The Brown Bunny

 USA/J 2003
Romanze, Independent, Roadmovie 14.11.2003 90 min.
5.00
The Brown Bunny

Ein eigenwilliges Roadmovie, das vom Profi-Motorradfahrer Bud Clay erzählt.

THE BROWN BUNNY ist eine Liebesgeschichte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die große Liebe seines Lebens verliert. Er ist Bud Clay. Und er fährt Motorradrennen. 250ccm Straßenrennen. Er dreht Runde um Runde, bis das Rennen zu Ende ist.

Die Geschichte beginnt, als Bud (Vincent Gallo) in New Hampshire fährt. Sein nächstes Rennen findet in fünf Tagen Kalifornien statt. Und so setzt er zu einer Reise durch Amerika an.

Und jeden Tag wird Bud von der Erinnerung an den Moment, in dem er seine große Liebe zuletzt sah, geplagt. Er würde alles tun, um diese Erinnerungen los zu werden. Jeden Tag versucht er, eine neue Liebe zu finden. Zuerst verlangt er von den Frauen, denen er begegnet, dass sie ihn begleiten sollen. Aber jede, die ihm folgen will, lässt er sitzen.

Daisy (Chloë Sevigny), die einzige Frau, die er jemals liebte, und die er immer lieben wird, kann ihm keine andere ersetzen. Dennoch versucht er es jeden Tag.

Gallo hat sich als Autorenfilmer ernst genommen und für The Brown Bunny alles selbst gemacht: Er hat produziert, hat Regie geführt, er hat das Drehbuch verfasst und die Hauptrolle gespielt, er war der Director of Photography und hat selbst die Kamera geführt, und schließlich zeichnet er für das Produktionsdesign verantwortlich.
Während der ersten Stunde von The Brown Bunny geschieht wenig. Gallo fährt Auto und manchmal Motorrad, die Reise führt von Küste zu Küste, von Osten nach Westen. The Brown Bunny ist in die langen Travellings der Kamera verliebt. Das erlaubt dem Zuschauer, US-amerikanische Autobahnkreuze und Vorstadtstraßen aus der Perspektive des Fahrers zu erkunden und dabei die Freuden der longue durée im Kino zu genießen. Schön sind die Motels, in denen die Hauptfigur, Bud, unterkommt. Man sollte diesem privilegierten Ort US-amerikanischer Kinogeschichte eine eigene Untersuchung widmen oder einen Filmessay im Stile von Heinz Emigholz Goff in der Wüste. Manchmal lernt Gallo junge Frauen kennen. Sie tragen den Namen von Blumen: Violet, Lilly, Rose. Er pflückt sie und vergisst sie dann, und am schönsten ist eine Motorradfahrt durch eine Salzwüste. Gallo holt das Motorrad aus dem Kleintransporter, bockt es kurz auf, bockt es wieder ab, zieht sich die Jacke aus, und los geht es. Hinein in die weiße Wüste mit ihren Spiegelungen, in denen das Motorrad verschwindet wie ein Insekt. (Cristina Nord)

Details

Vincent Gallo, Chloë Sevigny, Cheryl Tiegs, Elizabeth Blake, Anna Vareschi, u.a.
Vincent Gallo
Jeff Alexander, Ted Curson, Jackson C. Frank, Gordon Lightfoot
Vincent Gallo
Vincent Gallo
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Kritiken

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User Kritiken

  • Zuschauer-Folter
    Vielleicht sollte man den Film für seine radikale Konsequenz schätzen, mit der er als Zuschauer-Folter angelegt ist. Gallo's tragikomisches Debüt "Buffalo 66" hat mir weit besser gefallen.