The Whistleblower

 D/CAN 2010
Drama, Thriller, Biografie 112 min.
7.20
film.at poster

Die US-amerikanische Polizistin Kathryn Bolkovac kommt im Rahmen der UN-Friedensmission in das vom Krieg zerstörte Sarajevo. Dort soll sie die örtliche Polizei bei deren Arbeit unterstützen. Als sie bei nächtlichen Razzien auf illegal geführte Nachtclubs stößt und die festgenommenen Mädchen auf rätselhafte Weise verschwinden, macht sich Kathryn auf die Suche nach ihnen. Kathryns Ermittlungen deuten auf einen internationalen Verbrecherring hin und führen bis in die obersten Reihen der UN. Schon bald wird Kathryn bei ihren Ermittlungen behindert und gerät selbst in Lebensgefahr.

Details

Rachel Weisz, Monica Bellucci, Benedict Cumberbatch, Vanessa Redgrave, David Strathairn, Liam Cunningham, David Hewlett,
Larysa Kondracki
Kieran McGuigan
Larysa Kondracki

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Ehrenhaft
    Ein ‘Whistleblower‘ schlägt Alarm, indem er in eine Trillerpfeife bläst, und damit auf Gefahren aufmerksam macht. Das tut hier Rachel Weisz in sehr beeindruckender Art und Weise. Die Gleichstellungsbeauftragte der UNO kommt im Kosovo einem Mädchenhändlerring auf die Schliche, in dem die eigenen Sfor Soldaten beteiligt sind.
    Das ist ehrenhaft und die gezeigten Vergewaltigungsszenen machen auch Eindruck. Nur das alles geht zu Lasten der Spannung. In dieselbe Richtung geht auch die Wirkung des kurzen Auftritts von Vanessa Redgrave und Benedict Cumberbatch. Die fahren die harmlose Schiene. Monica Bellucci macht da ganz auf UNO Aparatschik und versteckt sich heuchlerisch hinter bürokratischen Hürden. Das weist bereits auf das Ende hin: alles klar, Beweise liegen vor, aber nichts geschieht, weil von ganz oben der Deckel draufgehalten wird. Die Ermittlerin wird entlassen.
    Lediglich ganz am Ende kommt kurz ein Hauch von Spannung auf, als David Strathairn auftritt, der öfters schon mit seiner freundlichen, vertrauenerweckenden Art gepunktet hat, und hier verdachtsweise vorübergehend als Verräter fungiert. Das System gewinnt, die Betroffenen sind weiterhin die Leidtragenden und für den moralischen Sieg kann sich die Ermittlerin nichts kaufen. So bleibt nur wegen der erschreckenden Realität ein Denkanstoß.