Spartacus (1960)

 USA 1960
Drama, Romanze, Kultfilme, Kostümfilm, Abenteuer, Action, Biografie 196 min.
7.90
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Der Römer Batiatus kauft Spartacus für seine römische Gladiatorenschule. Dort entfesselt dieser eine Revolte. Glanzvolles Historienepos von Stanley Kubrick - mit Kirk Douglas, Peter Ustinov u.a.

Auf der Suche nach neuem "Futter" für seine Gladiatorenschule in Rom entdeckt der geschäftstüchtige Sklavenhändler Lentulus Batiatus in einem libyschen Steinbruch den thrakischen Sklaven Spartacus, der wegen Angriffs auf einen Wärter zu Tode gepeitscht werden soll und kauft den gut gebauten und kräftigen Mann für seine Schule an. An seinem neuen Arbeitsplatz verliebt sich Spartacus Hals über Kopf in die schöne Sklavin Varinia. Aber für die Liebe bleibt wenig Zeit. Der einflussreiche Patrizier Marcus Crassus besucht mit einigen Damen der römischen Aristokratie Batiatus' Schule. Ein Kampf wird schnell organisiert - und wie immer geht es auf Leben und Tod. Spartacus, schon besiegt und damit nach den Regeln rettungslos verloren, wird aber von dem schwarzen Hünen Draba verschont. Stattdessen stößt er Verwünschungen gegen die blutgierigen hohen Herrschaften auf der Empore aus.

Um sich für entgangene Freuden zu entschädigen, kauft Crassus Varinia. Tief beeindruckt vom Mut des Draba und gleichzeitig verzweifelt über den Verlust Varinias entfesselt Spartacus eine Revolte der Gladiatoren. Sie können sich befreien, schließen sich mit anderen Sklaven zu einer Armee zusammen und können den Ansturm eines römischen Heeres nicht nur aufhalten, sondern zunächst den Feind vernichtend schlagen. Ihre Hoffnung aber, an Bord von Piratenschiffen Italien verlassen zu können, macht ein Verräter zunichte. In der Entscheidungsschlacht bleibt Crassus, inzwischen zum Konsul aufgestiegen, siegreich.

Die meisten der Sklaven sterben, die Überlebenden geraten in Gefangenschaft. Obwohl sie versuchen ihren Anführer zu retten, wartet auf Spartacus ein grausamer Tod am Kreuz. Bevor er stirbt, sieht er zum ersten und einzigen Mal seinen kleinen Sohn, den Varinia inzwischen zur Welt gebracht hat. Gracchus, ein römischer Senator, hat dafür gesorgt , dass Varinia und ihr Kind als freie Menschen in Aquitanien ein neues Leben beginnen können.

Details

Kirk Douglas, Jean Simmons, Peter Ustinov, Laurence Olivier, Tony Curtis, u.a.
Stanley Kubrick
Alex North
Russell Metty
Dalton Trumbo, nach dem Roman von Howard Fast

Kritiken

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User Kritiken

  • Der Heilsbringer
    Einer der ‘Big Six‘ der klassischen Sandalenfilme. Nicht nur wegen seiner absoluten Monumentalität, sondern auch wegen seiner schier endlosen Liste an Top Stars. Manche wurden es erst danach, andere nutzten den Film als weiteren Edelstein in ihrer Schauspielkrone.
    Dass dabei die historische Wahrheit auf der Strecke blieb, ist obsolet. So ist eben Hollywood. Dafür gibt es eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen Kirk Douglas und Jean Simmons. Und was noch wichtiger ist: sie bekommen Nachwuchs! Und der – und das war im Kalten Krieg Anno 1960 wichtig – wird in Freiheit leben. Vater Spartakus gibt den unnachgiebigen Rebellen, der sein Leben für Freiheit und Menschlichkeit opfert. Die Kreuzigungsszene am Schluss als Jean Simmons dem sterbenden Kirk Douglas seinen Neugeborenen entgegenhält, hat fast Anklänge von Soteriologie: Spartakus als erlösender Heilsbringer. Und den Zuschauern wurden damals die Augen feucht. Ein Teil des publikumswirksamen Erfolges beruht auf der Betonung der menschlichen Komponente bei vielen kleinen Einzelschicksalen und der dazu im Gegensatz stehenden Brutalität der Herrschenden. Dass sich das auszahlt, wussten auch die Macher der neuesten klassischen Filme aus diesem Genre, so zwischen 2000 und 2007. Sie konnten aber Stanley Kubricks Film nicht übertreffen. Das hier ist ganz großes Kino für die Ewigkeit.