© Philippe Bosse/Netflix

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12/22/2021

Holy Pride: Die 5 schönsten queeren Weihnachtsfilme

Diese Titel glitzern genauso regenbogenbunt wie der schönste Weihnachtsbaum der Welt. Denn das Fest der Liebe hat viele Gesichter.

von Manuel Simbürger

Traditionell-kitschige Weihnachtsfilme sind nicht nur so süß, dass man beim Anschauen glaubt, davon Karies zu bekommen, sie spielen einem auch die heile Welt vor. Das ist okay, besonders zu Weihnachten (und in "Zeiten wie diesen", wie es so schön heißt) lechzen wir nach harmoniegetünktem Eskapismus und flüchten gerne in eine Welt, in der das größte Problem ist, dass der Eierlikör schon wieder alle ist.

Sieht man aber genauer hin, wird in diesen Filmen alles andere als eine perfekte Realität gezeigt, denn: fast alle von ihnen präsentieren eine heteronormative Welt, in der Diversity sich höchstens auf ein vielfältig-üppiges Weihnachtsmahl bezieht (nicht, dass wir solch einem abgeneigt wären!).

LGBTIQ-Figuren sucht man aber in Weihnachtsfilmen in den allermeisten Fällen vergeblich, und das ist gleich aus mehren Gründen schade. Schließlich ist Weihnachten der Fest der Liebe – und wir alle wissen, sagen wir es laut gemeinsam: Die Liebe hat viele Gesichter. Auch unterm Christbaum, der ja selbst ohnehin alle Regenbogen-Farben spiegelt. 

Die 5 besten LGBTIQ Weihnachtsfilme:

Single all the way (2021)

Da Peter (Michael Urie) unbedingt den Sprüchen seiner Familie über sein dauerhaftes Singledasein entgehen will, überzeugt er seinen besten Freund Nick (Philemon Chambers), sich an den Feiertagen als sein Lebensgefährte auszugeben. Doch der Plan geht nach hinten los, als seine Mutter (Kathy Najimy) für ihn ein Blind Date mit ihrem attraktiven Trainer James (Luke Macfarlane) organisiert. 

In der Tradition beliebter Weihnachtsfilme wie "Holidate" präsentiert Netflix endlich eine Feiertags-Eigenproduktion mit queerem Hauptcast. Romantisch, leicht verdaulich und überaus sympathisch – und mit Gay-Ikone Jennifer Coolidge!

Kein Wunder, dass Michael Urie den Film mit den Worten, er sei "das Schwulste, das Weihnachten seit Mariah passiert ist", in einem Interview mit "Entertainment Weekly" bewarb.

"Single all the way" ist auf Netflix zu sehen. 

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Happiest Season (2020)

Man mag es nicht glauben, aber "Happiest Season" aus dem Jahr 2020 (!) ist der allererste (!!) Weihnachtsfilm aus Hollywood, in dem ein lesbisches Pärchen im Mittelpunkt steht. Lang hat's gedauert, dafür ist das Ergebnis umso gelungener ausgefallen – und erfolgreicher: Wohl auch dank Kristen Stewart in der Hauptrolle war die tiefgründig-pointierte Komödie mit ernsten Tönen ein großer Erfolg in den USA, der viel Aufmerksamkeit zuteil wurde. 

Es geht um Abby (Stewart), die ihrer Freundin Harper (Mackenzie Davis) während der Weihnachtsfeiertage einen Heiratsantrag machen möchte. Der Plan allerdings wird kompliziert, als Harper ihr auf dem Weg zu ihrer Familie offenbart, dass ihre konservativen Eltern nichts von ihrer gemeinsamen Beziehung wissen ...

"Happiest Season" kannst du auf Amazon Prime kaufen. 

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Eine schöne Bescherung (2015)

Der Indie-Film über ein schwules Paar, das zu Weihnachten seinen Eltern beichtet, dass sie mithilfe einer guten Freundin ein Kind erwarten und dieses auch mit ihr aufziehen möchten, war ein Überraschungserfolg in seinem Produktionsland Schweden und brachte endlich etwas Regenbogen in die immer ähnliche Weihnachtsthematik.

"Eine schöne Bescherung" schafft den schwierigen Spagat zwischen Schenkelklopfer-Humor und herzzerreißender Dramatik und überzeugt mit tollen DarstellerInnen, einer rasanten Inszenierung sowie dem Mut, in einem Feiertagsfilm auch ernste Themen anzusprechen. Regt zur Selbstreflexion an.

"Eine schöne Bescherung" ist auf Amazon Prime zu sehen. 

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Alles ist Liebe (2014)

Die deutsche Komödie orientiert sich nicht sehr subtil am Über-Weihachtsklassiker "Tatsächlich … Liebe" und erzählt wie das Vorbild auf tragikomische Weise über zehn Frauen und Männer aus Frankfurt und Umgebung, die sich um Weihnachten herum mit allerlei Liebeswirrungen herumschlagen müssen.

Darunter befinden sich Gerichtsvollzieher Viktor (Christian Ulmen) und sein Lebensgefährte Klaus (Friedrich Mücke), die kurz vor der Hochzeit stehen. Während Viktor voller Freude und Vertrauen auf die gemeinsame Zukunft blickt, stürzt Klaus das bevorstehende lebensverändernde Ereignis in eine tiefe Lebenskrise. Was natürlich auch Viktor nicht verborgen bleibt ...

Ein sympathischer Ensemble-Film, der selbstredend zwar nicht an das große Vorbild herankommt, das Publikum aber dank großer Gefühle, Humor und versöhnlicher Melancholie trotzdem in die passende Weihnachtsstimmung versetzt. 

"Alles ist Liebe" ist auf Netflix zu sehen. 

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Carol (2015)

Das oscarnominierte Drama ist zwar streng genommen kein klassischer Weihnachtsfilm, die besinnlichen Feiertage spielen aber trotzdem eine nicht unwichtige Rolle in der Handlung. Die reiche verheiratete Carol (Cate Blanchett) und die junge Verkäuferin Therese (Rooney Mara) lernen sich nämlich in der Adventszeit der 1950er Jahre in einem New Yorker Kaufhaus kennen – und lieben. 

Während der kommenden Feiertage lernen sich die beiden besser kennen, die Einsamkeit verbindet sie. Als die Liebe zwischen Carol und Therese immer stärker wird, nimmt ein Drama seinen Lauf, das das Leben aller Beteiligten für immer verändern wird ... Tolles Schauspielkino über verbotene Liebe, Vorbilder, Selbstbilder und Spiegelbilder. Packend und betont unaufdringlich.

"Carol" gibt es auf Amazon Prime zum Kaufen und Ausleihen. 

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