Boulevard der Dämmerung

 USA 1950

Sunset Boulevard

Drama, Romanze, Krimi 110 min.
8.50
Boulevard der Dämmerung

Kein anderer Film hat stärker am Glamour der Traumfabrik gekratzt, kein anderer sich dabei so virtuos in deren Mythos eingeschrieben.

Die Qualitäten dieses Meisterwerks rühmen, hieße offene Türen einrennen und Eulen nach Athen tragen. Es genügt der Hinweis, dass Wilder folgende Unglaublichkeit gelingt: Sunset Boulevard ist ein Film noir, ein nocturnes Melodram, eine düstere Groteske, eine Etüde in schwarzem Humor, ein romantischer Horrorfilm, eine Tragödie, ein Autorenfilm, Hollywoods bestes Schlüsselwerk über Hollywood und in all dem geschlossen, einheitlich, intensiv, bewegend - ein Film voll Witz, Mitleid und Schrecken. (Harry Tomicek)

Details

Gloria Swanson, William Holden, Erich von Stroheim, Cecil B. DeMille, Buster Keaton
Billy Wilder
Franz Waxman
John F. Seitz
Billy Wilder, Charles Brackett, D.M. Marshman Jr.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tot im Pool
    Es ist wohl Billy Wilders ernstester und düsterster Film, mit dem er uns aber keineswegs schocken will. Deshalb nimmt er auch das Ende vorweg: ein Toter kann nicht über seinen eigenen Tod berichten. Höchstens aus dem Jenseits. Gloria Swanson spielt die abgehalfterte Diva, die der Frust in den Wahnsinn treibt unnachahmlich. Und auch William Holden als erfolgloser Schriftsteller, der von ihr ausgehalten wird überzeugt als lässiger aber keineswegs herzloser Lover. Außerdem sehen wir Filmlegenden wie Cecil B. DeMille und Buster Keaton.
    Was den Film darüber hinaus zu einem der ganz Großen macht, ist, dass er noch eine andere Ebene hat: es setzt humorvolle und ironische Seitenhiebe auf das alte Hollywood. Und er findet einen akzeptablen Schluss, nachdem uns zuvor Erich von Strohheim (selbst Regisseur) eine überraschende Wendung geboten hat. Wilders technische Meisterschaft zeigt sich in der Kameraeinstellung der Leiche im Pool. Ein Klassiker eben, der auch nach fast 60 Jahren sehenswert bleibt.

  • Tot im Pool
    Es ist wohl Billy Wilders ernstester und düsterster Film, mit dem er uns aber keineswegs schocken will. Deshalb nimmt er auch das Ende vorweg: ein Toter kann nicht über seinen eigenen Tod berichten – höchstens aus dem Jenseits. Gloria Swanson spielt die abgehalfterte Diva, die der Frust in den Wahnsinn treibt unnachahmlich. Und auch William Holden als erfolgloser Schriftsteller, der von ihr ausgehalten wird überzeugt als lässiger aber keineswegs herzloser Lover.
    Was den Film zu einem der ganz Großen macht, ist, dass er noch eine andere Ebene hat: es setzt humorvolle und ironische Seitenhiebe auf das alte Hollywood. Und er findet einen akzeptablen Schluss, nachdem uns zuvor Erich von Strohheim eine überraschende Wendung geboten hat. Wilders technische Meisterschaft zeigt sich in der Kameraeinstellung der Leiche im Pool.
    Ein Klassiker eben, der auch nach fast 60 Jahren sehenswert bleibt.