The Proposition (2005)

 AUS/GB 2005
Western 104 min.
7.50
film.at poster

Ein Anti-Western aus dem australischen Outback.

In der australischen Wildnis kommt es 1880 zu einem wilden Feuergefecht, bei dem der britische Offizier Captain Stanley das
Brüderpaar Charlie und Mike Burns gefangen nimmt.
Doch Stanley sucht nicht nach diesen beiden, sondern
nach dem ältesten der Brüder, Arthur, einem
wahrhaft diabolischen Mörder, der sich in der Wüste
verschanzt hat. Stanley macht Charlie ein Angebot:
Um sich selbst und Mike zu retten, muss er seinen
Bruder finden und töten.

Das Drehbuch und die Musik von "The Proposition"
stammt vom weltberühmten australischen Singer/
Songwriter Nick Cave, der mit Regisseur John
Hillcoat bereits bei "Gosts... of the Civil Dead"
zusammengearbeitet hatte.

"Ein Film, den man unbedingt sehen sollte: er ist
so erbarmungs- und kompromisslos, so erfüllt von
Pathos und verschmähter Unschuld, dass er zu einem
Protokoll dessen wird, wovor uns unsere Gebete
erlösen sollen." (Roger Ebert)

Details

Guy Pearce, Emily Watson, John Hurt u.a.
John Hillcoat
Nick Cave

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Was für ein Deal
    Ein ungewöhnlicher Film von Down Under unter maßgeblicher Beteiligung von Nick Cave. Das merkt man nicht nur an der etwas ausgesuchten Sprache. Der ganze Film setzt sich deutlich vom Mainstream aus Hollywood ab. Der Plot ist aus der Kiste ‘Eher selten‘: Captain Stanley (Ray Winstone) hat ein Bandenmitglied (Guy Pearce) gefasst und schenkt ihm sein Leben, wenn er dafür innerhalb einer Frist seinen Bruder Arthur (Danny Huston) tötet.
    Dieser ‘Vorschlag‘ wird aber zur Nebensache. Im Vordergrund steht eine Kette von brutalen Grausamkeiten, wie wir sie aus den Spaghetti-Western kennen: Vergewaltigung, Brudermord und jeder wird gekillt, der die eigenen Kreise stört. Eindrucksvoller Kurzauftritt von John Hurt.
    Der Gegensatz zwischen dem auf vornehm getrimmtem Provinzhaushalt des Captains und der mit Schweiß und Staub besudelten Welt der Outlaws bildet den Hintergrund für spannungsgeladene Action. Hier kommt Stanley Ehefrau Martha (Emily Watson) ins Spiel. Sie ist etwas aufmüpfig aber auch kopflos und eher zart besaitet gegenüber ihrem Ehemann. Leider muss sie bezahlen, Stanley dabei nur zuschauen. Hammerhart und bluttriefend, aber in wunderschöne Bilder gefasst, die oft die Kriterien des Postkarten-Idylls erfüllen.
    Was diesen Film so anders macht, ist die Tatsache, dass es letztendlich keine Gerechtigkeit gibt, kein Wie-Du-Mir-So-Ich-Dir Schema. Jeder mordet so spontan wie er es gerade mag. Bruder hin oder her, Gangmitglied oder nicht. Nick Cave quält und verwöhnt uns mit dem Soundtrack je nach Situation. Gelungen!