Ternitz Tennessee

 A 2000
Drama, Romanze, Komödie 80 min.
5.40
Ternitz Tennessee

Lilly und Betty träumen von Amerika und Rock'N'Roll. Der Weg ist viel zu weit, also holen sie sich Elvis und den American Dream nachhause.

Ternitz ist kein Ort zum Bleiben. Für Betty, Angestellte im lokalen Hundesalon, und die KFZ-Mechanikerin Lilly ist das Kaff, in dem sie daheim sind, nur eine Absprungbasis, ein vorläufiger Lebensraum, in dem sie sich auf das, was danach kommt, vorbereiten. Sie träumen von Amerika - und was immer den Traum nährt, hat Platz in ihrem Leben. Ein Elvis-Imitator, der sich El Bresli nennt, gastiert auf Österreich-Tournee ganz in ihrer Nähe, also besteigen sie gut gelaunt, in spektakulärem Cowgirl-Outfit, ihren roten Ford Mustang, um den desolaten Lebensverhältnissen wenigstens für ein paar Stunden zu entkommen.
Lilly verliebt sich backstage in den amerikanischen Roadie Bruce, Betty hingegen hat nur Augen für den Star des Abends. Die Utopie Amerika gewinnt zusehends an Konturen: Lilly lernt daheim Garagen-Fachenglisch, um später auch in der neuen Welt arbeiten zu können, außerdem spart sie auf eine Operation zur, wie sie meint, dringend nötigen, Vergrößerung ihrer Brüste. Nebenbei nimmt sie an einem Preisausschreiben teil, das der Gewinnerin einen Konzertabend mit dem famosen El Bresli verspricht, mit anschließendem Romantik-Rendezvous, zu zweit im Séparée. Aber nicht jeder Traum geht problemlos in Erfüllung. Davon erzählt Ternitz Tennessee, eine Geschichte, in der schöner Traum und trüber Alltag sich mischen, eine Fantasie von der großen Freiheit und dem billigen Glanz einer Entertainment-Welt, die Sehnsüchte weckt, mit der sich die Wirklichkeit - wenigstens langfristig - nicht messen kann

Details

Nina Proll, Sonja Romai, Gerals Votava, Doris Schretzmeyer, Birgit Doll, Roland Düringer, Clemens Haipl
Mirjam Unger
Christof Kurzmann, Fritz Ostermayer
Jürgen Jürges
Manfred Rebhandl
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • einfach nur schlecht
    ich habe meine pflicht dem österreichischen film gegenüber getan und ihn mir angesehen. der film war schlecht. vom anfang bis zum ende. was soll man da noch gross sagen. ausser vielleicht: bitte sagt es der m. Unger, damit sie uns in zukunft verschone!

  • very naja
    Schema F der oesterreichischen Filmindustrie...
    Gigantisch eigenartige Idee eines Kuechengeraeteverkaeufers der gleichzeitig Elvis Imitator ist... Wir haben die Idee dahinter jedenfalls nicht verstanden.
    Vielleicht kam sie ja auch vom Hauptprojektleiter von Projekt X waehrend des Drehs aufgrund akutem Inhaltsnotstand... (die Elvis Imitation im Separet war allerdings wirklich beeindruckend peinlich...)
    alles in allem ein Film den man nach ca. 45 Sekunden wieder vergessen hat (und auch kann)..

  • großartig
    der kritik von unten kann ich mich nicht im geringsten anschließen:
    was man im kino begegnet ist feinste und sensible mileustudie junger,heranwachsender frauen welche die regisseurin wunderbar phantasiereich umschreibt. "ternitz tennessee" ist in voller gänze als eine traumwanderung von träumen-fühlen-erleben und erkenntnis zu sehen.
    die zeit der illusionen von "big and bold america",der beiden hauptakteurinnen,sind,methaporisch,als "kindheitserlebnisse","kindheitssehnsüchte/illusionen" zu sehen. starke fragmente des filmes wirken irreal,nicht wirklichkeitsgetreu.
    nicht zufällig, denn "ternitz tennessee" ist nicht mehr als eine traumwanderung junger frauen am weg zum erwachsenwerden.
    die schlußszene wird zur realität: beide scheinen aus einem traum erwacht zu sein, weder traurig noch betrübt. sie werden,ohne jeglicher wehmut,ohne trauer erwachsen.
    ein großartiger film den man nicht verpassen sollte!

  • naja
    seit ca. 15 Jahren gebe ich mir einmal pro jahr den Nervenkitzel "österreichische Teenagerkomöde" und obwohl es eigentlich eh immer derselbe film ist, war es heuer doch besonders deprimierend. Vermutlich hatten sich durch das schöne Plakat und die erfreulichen Leistung von Nina Proll in Nordrand zu hohe Erwartungen aufgebaut, und auch sonst wirkten ja ein paar durchaus unpeinliche Leute mit (Votava, Ostermeyer, Düringer).
    Trotzdem: wieder mal ein ganz schwaches produkt aus unserem land, und viele der talentierteren Mitwirkenden werden sich wohl ein bißchen schämen müssen. Schrill ist eben nicht die Steigerungsform von lustig, auch wenn das in ein österreichisches Filmhirn nie hineingehen wird.
    Natürlich war auch das Drehbuch (falls es überhaupt eines gab) in mindestens 10 punkten himmelschreiend unkonzise - und interessant am Ende nur die Idee, Teenager mit Frauen um die 30 zu besetzen.