The Road to Perdition

 USA 2002
Drama, Abenteuer 117 min.
7.70
The Road to Perdition

Ein Auftragskiller nimmt Rache am Mörder seiner Familie.

Amerika, im Winter 1931. Michael Sullivan (TOM HANKS) lebt, der Zeit der großen Depression zum Trotz, mit seiner Familie in bescheidenem Wohlstand. Nur wissen seine Frau und seine beiden Söhne nicht, womit ihr schweigsamer Vater sein Geld verdient: Er arbeitet als Killer für den Gangsterboss John Rooney (PAUL NEWMAN). Doch dann wird Sullivans älterer Sohn Michael jr. (TYLER HOECHLIN) eines Nachts Zeuge, wie sein Vater einen Job erledigt und Zeugen kann Rooneys Clan nicht brauchen. Sullivans Frau und sein jüngerer Sohn werden ermordet, er selbst und Michael jr. kommen nur durch Zufall davon. Gejagt von dem Auftragskiller Maguire (JUDE LAW) fliehen sie wochenlang quer durchs Land. Während Sullivan seinen Racheplan schmiedet, kommen er und sein Sohn sich langsam näher. Doch auch Sullivan kann den Tag nicht endlos hinzögern, an dem die Entscheidung fällt, ob er alleine auf seinem Weg in die Verdammnis weitergeht oder ob Michael jr. ihn begleitet

Details

Tom Hanks, Tyler Hoechlin, Paul Newman, Jude Law, Alfred Molina, Daniel Craig, Stanley Tucci, Jennifer Jason Leigh, u.a.
Sam Mendes
Thomas Newman
Conrad L. Hal
David Self, Patrick Marber
foxfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Weg ins Verderben
    Die stilvoll gehaltenen Bilder schaffen von Anfang an eine zeitgemäße Atmosphäre der 30er Jahre. Aus der rein familiären Umgebung wird ein Road Movie. Wobei die eigene kleine Familie (mit Jennifer Jason Leigh als Ehefrau fast nicht zu erkennen), die von Tom Hanks ist, und die andere, große, die der ehrenwerten Gesellschaft. Wenn es in einer von ihnen Tote gibt, entstehen nie enden wollende gegenseitige Rachefeldzüge. Der Grund ist egal. Es gilt das Gesetz: Auge um Auge. Der nicht sonderlich intelligente Sohn des Paten (Paul Newman) ist hier Daniel Craig, über den einer sagt ’Er ist ein Baby, das seinen Daumen nicht von seinem Schwanz unterscheiden kann’. So muss Tom Hanks - hier ungewohnt ernst - den Weg ins Verderben allein gehen. Und jeder weiß, er kann nicht von Erfolg gekrönt sein. Es wird eine Auseinandersetzung zwischen Vätern und Söhnen und alle sind Mörder. Mörder jagen mit viel Blut Mörder in eindrucksvollen Szenen. Man merkt dem Film an, dass als Vorlage einen Cartoon hatte. Das Psycho-Duell zwischen Hanks und Jude Law ist eines der Highlights des Films und schlägt einen Bogen bis zum Ende, das dann noch mal mit vielen Überraschungen aufwartet. Tom der Killer wähnt die Gerechtigkeit auf seiner Seite. Und verkauft das auch so seinem Sohn. Der Film geht gerade wegen dieser menschlichen Aspekte unter die Haut. Er lebt von seiner Dramatik mit zweifelhaftem moralischem Anspruch. Vor und hinter der Kamera agieren nur Könner.

  • Naja etwas düster etwas fade, aber gut gespielt
    Road to Perdition


    Oder wie aus einem Gangsterfilm, ein düsteres Gangsterepos wird, das so ähnlich wie ¿ Millers Crossing ¿ ist
    Und auch Ähnlichkeiten mit ¿ Erbarmungslos ¿ und ¿ Der Pate 1 ¿ 3 ¿ hat und ein bisschen noch von ¿ Good Fellas ¿ ist auch dabei. Wem auch ¿ Die Asche meiner Mutter ¿ gefällt, dem gefällt auch der ganz gut. Der Film dauert 119 Min, und spielt im Amerika des Jahres 1931.
    Es ist die Zeit der Depression, die Zeit des Alkoholverbotes, die Zeit wo man öffentlich mit einer Panzerfaust 12 Leute abknallen kann, aber dafür keinen Kaugummi mit Rumgeschmack essen durfte. Man durfte nicht Dealen mit Bier, und nicht trinken Alkohol. Die Menschen die in Hinterzimmern, in Clubs, Casinos leben, wollen nur eines, wie die auf der Straße, überleben. MICHAEL SULLIVAN ( Tom Hanks ) hat es in dieser Zeit geschafft, er ist ein Einwanderer aus Irland, hat einen Schnurbart, und hat es sehr schwer gehabt in der letzten Zeit, er hat sich raufgearbeitet zu einem wirklich guten Job er killt Leute und ist so ne Art Kopfgeldjäger mit Herz. Nicht mal seien Frau ANNIE SULLIVAN ( Jennifer Jason Leigh ) noch seine beiden Söhne, PETER und MICHAEL Jr.
    wissen was er für einen Job hat, das er für JOHN ROONEY ( Paul Newman ) einen Killer spielt. Hanks spielt diese Rolle wirklich hervorragend, man nimmt ihm das böse wirklich ab. Einem Schauspieler der sonst immer der Saubermann der Filmwelt gewesen ist, darf hier mal den richtigen Bösen spielen. Er paßt auch sehr gut in die ganze Geschichte hinein, weil er aussieht wie ein Ire. Er hat so seine Probleme, hat einen Typ der nicht viel redet, ist sehr ruhig, und immer wohlbedacht. Und auch fantastisch paßt die Lebende Legende Newman in die ganze Geschichte rein, der so eine Art Vaterfigur für MICHAEL abgibt, der ihm das Leben erleichtert hat, der ihn schützt vor allen Gefahren, und der selber einer der ganz Bösen ausgefuchsten ist. Nur gehört er zu der Rasse, der Leute die noch ein Gewissen haben, obwohl sie Gangster sind und das ist sehr selten. Er hat MICHAEL als Waisenknabe zu sich genommen, und gemeinsam mit ihm ist er ein richtiges Team, wo nur einer darunter leidet, nämlich sein leiblicher Sohn, CONNOR ROONEY. Der kann es seinem Vater der sehr streng ist, nie und nimmer recht machen, und bei jeder Gelegenheit ist er mit MICHAEL zusammen, denn CONNOR ist so ein richtiger Depp, macht die Hälfte falsch, und eines fehlt ihm was ganz wichtig ist, was MICHAEL trotz seines grausamen Jobs noch hat, er hat ein Herz, CONNOR nicht. Am nächsten Abend fahren CONNOR und MICHAEL zu FINN, ohne das sie was mitbekommen, das sie einen blinden Passagier haben, MICHAEL Jr., der mehr als stolz auf seinen Vater war, und das zeit seines Lebens, er will endlich wissen was er macht endlich den Schülern in der Klasse beweisen was sein Vater für ein Toller und lieber Mensch ist, und so ist er auf dem Hintersitzt, und schleicht sich seinem Vater hinterher, wie die Schlange am Weg in den Getreidesilo, und sieht wie die 2 einen Mann verhören. Kurz darauf beginnt die Schießerei, und CONNOR erschießt FINN weil er ihn geärgert hat, weil er nicht alles gesagt hat, was er wissen wollte, und weil er blöd daher geredet hat, obwohl das gar nicht sein Auftrag war. Den Schock in den Augen von seinem Sohn, das war echt gut. Sein Sohn ist überhaupt so ein Mensch der nicht viel redet, der eher handelt und der den Mund nicht aufmacht, genauso wie sein Vater, und das einzige was er machen kann ist sich zu verstecken, beim Zaun, wo ihn aber sein Vater sieht, da er das Geräusch bemerkt hat. Und alleine der Anblick, der tiefen Enttäuschung, ja das ist schon was, man sehe die 2 Augenpaare sich anstarren, der Vater geschockt das sein Sohn das sehen musste, aber so hart erzogen, das er meint der Sohn hält das schon aus und vor allem dicht, und sein Sohn, der trotzdem in Gedanken hat, das sein Vater immer noch der beste ist. ROONEY der

    Re: Naja etwas düster etwas fade, aber gut gespielt
    das sein Vater immer noch der beste ist. ROONEY der alte ist geschockt über die Scheißtrotteltat seines Sohnes. Doch CONNOR hat was anderes vor, er will keine Zeugen, und eines Tages als MICHAEL im Casino ist, MICHAEL JR. Irgendwo dahin ist, und ANNIE mit PETER alleine zu Hause ist, kommt CONNOR mit einer Waffe, und erschießt die 2 als Rache, denn schließlich ist er der beste Sohn von ROONEY, und nicht MICHAEL, den er mehr als zuvor hasst, außerdem wollte er auch seinen Sohn töten. Ganz aufgebracht und stolz berichtet er seinem Vater im Suff was er tat, der ihn fast erschlagen hätte, und als einzige Lösung viel Geld für SULLIVAN anbietet, der ablehnt. Er will Rache. SULLIVAN und sein Sohn MICHAEL flüchten nach CHICAGO wo sie die rechte Hand von AL CAPONE aufsuchen, FRANK NITTI ( Stanley Tucci ), der ihnen helfen soll die ganze Familie ROONEY auszulöschen. Er sieht rot. NITTI Lehnt ab, er will keinen Bandenkrieg, doch eines weiß SULLIVAN nicht, der alte Fuchs ROONEY und sein Sohn CONNOR sind schneller und hören vom Nebenzimmer aus zu, was MICHAEL da sagt und nun ist ROONEY der Überzeugung ihn auch zu töten. Also setzen sie ihm einen Profi auf den Hals, den Polizeifotografen, Kopfgeldjäger MAGUIRE ( Jude Law ) ein Mann ohne Gewissen.
    SULLIVAN will seinen Sohn zur Tante bringen, und weiß nicht das er abgehört wird, und dann passiert es, MAGUIRE ist hinter SULLIVAN her, und nun können sie nicht zur Tante, und guter Rat ist teuer, wohin nur ?
    Der Film ist eigentlich gar nicht so neu, und hat gar nicht so eine überaus spannende Geschichte, er ist etwas langweilig gemacht, er hat seinen Längen, und zeitweise zieht er sich etwas, weil diese ganze Lebensart in der Düsternis ist ungefähr so als wäre man eine Kellerassel und würde irgendwo in einem dunklen Hinterhof hausen, und das Problem des ganzen ist, das man fast kein Tageslicht sieht, also fast alles ist in der Nacht was sich da abspielt, als wären die ganzen Leute damals Fledermäuse gewesen. Keiner ist am Tag wach, jeder hält wohl Siesta während sie in der Nacht leben, dealen, Drogen verkaufen und Alkohol trinken. Eine krankhafte Welt die da drüben damals war, so arm wie die Leute waren und das im ganzen Land ist echt hervorragend dargestellt worden, und es ist wirklich nicht schlecht geworden das ganze. Eine neue und eine alte lebende Legende in einem Film das ist wirklich was besonderes. Fade war es nur, weil alle so wenig geredet haben, man hat das Gefühl gehabt als würde man gleich einschlafen, aber sonst war es teilweise spannend. Das ganze hat auch so eine Art Film Noir Ästhetik, der alten Filme mit Bogart und Bacall, und irgendwie ist das ganze so ein altes
    ¿ Bonnie und Clyde ¿ ähnliches Thema. Es hat viele gute wortkarge und düstere Aktionen die dem Zuseher Schauspielkunst vermitteln lassen ohne auf Special Effekte zu hören. Meiner Freundin gefiel der Film auch sehr gut, obwohl ich immer mit der Taschenlampe im Kino da saß und die Leinwand beleuchtete weil ich fast nichts sah, alles war so dunkel. Sonst war der Film nicht schlecht. Bis auf ein paar Auszuckungen als ich mir dachte auch ein Maschinengewehr in der Hand zu haben, was in Wirklichkeit ein Strohhalm war, ist es eigentlich recht ruhig im Kino gewesen, als ich nach dem Spuckekugeln verschießen ziemlich gefesselt am Kinositz dasaß.
    Sehr zu empfehlen ist der Film für Leute die über 60 sind und es sehr ruhig mögen, ein Film ohne Aufregung und wo man richtig nachdenken muss.

    79,99 von 100

  • Meisterwerk!
    Ein düsterer, sehr spannender,
    in absolut gigantische Kamerabildern
    verpackter richtig genialer Film.
    Meiner meinung nach (fast schon?) ein Meisterwerk.
    Wird sicherlich einige Oscars abräumen
    (auch wenn Oscars für mich keine "Wertung"
    eines Filmes sind, da die Jury-Zusammensetzung ein Witz ist).
    Brillant und jeder sollte sich den Gefallen tun, diesen Film im Kino zu sehen!

  • im Prinzip Gut !
    Als absoluter Fan von American Beauty
    (gemeinsam mit Fight Club sicher einer meiner Movie Fav's !) war ich natürlich sehr gespannt auf den neuen Film von Sam Mendes.
    Was mich allerdings zu Beginn stört, ist die zu lang geratene Exposition.
    Nicht jede Szene trägt zum Fluß der Handlung bei. Aber gut, "Road to Perdition" kommt langsam auf Touren, die eigentliche Geschichte kristallisiert
    sich heraus.
    Wie bei American Beauty folgt gleich zu Beginn eine Andeutung auf das Ende - nicht genug um zu erahnen was einen im Laufe der folgenden 2 Stunden erwartet, genug um neugierig zu machen auf das Folgende.
    Im Vergleich zum Erstling fällt eine gewisse Distanz und Kälte auf.
    Sam Mendes Handschrift ist oft erkennbar -
    Einstellungen die viele Zuseher an "AB" erinnern werden.
    Die ausgezeichnete Kameraführung ist ein sicherer Kandidat für eine Oscar Nominierung !
    Bilder die für sich stehen und keiner Erklärung mehr bedürfen. Selten gab es das diesen Sommer zu sehen !

    Allerdings:
    Gerade diese Visuelle Umsetzung überschattet über weite Strecken den eigentlichen Film ! Einige Bildsequenzen ohne Text sind derart intensiv gelungen - Das gesprochene Wort vermag nicht es zu toppen und das Drehbuch nimmt zu oft die Luft aus dem Film. Die letzte 1/2 Stunde ist aber aus meiner Sicht fantastisch.

    Fazit:
    Nicht so poetisch und vielschichtig wie "American Beauty" und nicht so spritzig- aber es ist natürlich unfair diese beiden Filme miteinander zu vergleichen.
    "Road to Perdition" ist alles in allem einer der interessantesten Filme dieses Sommer's !
    Bis zum Ende fragt man sich was als Nächstes passiert, wie es passiert, und vor allem was genau sich unter der Oberfläche des Films tatsächlich verbirgt !

    viele Grüße
    Matthias

    Re: im Prinzip Gut !
    Zitat Moongate: "Die ausgezeichnete Kameraführung ist ein sicherer Kandidat für eine Oscar Nominierung !"

    Das fürchte ich auch.

    Zitat Moongate: "Bis zum Ende fragt man sich [...] was genau sich unter der Oberfläche des Films tatsächlich verbirgt !"

    Eben. Denn erfahren oder gar fühlen tun wir es nie.

    Zitat Moongate: "im Prinzip Gut !"

    "Im Prinzip" kenn ich kaum schlechte Filme. "Im Prinzip" hat jeder Film auf die eine oder andere Art was Charmantes an sich. "Im Prinzip" ...

    Re: Re: im Prinzip Gut !
    Nö, die Zitiererei lassma nicht, hier wird eh viel zu wenig diskutiert.

    Zitat Moongate: "ein Toter weniger und der Film wäre völlig anders Interpretierbar gewesen"

    Wie interpretierst Du denn den Film so wie er jetzt ist? Und wie hättest Du ihn interpretiert, wäre er anders verlaufen?
    (Find ich im übrigen schon mal nicht nett, dass Du die Worte "Schluss" und "Toter" miteinander verbindest. Verrät zwar nicht das Ende, aber doch schon zu viel, aber egal jetzt, kräht eh kein Hahn mehr nach diesem Film)

    "Das eine Gespräch zwischen Vater und Sohn" ... jaja, das eine Gespräch. Ziemlich dürftig findest Du nicht? Stell Dir vor, auf das hätten sie auch noch verzichtet, dann wär ja genau alles egal gewesen. Und so ist halt nur fast alles egal, was da so abläuft.

    Sind wir doch ehrlich: Dieser Film ist extrem oberflächlich. Und wie Du eben auch schon richtig gesagt hast, erdrücken die Bilder jedweden Tiefgang im Keim. Nicht dass nicht beides ginge, aber hier beweist Mendes einzig und allein, dass ihm der optische Eindruck um einiges wichtiger ist.

    Zitat Moongate: "schlechte Filme gibts genug"

    Genau. The Road to Perdition zB.
    Nur weil ein Film eine BigBudget-Produktion ist, mit Stars und einem Regisseur, dem schon einmal ein ganz guter Streifen gelungen ist, heisst das noch nicht, dass er auch gut ist. Auch nicht "im Prinzip".

    Re: Re: Re: im Prinzip Gut !
    WEN ROAD TO PERDITION NICHT GESEHEN HAT SOLLTE SÄMTLICHE ANTWORTEN ***NICHT*** LESEN.

    Ein bisschen wiederstrebts mir das bei Film.at zu interpretieren, weils dann zuviel vom Schluß verrät.

    Nochmal: ich finde nicht das er schlecht ist (aber jedem das seine).

    Zum Thema oberflächlichkeit:
    Ich denke das die Tendenz bei neuen Filmen nunmal so ist, das man vieles nur noch anschneidet, weil ohnehin jeder Zuseher durch x Filme weiß woraufs hinausläuft. Beispiel "Herr der Ringe":
    Da wird die Charakterisierung derart flüchtig gemacht aber es ist dennoch genug um das wesentliche zu transportieren (aber auch nicht mehr).
    Nach Filmen wie "Poppitz", "Der Anschlag" und "Signs" war ich froh mal nen Film zu sehen der nicht so flach ist, und über den man nachdenken kann.

    Wenn ich denn Film rudimentär interpretiere,
    handelt er von einem Reinwaschungsprozeß der Sullivan's.
    Am Schluß steht in diesem Falle derjenige an dessen Hand kein Blut klebt. Auf ihn wartet ein neues Leben fern ab von Gewalt.

    Jaja, klar, is etwas religiös ausgedrückt, aber in Anlehnung an das Essen zu Beginn bei dem der religiöse Glaube der Familie betont wird, glaube ich das diese Interpretation dem Autor entspricht.

    Normal ausgedrückt *gg*: Zugrunde liegt dem ganzen ein Vater Sohn Konflikt (nicht nur in bezug auf die beiden Protagonisten, auch in Bezug auf dieses dreiecksgespann Michael Sullivan, John Rooney und dessen Sohn). Rooney's und Sullivan's Sohn fühlen sich vernachlässigt. Ihr Väter sind unfähig sich selbst (ihren Söhnen die sie ansich selbst erinnern) in die Augen zu sehen, daraus resultiert dann das ganze. Doch alle 3 sind schon zufestgefahren in dem was sie tun. Ändern können sie sich nicht und nichts könnte das was sie getan haben widergutmachen - Es gibt kein Zurück,
    nur die "Road to Perdition".

    Wenn es anders verlaufen wäre, würde alles von neuem beginnen. Was einst dem Vater als Kind passiert, würde sich nochmal wiederholen.

    anyway cya
    Matthias

    Re: Re: Re: Re: im Prinzip Gut !
    Hi Moongate,

    gute Interpretation des Grundkonflikts ... "im Prinzip". ;-)

    Aber:
    Zitat Moongate: "Ich denke das die Tendenz bei neuen Filmen nunmal so ist, das man vieles nur noch anschneidet, weil ohnehin jeder Zuseher durch x Filme weiß woraufs hinausläuft."

    Genau DAS ist es, was ich anprangere! Wenn ich als Filmemacher diese Einstellung hab, brauch ich doch keine Filme zu drehen. Wenn ich davon ausgehe, dass der Zuschauer sowieso schon alles gesehen hat und alles kennt, weil er durch Jahrzehnte hindurch mit allen möglichen Sujets gefüttert wurde, was ist denn dann mein Antrieb, einen Film zu machen? Muss ich denn nicht bei jedem Film erneut mehr oder weniger "bei Null beginnen"? Ich mein, natürlich muss ich davon ausgehen, dass der Zuschauer ein gewisses Rüstzeug an Vorkenntnis mitbringt, aber ich kann doch nicht soviel vorweg nehmen, dass mir nur noch übrig bleibt, optische schöne Bilder darzubieten. Ja, die Darsteller haben alle nette Kleider an, fahren in netten alten Karossen, durch nett gestaltete Drehorte hindurch, nur unter diesen netten Kleidern verbirgt sich halt nicht allzu viel.

    Der Grundkonflikt ist vorhanden und er wird auch transportiert, aber ich seh einfach zu wenig Gefühl in dem ganzen Ding. Es gibt keine Szene, in der es zu wirklich tiefen schmerzvollen Momenten kommt. Hanks' Sohn wirkt immer nett. Hanks wirkt immer nett (wie könnte er auch anders -> Fehlbesetzung). Newman bekommt kaum Gelegenheit seine Klasse auszuspielen.

    Der ganze Film plätschert so dahin und wirkt schlicht und ergreifend kalt. Schön, man könnte argumentieren, dass Killer nun mal gefühlstkalt sind (oder sein müssen), aber auch das wäre wiederum eine ziemlich oberflächliche Betrachtungsweise.

    Egal, mehr sag ich jetzt nicht mehr dazu.

    Re: Re: im Prinzip Gut !
    Zitat Der Floyd: "Eben. Denn erfahren oder gar fühlen tun wir es nie."

    Das meinte ich so nicht, denn vor dem letzten Akt des Films wird sogar sehr klar was sich darunter verbirgt (Das eine Gespräch zwischen Vater und Sohn zum Thema welchen Sohn der Vater mehr liebt sagt schon einiges). Aber Gewissheit hat man erst zum Schluß - (ein Toter weniger und der Film wäre völlig anders Interpretierbar gewesen ;o) ).

    Zitat Der Floyd: " 'Im Prinzip' kenn ich kaum schlechte Filme. 'Im Prinzip' hat jeder Film auf die eine oder andere Art was Charmantes an sich. 'Im Prinzip' ..."

    schlechte Filme gibts genug:
    Sie dir mal Inspector Gadget, Alf der Film,
    Speed 2, Species 2 an... ganz zu Schweigen vom
    Großteil aller Deutsch/Österr. TV-Filme an

    aber lassma die Zitiererei

    cya
    Matthias

  • "Die Strasse ins Verderben" ... bezeichnender Titel
    Dieser Film erinnert mich seltsamerweise stark an das ebenfalls gründlich daneben gegangene ALI-Porträt. Ähnlich wie Michael Mann dort, ist hier Mendes bemüht, dichte Athmosphäre aufzubauen und viel "Schicksal" durchklingen zu lassen. Die Kamera gibt sich ebenfalls alle Mühe (ebenso wie bei ALI) dem Rechnung zu tragen. Und er ist ja auch nett anzusehen. Allein - who really cares about the people in this movie?

    Irgendwie kommts mir so vor, als gäbe es eine gewisse Bewegung in Hollywood, das "grosse epische Kinoerlebnis" wieder zu etablieren. Und viele dieser Versuche scheitern allein schon im Keim an dieser hehren Aufgabenstellung, als man sich mehr auf optisch eindrucksvolle Bilder verlässt, anstatt eine wirklich durchdringende Story auf die Beine zu stellen, getragen von interessanten Charakteren mit gewichtigem Konfliktpotential.

    Zum Beispiel all die Schüsse, die in diesem Film fallen: Jeder einzelne sehr überraschend angesetzt und mit nervenzerfetzendem Sound. Spätestens ab der dritten ähnlich ablaufenden Szene, ertappt man den Regisseur aber bei oberflächlicher Effekthascherei. Das Überraschungs- und somit Schock-Moment ist kein wirkliches mehr und lässt die Sehnsucht nach Schmerz erwachen, der tiefer geht, als ihn eine "banale" Pistolenkugel je verursachen könnte.

    Man sieht die Konflikte zwischen Paul Newman und seinem Sohn, zwischen Newman und Tom Hanks, zwischen Hanks und Newmans Sohn, leider "spürt" man sie aber nicht. Zumindest nicht tief genug.
    Und auch die Beziehung zwischen Hanks und seinem kleinen Jungen hat nicht gerade viel Offenbarendes zu bieten.

    Abgesehen also vom Drehbuch, das durchaus Potential geboten hätte, nur leider nicht einmal in Ansätzen voll ausgeschöpft wurde, betrachte ich auch Tom Hanks als definitive Fehlbesetzung. Der ewige "nice guy" passt hier so "gut", wie Robert DeNiro als Komödiant (was dieser in letzter Zeit ja auch oft genug versucht und dadurch immer mehr zu einer Karikatur seiner selbst verkommt).

  • sehr feiner film!
    also vorweg muss ich sagen, schaut euch den film unbedingt auf englisch an! allein die stimmen von paul newman und vor allem auch tom hanks sind es wert, sich den film in OV zu geben! allein die beziehung der beiden hauptdarsteller(t.hanks-p.newman) zueinander, hätte noch mehr ausgebaut und intensiver beschrieben werden können! sonst spiegelt der film in genialen bildern und mit sehr feiner kameraführung das leben um 1930 sehr gut wieder!
    tom hanks wieder in einer ernsten rolle, ist nach "cast away" ja keine überraschung mehr!! und zu paul newman braucht man nicht wirklich viel hinzufügen! ein grossartiger schauspieler wie e und je!! also nicht versäumen....
    bis bald cu c.

  • Leider entäuschent!
    Naja, der Tom Hanks hat gut gespielt, aber alles andere, besonders die schlechte (Film) Musik war leider ein Reinfall.

  • Der Film war toll....
    .....aber viel zu kurz. Wenn er 1/2 Stunde länger gedauert hätte wäre er perfekt gewesen. Aber er überzeugt durch großartige Charaktere, allen voran Jude Law als durchgeknallter "Presse-Killer". Auch die düstere Athmosphäre kam - wie ich finde - sehr gut rüber.
    Ich finde "Road to Perdition" empfehlenswert und für alle "American Beauty" Liebhaber - mit diesem Film konnte ich nie viel anfangen, was aber auch daran liegen kann, dass ich zwar ein Freund amerikanischer Filme aber nicht des amerikanischen Lebens bzw. Klischees bin.

    Re: Der Film war toll....
    Also gerade wenn du kein Freund des "amerikanischen Lebens bzw. Klischees" bist müßtest du "American Beauty" lieben. Selten zuvor hat ein Film den American Way of Life und alles was dazu gehört so gekonnt persifliert (und dies mit großartigen Schauspielern, einem wunderbaren Drehbuch und einer famosen Inszenierung).

    Re: Re: Der Film war toll....
    @ novena: Ich fühl mich jetzt mal angesprochen und wünsche mir von dir (aus deinem scheinbar allwissenden Point of View) eine Belehrung!?

  • Schade, aber auch ein ansonsten großartiger Schauspieler wie....
    ....TOM Hanks kann diesen Film nicht wirklich retten!
    Der Regisseur dieses Mafia-Filmes hat es leider verabsäumt, die Melancholie, den Schmerz und auch ganze Tragik eines Doppelmordes an 2 Menschen, die HANKS innig liebte wiederzugeben!
    Der Streifen kommt nie wirklich in die "Gänge" auf die facettenreiche Pater/Vater versus Gestörter Sohn/Killer Problematik wurd nie wirklich eingegangen. Der ganze Film hat meiner Meinung nach eine lämmende Oberflächlichkeit, Hanks kann einfach "nur" einen braven Menschen spielen, NIE nimmt man(n) ihm den "bösen Killer" oder gar Rächer seiner ermordeten Frau/Kind ab!
    Schade, der Film hätte das Potenzial zu einem sehr, sehr großen Kino-Highligt, aber so bitte nicht.

    Darum vergebe ich nur (subjektive) 6 (Bonus für Tom Hanks) von 10 möglichen Punkten.

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