Scarface (1982)

 USA 1982
Drama, Thriller, Krimi 170 min.
8.30
Scarface (1982)

Mit diesem Remake des gleichnamigen Howard-Hawks-Klassikers, haben Brian De Palma (Regie), Oliver Stone (Buch) und Al Pacino (als "Narbengesicht" Tony) ihrerseits einen Klassiker des modernen Gangsterfilms geschaffen.

Miami, Anfang der 1980er Jahre. Der kriminelle Kubaner Tony Montana (Al Pacino) kommt als Flüchtling in die USA, wo er ins florierende Drogengeschäft einsteigt. Durch Cleverness, aber auch skrupellose Brutalität macht er sich bald einen Namen. Nach und nach schaltet Tony jeden aus, der seiner Karriere im Weg steht, und avanciert schnell zum mächtigsten Drogenbaron von Miami. Zugleich aber verfällt er selbst dem Stoff, den er verkauft.

Von Drogen zerfressen, beginnt Tony, jedem zu misstrauen, wird immer gieriger und unberechenbarer - bis er einen tödlichen Fehler begeht...

Details

Al Pacino, Michelle Pfeiffer, Steven Bauer, Mary Elizabeth Mastrantonio, Robert Loggia, F. Murray Abraham, u.a.
Brian De Palma
Giorgio Moroder
John A. Alonzo
Oliver Stone

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Narbengesicht
    Brian de Palma hat mit diesem Remake eine Hommage an Howard Hawks gemacht. Das merkt man besonders im bombastischen Ende des Films. Tonio das Narbengesicht geht in seiner Luxusvilla unter und mit ihm verschwindet das zerstörte Haus. Da geht eine ganze Welt unter (Vor der Plastik mit der Aufschrift THE WOLRD IS YOURS).
    Al Pacino ist in der Rolle ganz groß. Vom uneingeschränkten Optimismus des kubanischen Einwanderers zum koksenden armen Hund, der mutterseelen allein auf der Welt ist. Anfang und Ende einer Gangsterkarriere, wobei Ähnlichkeiten mit der Realität durchaus gewollt sind. Er sitzt zum Schluss hinter einem riesengroßen Berg Kokain (seine Geschäftsgrundlage) und zieht sich rein was die Nase fassen kann.
    Neben allen kriminellen Machenschaften wird hier aber auch noch die menschliche Seite der Gangster beleuchtet. Tonys fast inzestuöses Verhältnis z.B. zu seiner Schwester Gina (M.E. Mastrantonio), das ihn zum Mord an seinem einzigen Freund Manny (Steven Bauer) zwingt oder die permanente Ablehnung seiner Mutter. Parallel zu seinen geschäftlichen Erfolgen greift Tonio sich auch Elvira (Michelle Pfeiffer), die Geliebte seines Chefs Frank (Robert Loggia). Treu seinem Motto: ‘erst Geld, das bringt Macht, dann kommen auch die Frauen‘. Sie wird bei Tonio nicht glücklich, kokst und trinkt und merkt eher als er ‘Wir sind Loser, Tonio!‘
    Der Tunnelblick des Ganoven wird deutlich, wenn Tonio in die Enge getrieben wird. In seiner Hybris erkennt er nur einen Ausweg mittels Knarre. (‘Ich sag‘ immer die Wahrheit, sogar wenn ich lüge!‘) Er lebt in einer Welt, in der er die Gesetze macht. Und da pflastern Leichen seinen Weg.
    Sehr gut, superspannend, mit Miami-Feeling. Man wird gepackt. Wuchtiges Kino. Drehbuch von Oliver Stone. Aber Hallo!