Shutter Island

 USA 2010
Drama, Thriller, Krimi, Mystery 26.02.2010 ab 14 138 min.
8.10
Shutter Island

Martin Scorsese zieht die Zuschauer in einen Strudel erschreckender Ereignisse und unerwarteter Wendungen, auf einer Insel, die ein Spital für psychisch kranke Straftäter beherbergt.

US-Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) setzt von Boston über nach Shutter Island. Aus dem dortigen Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter ist eine Patientin verschwunden. Gerade als Daniels und sein neuer Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) mit den Ermittlungen beginnen, bricht ein verheerender Hurrikan los. Die Verbindung zum Festland reißt ab, die Insel versinkt im Chaos...

Nach "Mystic River" (Regie: Clint Eastwood) und "Gone Baby Gone" (Regie: Ben Affleck) die dritte Verfilmung eines Thrillers von Bestseller-Autor Dennis Lehane.

KRITIK

Ein US-Marshall streift 1954 über die sturm- und meeresumtoste Gefängnisinsel Shutter Island, auf der abnorme Rechtsbrecher inhaftiert sind. In erster Linie sollte er eine verschwundene Patientin wiederfinden, doch dieser Auftrag tritt bald in den Hintergrund, weil er von seinen eigenen Dämonen geplagt wird. Zugleich offenbart sich nämlich die Naturkulisse als erstklassige Seelenlandschaft, und auch der labyrinthische Gefängniskomplex führt den Mann immer tiefer ins eigene Innere.
Besonders in den Traumsequenzen entwickelt Martin Scorsese diesmal eine mitreißend halluzinogene Bildsprache, bei deren Umsetzung er hauptsächlich das Spätwerk Buñuels vor Augen hatte. Der Film verfügt zwar über einen Plot, dessen Schlusspointe gerade in den letzten Jahren mehrfach in ähnlicher Weise für Drehbücher herhalten musste, doch von allen vergleichbaren Werken ist "Shutter Island" eines der gelungensten, das zum mehrmaligen Ansehen geradezu herausfordert. Der facettenreich raffinierte Bilderrausch wird bei einer Rückkehr auf die pittoreske Insel immer andere Überraschungen offenbaren: von den porösen Klippenwänden mit ihren Höhlen, die sich als Zugänge ins Unbewusste anzubieten scheinen, bis zum erloschenen Leuchtturm der Vernunft.

franco schedl

Details

Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Elemy Mortimer
Martin Scorsese
Robbie Robertson
Robert Richardson
Laeta Kalogridis
Concorde
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Psychologische Jalousien
    Ein weiterer genialer Streich des Martin Scorsese. In selten gesehener Absolutheit wird hier der Zuschauer verführt. Meistens kennt man die Gründe für die Schizophrenie, sieht das Abgleiten in den Wahn und erfährt dann entweder von Heilung oder Tod. Nicht so hier. Die Traumata als Ursachen werden mysterymäßig eingeblendet und oft mit surrealen Anklängen verfeinert. Man folgt dem US Marshall Daniels (besser denn je Leonardo DiCaprio) bei seinen Untersuchungen, ist schockiert über die Nazi Gräuel und vermutet auf der Insel Versuche am Menschen (lobotomiemäßig). Ben Kingsley und Max von Sydow als behandelnde Wissenschaftler verstärken den Eindruck, dass hier etwas nicht stimme. Wir sehen Emily Mortimer und Patricia Clarkson mit Leos kranken Augen (Hirn). Die Schlüsselszene im Leuchtturm bringt dann eine Wendung, die so unglaublich ist, dass am Ende Diskussionen über Leos tatsächlichen Geisteszustand entstehen könnten. Und dann setzt Scorsese mit dem Schluss noch einen drauf. Das ist so subtil gemacht, dass man zweimal hinschauen muss, um Leos unheilbare Schizophrenie zu erkennen. Seine Lebensbeichte bleibt ohne Wirkung. Er verbalisiert nur ohne erkennende Tiefenwirkung.
    Daneben tobt noch ein Hurrikan durchs Bild und über die Insel, in deren Namen die ‘geschlossenen Jalousien‘ stecken. Man kann also eigentlich weder hinein noch hinausschauen. Tunnelblick mit psychischer Zwangsjacke.
    Hochspannung mit einer schier unglaublichen aber einleuchtenden Lösung. Man verspürt Lust, Dennis Lehanes Roman zu lesen.

  • Sehr stark - 1
    Uff, Dennis Lehane hat ja einen Thriller geschrieben und der ist nun verfilmt worden. Ja kennt wer das Filmplakat? Da ist übrigens der Leuchtturm von Warnemünde in Deutschland zu sehen. Der Film ist so was wie ein Verfilmtes Rätsel, Ärger als jeder Hitchcock Film.

    Die Handlung Mal zu Beginn, die ist verdammt kompliziert:

    Also da ist Mal der US-Marshal EDWARD TEDDY DANIELS (Leonardo DiCaprio). Der hat mit seinem Parter CHUCK AULE (Mark Ruffalo) im Jahr 1954 das Verschwinden der Patientin RACHEL SOLANDO untersucht. Das war in Shutter Island, vor der Küste von Massachusetts, im untergebrachten Ashcliffe Hospital für psychisch gestörte Schwerverbrecher das ein wirklich schlimmer Irrenknast ist.

    Dann kam ein Hurrikan, natürlich kann keiner zurück auf das Festland, sie sind gefangen. DANIELS glaubt dass auf der Insel Experimente durchgeführt werden irgendwas Verbotenes. Zu diesem Zeitpunkt fingen seine Alpträume an. Er hat Halluzinationen seiner Toten Ehefrau und seine Zeit als US-Soldat im Zweiten Weltkrieg wo er im KZ Dachau war, dort hat er Juden befreit.

    Übelkeit und Kopfschmerzen plagen DANIELS. Nach einigen Nachforschungen und Ermittlungen kommt er dahinter dass neben den 66 Patienten die dort im Irrenhaus registriert sind, noch einer da ist, ein 67. Patient, und der ist irgendwie nicht in den Aufzeichnungen.

    Sein früherer Studienkollege George NOYCE (Jackie Earle Haley – vom Film „Watchmen“) hat ihm immer von Menschenversuchen erzählt, von Operationen, geheimen Verschwinden von Patienten usw. Die ganze Spur jedenfalls von DANIELS führt ihn zu ANDREW LAEDDIS (Elias Koteas).

    Das verrate ich aber jetzt nicht was es mit dem Hut hat.

    Nach kurzer Zeit taucht die Patientin auf, doch stimmt trotzdem was hier nicht, AULE benimmt sich komisch, NOYCE der in der Klinik einsitzt wird auch zunehmend komischer. Dann taucht eine RACHEL auf. Auch über die erzähle ich hier nichts das muss man sich im Kino ansehen, ist viel zu spannend.

    DANIELS natürlich lässt sich von nichts aufhalten, Dr. JOHN CAWLEY (Ben Kingsley) spielt eine große Rolle wie Dr. JEREMIAH NAEHRING (Max von Sydow), und der Direktor stellt sich ihm in den Weg (TED LEVINE spielt ihn).

    Und dann fängt der Horror an, Lobotomien und Menschenverachtende Gehirnwaschende Menschenversuche sind die Folge.

    Natürlich gibt s auch eine Auflösung aber die ist in dem 138 Minuten Film viel zu komplex als sie hier zu schildern, ich habe selber Schwierigkeiten gehabt einiges mit zu bekommen, für mich war der Film etwas kompliziert aber wer sich den Film mit einem wandelnden Lexikon ansieht, mit meiner besseren Hälfte, die checkt 10 x mehr als Ich, ja die kann mir immer im Film was erklären.

    Empfehlenswert - 6
    Tja was soll ich sagen? Der Film ist so hochspannend die Auflösung am Ende so was von Spannend. Alleine schon die Szene als er und Chuck am Friedhof sind, flüchten vor dem Sturm dann werden sie gerettet von den Wärtern oder die spannende Szene wo er als Pfleger verleidet in den Trakt C gelangt der aussieht wie ein Höllenloch, wie ein Grusel Horror Kabinett mit Dr. Phibes, uff, echt schlimm, Dazu noch die Stimmung, Also ich habe ich echt festhalten müssen an meiner Alten, die hat schon Kratzspuren gehabt im Gegenzug hat sie mich gekratzt und dauernd gemeint ich geh nie wieder in einen Gruselfilm.

    Der Film ist wirklich hochspannend, sehr innovativ, sehr wenig was nicht passt, ein wahrer Hitchcock Film, einer der Besten die ich je sah und verdient

    97 von 100 Punkten.

    Super gespielt - 5
    Am gruseligsten war das Haus Glaube ich, die alten Giebel, die alten Fenster, die Überdachten Erker, nun es ist ja nicht leicht so eine Alte Hütte zu finden aber man hat sie dann doch gefunden und zwar von alten Entwürfen von einem Gewissen Thomas Story Kirkbride. Der Typ hat dann dafür gesorgt dass sehr viele Nervenheilanstalten so gebaut wurden viel Platz, überdachte Räume, irgendwie gruselig ja dass war schon ein arger Architekt, ein Irrer würde ich heute sagen. Jetzt arbeitest du eh schon mit Irre in der Klinik und dann hast du als armer Pfleger noch dazu eine Arbeitsstätte wo du nicht alleine nach Hause gehen kannst weil alles so gruselig ist.

    Der Typ hat ja damals eine Vision gehabt, der dachte sich, wenn er was schafft dass wie eine Kathedrale wirkt, einfach groß und mächtig, dann kann es als Refugium für viele Leute dienen um ihnen eine friedvolle, elegante, moralisch geordnete Welt zu geben, an der sie sich vorbildhaft ausrichten und orientieren konnten, Na Ja nur zu gruselig war das ganze. Nun einige existieren noch heute, nur sind sie Baufällig und früher wurden dann viele übergelassenen leer stehenden Anstalten verkauft und zu Eigentumswohnungen umgewidmet, nein Danke da wohnen? Übrigens wer an die Schönen Einrichtungsgegenstände im Film denkt und an den altertümlichen Herrschaftssitz, es ist der Turner Hill Golf Club in Ipswich, Massachusetts, ein Areal voller gotischer Elemente, und dort eben spielen lauter Reiche Leute Golf.

    Ja und dann die gruseligen Kostüme, viele Schauspieler hatten nur eine, man hat dann 44 Kostüme angefertigt die nach Pflegerlook Aussehen. Ja so was ist auch nicht übel. Übrigens Ben Kingsley hat selber entschieden was er tragen sollte, Dolores im Film hätte Gelb tragen sollen da hat man sich überlegt was passt und kam auf diese Idee dann ja die hat dass Kleid den ganzen Film getragen. Wer Dolores ist? Überraschung eben.

    Übrigens für Caprio und Ruffalo wurden die alten Anzüge nicht genommen sondern angefertigt, denn die alten Stoffe waren zu schwer und die armen Darsteller dürfen sich ja nicht so anstrengen denke ich Mal, Na Ja macht nichts, sie sehen sehr authentisch aus, aber keine Mode für mich. Die Musik übrigens im Film die ist auch gruselig aber für mich nichts, sie ist mir zu laut, und am Anfang auch, ich musste mir fast die Ohren zu halten, aber sie passt in einigen Szenen sehr gut. Ich hätte halt lieber Oldies gehört, aber egal, die Musik gefällt mir nicht, es ist vieles zu laut, einige Szenen zu blutig.

    Eine Sprinkleranlage hat übrigens den Regen gemacht. Zwei davon waren je 30,5 Meter lang, wurden von Kränen gehalten, ließen Wasser auf einer Fläche von etwa 42 mal 18 Meter herabregnen. Das Wasser kam von Trucks raus, die haben 151.000 Liter Wasser gehabt. Man hat Feuerwehrschläuche verwendet die bis zu 5,6 Bar Druck erzeugen und der Wind erzeugte eine Maschine. Dabei kamen vier Benzin-getriebene Ventilatoren zum Einsatz, die Windgeschwindigkeiten bis zu 128 Stundenkilometer erzeugen konnten“

    Etwas zu blutig - 4
    Der Typ war auch für die größere Spannung im Film verantwortlich. Was ich an dem Film auch so mochte ist dass die Gegend, die Häuser, die Insel, alles gesamt richtig authentisch wirkte. Hier merkte man nichts von übertriebenen Computereffekten nein so richtig Old School ist das ganze gemacht worden und wahrscheinlich ist das ein Mitgrund wieso der Film so gruselig wirkt. Nun ich kenne viele Gruselfilme, und viele guten Thriller und in der letzten Zeit habe ich nur 2 Thriller gesehen einer davon ist „Verblendung“, der Film schockt mich noch heute, und nun der, ich muss sagen die 2 Besten Thriller übrigens der letzten Monate oder 2 Jahre, keine Ahnung jetzt genau.

    Ein gewisser Robert Richardson war dafür verantwortlich dass die Kamera die ganze Expressionistische, gruselige Altertümliche Atmosphäre so einfängt, dass es einem nicht auffällt, das Großaufnahmen nicht störend wirken dass Häuserkanten selbst gruselig wirken dass das im Bild ist was rein soll und gewisse Dinge die etwas auf der Seite sind man noch als Zuseher merkte. Z.B. sein Pflaster auf der Stirne was er getragen hat, die Uhr was stehen geblieben ist, ja dass sind so Kleinigkeiten aber vielleicht waren die eh gewollt.

    Martin wollte z.B. im Film eine gewisse Art des Gruselns mit dem Licht erreichen so dass man z.B. gewisse Dinge im schlechten Licht sieht, genügend um sich zu erschrecken wenn z.B. was knarrt, oder so altmodische Dinge, da zündet einer ein Streichholz an, der eine Typ hinter Gitter ich sage jetzt nicht um was es geht ist da, dann erscheint sein Schatten und kurz zuvor war er weg, dann wieder da, aber man weiß er ist da, ja kann ich schwer erklären es wirkt eigenartig, der Film hat auch in den Szenen wo ein Hurrikan ist, eine sehr gute Wirkung, eben durch Licht und Schatten oder als sich die 2 in der Gruft verstecken vor dem Hurrikan, als sie auf der Insel wo sie sich ja frei bewegen können, nach der Verschwundenen Frau suchen.

    Spannend z.B. auch die eine Szene als ein Papier gefunden wurde wo darauf stand, die Ordnung der 4, und Wer denn nun Patient 67 ist. Das alleine ist schon geheimnisvoll und dann will Ben Kingsley noch den Zettel, als ob er schon was zu verbergen hat, und sehr gut wurde es als Leonardo auf Sydow trifft, der in einem großen Lehnsessel sitzt und den er als wem er kennt den man nicht erkennen möchte, eine Wahre Schreckensfigur, Näheres bitte im Kino ansehen.

    Da war schon eine gewisse Intensität zu spüren. Teilweise war der Film mir etwas zu grauslich, die Szenen mit den gruseligen Kindern der blonden Frau, Blut und Ersoffene zu sehen die gruseligen Rückblenden vom KZ in Dachau, die erfrorenen Leichen da erinnere ich mich mit Schrecken an so einige Kriegsfilme, nun Ich finde, dass sind wirklich heftige Bilder, die zwar keine Zombiefilm Bilder sind, wo man sich ja drauf einstellt, sondern eher So Bilder, die eben auch mit einer Gewissen Intensität eingefangen wurden die dich erschaudern lassen die so richtig drauf halten, und dann wieder doch nicht, und dass ganze im Kino zu sehen meine Güte richtig ekelig und dann das Blut mit Wasser von der Frau, ja da verrate ich wohl zu viel, am Besten im Kino ansehen im Dunklen Saal, wo man lauter Knack Geräusche hört und dauernd flutscht was rum und man dauernd im Film Angst.

    Die Location aussuchen war schwierig, Peddocks Island wurde es dann. Die Insel ist 160 Kilometer vor Boston entfernt und war vor der Ankunft europäischer Siedler von Indianern bewohnt und wurde seit Mitte des 16.Jahrhunderts von Farmern landwirtschaftlich genutzt.

    Re:Sehr stark - 1
    1782 gab es dann ein Gesetz, das oder der „Act Concerning Lunatics“, wurde die Zwangsunterbringung geistesgestörter Menschen in Gefängnissen verboten, entstanden im ganzen Land einige Anstalten. Obwohl es einige fortschrittliche Ausnahmen gab, vor allem die Anstalten der Quäker in Philadelphia, Boston und New York, handelte es sich immer noch um Einrichtungen, die nach heutigem Standard wenig einladend waren. Patienten wurden in Zwangsjacken gesteckt, um ihnen beizubringen, wie ihre Verhaltensauffälligkeiten zu zügeln waren. Sogar Aderlässe und Darmspülungen wurden durchgeführt – all das gehörte zu den üblichen Behandlungsmethoden.

    1859 kam dann die Wende Nummer 2. Man unterschied nun Menschen, die von Geisteskrankheit zu schrecklichen Verbrechen getrieben wurden und man gründete das State Lunatic Asylum for Criminal Convicts.
    Als dann der Sigmund Freud über Kriegstrauma schrieb, kam ein HENRY A. Cotton auf die Idee, die Leute zu operieren und zu zerschnipseln weil er sich dachte wenn ein Organ oder ein Teil entzunden ist, wird man geisteskrank. Uff man kann sich ja so was nicht vorstellen wie in einem Folterfilm.

    In den Dreißigerjahren begann Dr. Egas Moniz, ein portugiesischer Neurologe, mit einer neuen Methode zu experimentieren, die als präfrontale Lobotomie zum Begriff wurde. Was man übrigens in der Wikipedia genauer nachlesen kann. Da durchtrennt man die Nervenfasern hinten im Hirn wo man sagt, da ist das Gefühlszentrum, dass bekommen Schizophrene, der berühmteste war Arnold Schwarzenegger im Film „Totale Erinnerung“.

    Tja übrigens sehr viele Amis haben sich operieren lassen die sich erhofften dass es Ihnen besser geht. Tja es gab dann die Elektroschocktherapie. Tja wie ging es weiter. Bald wurden Medikamente entwickelt. neue wirkungsvolle Neuroleptika entwickelt, darunter Antidepressiva und Antipsychotika. Die hat man heute noch, außer man ist Politiker.


    Und im Film gab es einen Berater. Dr. James Gilligan. Er hatte in den Siebzigerjahren in Massachusetts das Bridgewater State Hospital, eine Anstalt für psychisch gestörte Straftäter, geleitet. Das Bundesgericht hatte damals den Bundesstaat Massachusetts veranlasst, es Mitgliedern der Fakultät der Harvard Medical School unter der Leitung von Dr. Gilligan zu ermöglichen, Behandlungsprogramme für Bridgewater zu entwickeln. Damit sollte dort die Versorgung psychisch kranker Patienten verbessert werden. Seitdem gehörte Dr. Gilligan zu den treibenden Kräften in der Reformierung von Einrichtungen für psychisch Kranke wie auch von Strafanstalten – und das nicht nur in Amerika, sondern weltweit.

    Definitiv Super - 2
    "Shutter Island" ist schon der vierte Film in Folge, bei dem Martin Scorsese ("Goodfellas") mit Leonardo DiCaprio ("Aviator") als Hauptdarsteller arbeitet. Und während bei "Gangs of New York", der ersten Kollaboration der beiden, noch viele an dem als "Titanic"-Milchbubi verschriebenen Schauspieler gezweifelt haben, kann die Zusammenarbeit Scorsese/DiCaprio mittlerweile als eine der fruchtbarsten der jüngeren Filmgeschichte betrachtet werden, die bereits mit zahlreichen Oscar-Nominierungen und -Auszeichnungen und beachtlichem finanziellem Erfolg belohnt wurde. Doch auch wenn "Shutter Island" in den USA bereits die Kassen klingeln ließ, kommt er leider zu spät für die aktuelle Oscar-Saison und wahrscheinlich zu früh für die nächste. Dabei hätte der Film sicher gute Chancen gehabt, denn sowohl Scorsese als auch DiCaprio und die anderen Darsteller sind hier in absoluter Bestform.

    Ich erzähle euch mal was über den Film was sich so im Hintergrund abspielt, und das wird lange dauern:

    Also als dann der Roman „Mystic River“ fertig war, Eastwood hat ihn verfilmt, dachte Dennis sich, he machen wir Mal was anderes. Er hat sich auf seine 6 Buchstaben gehockt und einen Düsteren Roman geschrieben der in den 50 er Jahren spielte. Im Buch spielt sich die ganze Handlung in 4 Tagen ab, und die Story spielt eben auf einem Irrenhaus auf einer Insel.

    Wie im Buch so ungefähr geht es hier um das Verschwinden einer Patientin aus einer geschützten Anstalt. 2003 als das Buch raus kam war es ein Bestseller in den USA, der Kritiker JANET MASLIN meinte, dass ist einer der Besten Bücher die er kennt. Der Film ist ungefähr so spannend wie ein David Fincher Film. Aber dazu später mehr.

    Nach 2003 ging es um die Rechte, die sind ja nicht immer so einfach zu bekommen. Der Chef von Phoenix Pictures hat dem Herrn Fischer geholfen die Rechte zu bekommen. Arnold W. Messer der Geschäftspartner stieß dann dazu und dann haben sie es geschafft, endlich waren die Rechte gekauft. Was gar nicht so einfach war.

    Kurz danach besuchte Fischer die LAETA KALOGRIDIS, eine Drehbuchschreiberin die einen meiner Lieblingsfilme, nämlich „Pathfinder – Fährte des Kriegers“ geschrieben hat, Also das Drehbuch. Die war natürlich super Happy und hat sich gleich hingesetzt. Sie hat in den Film die Halluzinationen und Rückblicke eingearbeitet.

    Produzent Fischer hat sich sehr gefreut als sie fertig war, sie hat das Drehbuch sehr gut geschrieben wie ich Persönlich finde, es ist sehr vielschichtig geworden, und hat in der Handlung ein Gutes Gleichgewicht rein gebracht nicht so wie in vielen anderen Filmen wo alles drunter und Drüber geht.

    Da Produzent Fischer ein Martin Scorsese Fan ist wie auch ich, hat er ihn gleich angerufen und tja, der Rest ist Geschichte. Der war gerade arbeitslos, Also er hatte nicht viel zu tun und hat gleich zugesagt. Und er hatte einen guten Gedanken, einer seiner Lieblingsfilme „Das Kabinett des Dr. Caligari“ aus 1920 sollte ein bisschen Vorbild sein, ich finde den Film auch übrigens gut aber zu surrealistisch, das ist nichts für mich, obwohl ich viele Stummfilme habe und sammle.

    Scorsese dachte sich dass er den Film ein bisschen Düster macht, eine Art Film Noir, und es ist ihm gut gelungen. Er hat sich an seine Lieblingsfilme „Laura“ aus 1944 erinnert, „Goldenes Gift“ aus 1947, und hat dann bald angefangen zu drehen.

    Da ja Scorsese und Caprio Freunde sind, mußte er ihm auch nicht so viel sagen, er hat ihm einfach viel überlassen und Leonardo konnte sich in dem Film gut entfalten. Und man sieht das, man muss ja nicht immer Anweisungen geben wenn der Schauspieler eh ein guter ist und selbständig denken kann was ja sehr selten oft ist in Filmen.

  • sehr schwacher film
    Eine Mischung aus "Einer flog über das Guckucksnest" und The Others.
    nach 2/3 der zeit steht das ende fest. eine wirklich überraschende Wendung zum Ende hin erspart uns Scorsese, obwohl man dafür sehr dankbar gewesen wäre.
    So aber endet der film ohne richtig ein ende zu haben und man ärgert sich, nicht schon nach 30min den Saal verlassen zu haben.
    mein Resümee: Zeitverschwendung!

  • Sehenswert!
    Sehr guter Film, habe aber festgestellt, dass es eher ein Film für Frauen ist. Manchen Männern ist er zu "psycho"und es fehlt ihnen die Action. Di Caprio spielt super, ebenso Kingsley. Sehr spannender Film, gut aufgebaut, finde ihn auch nicht zu langatmig und die Szenen der Landschaft sind toll, man spürt die düstere Atmosphäre.

  • Brainwashed?
    Den Erstrezensionen ist nur noch hinzuzufügen, daß nach Ende des Films man sich noch stundenlang ständig dabei erwischt, seine persönliche Umgebung nach Manipulationen diverser Art abzusuchen. So abwegig ist das Thema des Filmes nämlich gar nicht! Erschreckend... Klasse gemacht, mein Favorit bisher in 2010. Auch wer DiCaprio nicht so sehr schätzt, sollte Shutter Island nicht auslassen.

  • sehr sehenswert
    martin scorsese gelingt es - wieder mal mit seinem bevorzugten hauptdarsteller leo di caprio - ein schönes stück suspense auf die leinwand zu zaubern und für einen überraschungseffekt am ende des filmes zu sorgen. wer wohlige schauer und spannung mag, nicht unbedingt auf action wartet und gut beobachten kann, wird sich bestens unterhalten!