Grifters

 USA 1990

The Grifters

Drama, Krimi 110 min.
7.00
film.at poster

Lilly, Roy und Myra sind drei ausgeschlafene Trickbetrüger, die sich mit allerlei Gaunereien durchschlagen. Als sie aufeinander treffen, löst dies eine verhängnisvolle Kettenreaktion aus.

Lilly (Angelica Houston) steht auf der Lohnliste des mafiösen Buchmachers Bobo Justus, sie besucht für ihn die großen Pferderennen des Landes, um durch geschickt platzierte Einsätze die Wettquoten zugunsten ihres Auftraggebers zu manipulieren. Lillys erwachsener Sohn Roy (John Cusack) arbeitet ganz erfolgreich mit präparierten Würfeln und gezinkten Karten. Das Geschäft läuft so gut, dass Roy ein hübsches Sümmchen zur Seite legen konnte. Als Lilly ihn nach vielen Jahren erstmals besucht, kommt sie gerade rechtzeitig, um ihn nach einem heftigen "Betriebsunfall" ins Krankenhaus einliefern zu lassen.

Dort trifft sie auf Roys Geliebte Myra (Anette Bening), die ihre Skrupellosigkeit hinter einer naiven, mädchenhaften Fassade verbirgt. So findet Myra im Handumdrehen heraus, dass Lillys Kofferraum voller Dollarnoten ist, die sie von ihrem Boss ergaunert hat. Doch der Versuch, Lilly das Geld abzujagen, endet für Myra tödlich. Dummerweise hat Bobo Wind von der Sache bekommen. Um den Killern des Mafioso zu entgehen, nutzt Lilly ihre große Ähnlichkeit mit Myra und lässt sich an ihrer statt für tot erklären. Als dabei ihre komplette Altersversorgung in die Hände der Polizei fällt, stattet Lilly ihrem Sohn erneut einen Besuch ab. Ein tödliches Spiel um falsche Mutterliebe und echtes Geld beginnt...

Details

Anjelica Huston, John Cusack, Annette Bening, u.a.
Stephen Frears
Elmer Bernstein
Oliver Stapleton
Donald E. Westlake

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Trickbetrüger
    Es beginnt als lockere Komödie mit einem superlockeren Trio in den Hauptrollen: John Cusack zwischen zwei Frauen. Eine lustige Annette Bening, so freizügig und offenherzig wie sonst nie und eine undurchsichtige, gefährliche Anjelica Huston, die es offen lässt, ob sie Mutter oder eifersüchtige Geliebte ist. Ganz plötzlich schlägt die Handlung in brutale Gewalt um, auch und vor allem gegen die Frauen. Ob man es mag oder nicht, das ist nun mal so im Gangster-Milieu. Und die Spannung steigt. Das macht Frears genial. Es ist vielleicht nicht sein bester, aber dennoch ein meisterlicher Film. Er zwingt den Zuschauer gegen Ende das Halbdunkel zu durchschauen. Die Atmosphäre wird immer dichter und düsterer, im wahrsten Sinne des Wortes. Da sind die Akteurinnen nicht leicht auszumachen. Dabei bleibt lange unklar welche der beiden Frauen die andere gemeuchelt hat. Nur wer genau hinschaut erkennt frühere als andere, wer die Leiche ist. Und dann der Schluss: ein unerwarteter Knüller und der Botschaft ‘Das Leben geht weiter‘. Hart und gekonnt gemacht. Jenseits von Moral und Wohlfühlgefühl.