Der berüchtigte Freigeist und Verfasser der skandalösen "Justine" ist den Jakobinern ebenso suspekt wie früher den Monarchisten. Seine langjährige Geliebte Marie-Constance (Marianne Denicourt) erreicht jedoch, dass er in das Sanatorium Picpus verlegt wird, ein früheres Schloss, das in eine Art Luxusgefängnis der besseren Gesellschaft umgewandelt wurde.

Dort macht Sade eine kostbare Eroberung; er gewinnt die Zuneigung der jungen Emilie (Isild Le Besco). Und bevor der Lauf der Welt draußen endgültig über ihr Schicksal entscheidet, genießt es Sade, vielleicht zum letzten Mal ein großes Schauspiel der Lüste zu inszenieren...

Details

Daniel Auteuil, Marianne Denicourt, Jeanne Balibar, Grégoire Colin, Isild Le Besco, Jean-Pierre Cassel, Philippe Duquesne, Vincent Branchet, Raymond Gérôme
Benoît Jacquot
Francis Poulenc
Beoît Delhomme
Jacques Fieschi, Bernard Minoret, nach Serge Bramly
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Gefangen im Paradies
    Es ist dem Regisseur Benoit Jacquot gelungen unter Mithilfe von Daniel Auteuil und der jungen Isild Le Besco den Namensgeber des Sadismus aus der Schmuddelecke herauszuholen. Der historische Hintergrund (1789 ff) bleibt unwichtig. Die gefangenen Vertreter des Adels können sich in einem ehemaligen Kloster frei bewegen. Später wird hier das irdische Paradies zum Massengrab werden. Am Ende folgt eine Defloration einer Unschuld vom Lande unter Anleitung des Meisters. Man verfährt ziemlich emotionslos eher nach dem Fahrplan einer Gebrauchsanweisung. Daher kommen Voyeure nicht auf ihre Kosten. De Sade, das böse Monster wird hier sensibel, intelligent, lustbetont und unbeirrbar cool gezeigt. Es ist ein Versuch einer Ehrenrettung des Marquis, gespickt mit spitzen Repliken wie ’Kriegen sie bloß keine Kinder meine Liebe. Es verunstaltet den Körper und später stehen sie einer Anzahl von Feinden gegenüber’. Nett anzuschauen.

  • Gefangen im Paradies
    Es ist dem Regisseur Benoit Jacquot gelungen unter Mithilfe von Daniel Auteuil und der jungen Isild Le Besco den Namensgeber des Sadismus aus der Schmuddelecke herauszuholen. Der historische Hintergrund (1789 ff) bleibt unwichtig. Die gefangenen Vertreter des Adels können sich in einem ehemaligen Kloster frei bewegen. Später wird hier das irdische Paradies zum Massengrab werden. Am Ende folgt eine Defloration einer Unschuld vom Lande unter Anleitung des Meisters. Man verfährt ziemlich emotionslos eher nach dem Fahrplan einer Gebrauchsanweisung. Daher kommen Voyeure nicht auf ihre Kosten. De Sade, das böse Monster wird hier sensibel, intelligent, lustbetont und unbeirrbar cool gezeigt. Es ist ein Versuch einer Ehrenrettung des Marquis, gespickt mit spitzen Repliken wie ’Kriegen sie bloß keine Kinder meine Liebe. Es verunstaltet den Körper und später stehen sie einer Anzahl von Feinden gegenüber’. Nett anzuschauen.