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07/28/2021

Die 10 besten Fantasy-Serien auf Netflix

Du hast genug vom grauen Alltag und der immer selben Routine? Wir verschreiben dir fantastische Abenteuer in serieller Form.

von Manuel Simbürger

Viele Wege führen nach Rom – und mindestens ebenso viele zum Eskapismus. Auch Netflix hat erkannt, dass sich Fantasy-Stoffe längst aus der Nerd-Ecke herauskatapultiert haben. Dank "Der Herr der Ringe" und "Harry Potter" sind Zwerge, Ritter, Trolle, MagierInnen, Drachen und Elfen massentauglich geworden. Ein gutes Beispiel dafür, dass Netflix mit fremden Welten auf das richtige Pferd setzt, ist "The Witcher": Das Fantasy-Spektakel mit Henry Cavill gehört zu den erfolgreichsten Serien des Streaming-Dienstes. 

Keine Sorge: Fantasy-Serien stehen Fantasy-Filmen in Sachen Epik und Opulenz (meist) um nichts nach. Im Gegenteil: Das serielle Format ermöglicht es uns, noch tiefer in eine außergewöhnliche Welt einzutauchen, die Unvorstellbares möglich macht.

Die 10 besten Fantasy-Serien auf Netflix:

Sweet Tooth (seit 2021)

Die Geschichte eines Jungen, der sich am Ende der Welt wiederfand – und eine Geschichte, die uns aus aktuellem Anlass eine Gänsehaut der ganz besonderen Art beschert: In naher Zukunft geht ein Virus um, das die gesamte Menschheit langsam auslöscht. Aus unerklärlichen Gründen werden Hybriden geboren – Kinder, die als Mischwesen aus Mensch und Tier auf die Welt kommen und von vielen Menschen gefürchtet und gejagt werden. Einer von ihnen ist Gus: halb Mensch, halb Hirsch. Auf der Reise durch ganz Amerika sucht er Antworten – über seine Herkunft und darüber, was Zuhause wirklich bedeutet. 

Basierend auf einer DC-Comicreihe ist "Sweet Tooth" ein postapokalyptisches Märchen über Toleranz, Fremdenhass und Heimat. Die Atmosphäre ist bedrückend, die Bildsprache umwerfend, die Gewaltszenen überraschend brutal – und die Figuren eine sozio-kulturelle Verhaltensstudie unter dem Brennglas. Trotzdem geht's auch immer wieder mit befreiender Leichtigkeit zu – vielleicht auch deshalb, weil Robert Downey Jr. als Produzent seine Finger im Spiel hatte.

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Trolljäger: Geschichten aus Arcadia (2016-2018)

Der Fantasie des Meistererzählers Guillermo del Toro sind in der epischen Saga "Trolljäger" von DreamWorks, in dem zwei unterschiedliche Welten aufeinandertreffen, keine Grenzen gesetzt. Versehentlich gelangt Jim Lake. Jr., ein ganz gewöhnlicher Teenager, in die geheime Welt mächtiger Trolle. Völlig unvorbereitet wird er zum Trolljäger, als er die guten Trolle vor mächtigen Feinden beschützen muss. In Begleitung seiner (Menschen- und Troll-)FreundInnen stürzt sich der 15-jährige Held kopfüber in eine fantastische Welt voller erstaunlicher Kreaturen, glorreicher Städte und erbitterter Feinde – nach dem Matheunterricht. 

"Trolljäger" ist ein herzerwärmendes und liebevolles Heldenepos, das das Genre der Animationsserien durch gewagte Handlungsstränge und atemberaubende Szenenbilder auf die nächste Ebene katapultiert. Eine Abenteuerserie für die ganze Familie, die auch schon mal zu Tränen rührt.

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The Witcher (seit 2019)

Die Fantasy-Serie basiert auf den polnischen Bestsellern von Andrzej Sapkowski und konnte bereits als Game-Adaption eine riesige Fangemeinde hinter sich versammeln. Auch bei Netflix katapultierte sich "The Witcher" – wahrscheinlich nicht zuletzt wegen Hauptdarsteller Henry "Superman" Cavill – in die Top 3 der erfolgreichsten Serien des Streaming-Giganten. Die Abenteuer rund um den wortkargen Hexer Geralt von Riva werden mit energischer Wucht, ausschweifender Action und brutaler Gewalt in Szene gesetzt, die Märchen- und Sagen-Monster lassen Horror-Fans zufrieden nicken. Dazwischen sorgt gelungener Humor fürs Aufatmen.

Eine zutiefst gespaltene Gesellschaft, eine Welt, in der Menschen oft die größten Monster sind, und eine auf mehreren Zeitebenen erzählende Handlung lassen "The Witcher" jedoch nicht zur brachialen Schlacht-Orgie verkommen, sondern verleihen ihm einen komplexen, gesellschaftskritischen sowie auch zart philosophischen Überbau, der trotz all der Düsterheit sogar Hoffnung aufkommen lässt. Ach ja: Sex gibt's auch.

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Fate: The Winx Saga (seit 2021)

Die auf der italienischen (!) Zeichentrickserie "Winx Club" basierende Young-Adult-Fantasy-Serie erzählt die Coming-of-Age-Geschichte fünf junger Feen, die in einer Parallelwelt die Feenschule Alfea besuchen, um dort zu lernen, ihre Fähigkeiten zu beherrschen. Gleichzeitig bekommen sie es mit der Liebe, Rivalitäten und existenzbedrohenden Monstern zu tun.

Zwar durchaus kontrovers unter Fantasy-LiebhaberInnen aufgenommen, verdient "Fate: The Winx Saga" es durchaus, zumindest mal einen Blick hineinzuwerfen: Die Serie bietet sympathische DarstellerInnen und kurzweilige Unterhaltung, die nicht weh tut. Und manchmal ist es genau das, was wir brauchen.

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Outlander (seit 2014)

Noch nie war Fantasy romantischer: Die Roman-Reihe "Highland-Saga" von Diana Gabaldon erfreute sich bereits vor der Serie großer Beliebtheit, konnte aber dank dem Erfolg der Serie nochmals an Popularität zulegen. Der Mix aus Fantasy, Kriegs-Drama und Herz-Schmerz-Romanze, der den schmalen Grat zwischen Kitsch und emotionalem Kunstwerk würdevoll meistert, lässt auch die Serie zum Guilty Pleasure ohne Guilty-Aspekt werden.

Die Lovestory rund um Krankenschwester Claire, die durch die Zeit reist und bald zwischen zwei Männern steht, wird ebenso episch wie opulent in Szene gesetzt und macht – auch dank spannender Cliffhanger – schnell süchtig. Toll: Endlich wird ein Fantasy-Epos aus (vielschichtiger) weiblicher Sicht erzählt! Die männlichen Hauptdarsteller sind dementsprechend Wellness für müde Zuseher*innen-Augen. Und: Die Liebesszenen sind überraschend heiß!

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Shadow and Bone (seit 2021)

"Shadow and Bone" ist eine Serien-Adaption der Grisha-Trilogie und der Krähen-Dilogie der Autorin Leigh Bardugo. Die Story spielt in einer Welt, die vom Krieg gespalten ist. Die undurchdringliche Schattenflur – eine dunkle Wolkenwand, in der tödliche Bestien lauern – trennt das Land. In diesem Land leben auch die polarisierenden Grisha: Menschen, die über die Fähigkeit verfügen, Elemente wie Wind und Feuer zu bändigen. Bei einem Überquerungsversuch der Schattenflur entdeckt die Waise Alina Starkov, dass sie selbst eine Grisha ist und sogar das Licht bändigen kann. Bald wird Alina von allen Seiten gejagt. Wem kann sie noch trauen? 

Das sowohl von Publikum als auch KritikerInnen sehr positiv aufgenommene Fantasy-Drama besticht durch eine spannend-düstere Magie-Welt, ein detailverliebtes Universum und vielschichtigen Figuren. Trotz der Zuordnung zum Young-Fantasy-Genre geht's in "Shadow and Bone" zumindest zwischen den Zeilen auch um Misshandlung, Korruption, Manipulation, Menschenhandel und die Macht der Propaganda. Die Kampfszenen sind ein perfekt choreographiertes Ballett.

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Disenchantment (seit 2018)

Wer Fantasy liebt und auch noch ein Fan von den "Simpsons" ist, für den ist "Disenchantment" wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammen: Die von Matt Groening erdachte Animationsserie persifliert auf herrlich respektlose, unkonventionelle und mit typischem Groening-Humor (und Zeichenstil) gewürzte Art und Weise das Fantasy- und Märchen-Genre und nimmt wirklich jedes erdenkliche Klischee über Drachen, Prinzessinnen, Ritter und sonstige fantastische Wesen aufs Korn. Lebendig, geistreich, bitterböse und bravourös überdreht – nicht umsonst lautet der Serientitel übersetzt "Entzauberung".

Es geht um die trinkfeste Prinzessin Bean, die im mittelalterlichen Zauberland Dreamland wohnt, aber von einem fad-royalen Leben so gar nix hält. Lieber schmeißt sie sich gemeinsam mit ihrem temperamentvollen Elfenkameraden Elfo und ihrem persönlichen Dämon Luci in ein aberwitziges Abenteuer nach dem anderen.

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Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands (2019)

Die Puppen-Fantasy ist ein Prequel zum wegweisenden Film aus dem Jahr 1982 von "Muppets"-Mastermind Jim Henson und ist ebenso wie der Vorgänger ein episches Kunststück sowie eine nostalgisch-poetische Hymne über die Magie der Kindheit, gewürzt mit einer dringend notwendigen Öko-Botschaft: Die Welt von Thra liegt im Sterben, weil der mächtige Kristall der Wahrheit durch die bösen Skekse korrumpiert wurde. Drei Gelflinge begeben sich auf eine legendäre Reise, um das Feuer der Rebellion zu entfachen und ihre Welt zu retten.

Angenehm mehrere Kilometer von seelenlosem CGI-Getöse entfernt (auch wenn es ganz ohne Computertricks auch hier nicht geht), orientiert sich "Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands" am im besten Sinne altmodischen Look des Originals. Wir werden behutsam in eine detailreiche und fremde Welt geworfen, die auf eigentümliche Weise doch vertraut anmutet und die Simplizität alter Tage zelebriert. Die Puppen sind derart menschlich, dass man sie sofort ins Herz schließt. Zurecht mit einem Emmy ausgezeichnet!

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Merlin – Die neuen Abenteuer (2008-2012)

Die Sage rund um Prinz Arthur und Magier Merlin wurde bereits zigfach für Kino und TV adaptiert und auch in Romanen mehrmals erzählt. Macht nix, uns gefällt sie immer noch, besonders, wenn sie klassisch, aber gleichzeitig doch modern erzählt wird – wie in "Merlin – Die neuen Abenteuer": Der titelgebende Zauberlehrling muss geheim seine Kräfte trainieren, da im mittelalterlichen Camelot die Ausübung von Magie mit dem Tod bestraft wird. Bald trifft er auf König Arthur. Die beiden können sich zwar anfangs so gar nicht riechen, aber mühsam raufen sie sich zusammen – auch deshalb, weil es Merlins Schicksal ist, Arthur zu schützen und ihm auf seinem vorbestimmten Weg zur Seite zu stehen...

Die Serie ist eine Rückbesinnung auf das klassische Fantasy-Genre, ohne aber angestaubt zu wirken, dank gelungenem (britischem) Humor, konstanter Spannung und nicht zu verleugnenden homoerotischen Subtexten. Mit der Zeit wird die Serie immer düsterer, der Märchen-typische Gut-Böse-Dualismus wird aber stets aufrecht erhalten. Fantasy-Fans können hier nicht viel falsch machen – aber Achtung: Die "neuen Abenteuer" orientieren sich zwar an der Arthur-Saga, nehmen sich aber große dramaturgische Freiheiten heraus!

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Shadowhunters (2016-2019)

Basierend auf der Bestseller-Buchreihe "The Mortal Instruments" von Cassandra Clare erzählt "Shadowhunters" von Clary Fray, die an ihrem 18. Geburtstag entdeckt, dass sie aus einer langen Reihe von sogenannten Schattenjägern stammt – Menschen, die mit Engelsblut geboren wurden und die Menschheit vor Dämonen schützen.

Als ihre Mutter Jocelyn von einem mächtigen Feind aus ihrer Vergangenheit entführt wird, wird Clary vom charmanten und eigenwilligen Schattenjäger Jace Wayland in ein neues Leben der Dämonenjagd eingeführt. Clary lebt nun in der Schattenwelt zwischen Hexenmeistern, Vampiren, Werwölfen und Feen und beginnt eine Reise der Selbstfindung, während sie gleichzeitig mehr über ihre Vergangenheit und ihre Zukunft erfährt. Spannendes sowie düsteres Young-Adult-Fantasy-Popcorn!

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