Tonio Kröger

 Deutschland / Frankreich 1964
Drama, Literaturverfilmung 90 min.
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In dieser ambitionierten Verfilmung der 1902 publizierten Novelle von Thomas Mann, die bis dahin als unverfilmbar galt, verkörpert Jean-Claude Brialy die Titelfigur.

Der Schriftsteller Tonio Kröger begibt sich - mit stets melancholischem Gesichtsausdruck - auf Reisen nach Florenz, München, Lübeck und Dänemark, um über die Probleme seiner Identität - zerrissen zwischen den Kulturen Nord- und Südeuropas - zu reflektieren. Die Dichotomie zwischen Kunst und Leben wird auch thematisiert in der Diskussion mit der intelligenten Malerin Lisaweta Iwanowna (Nadja Tiller). Nach seiner Italienreise trifft Tonio die Freundin in München: »Bei ihr findet er Widerpart; sie verwandelt sich nicht sogleich in eine Figur seiner schriftstellerischen Phantasie wie die Gestalten, denen er sonst begegnet auf den Irrwegen zwischen Nord und Süd. Lisaweta bleibt wirklich - bleibt die Freundin. Ihre Meinung lässt er gelten, selbst wenn sie ihn lächelnd einen verwirrten Bürger nennt.« (Programmheft) (is)

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Jean-Claude Brialy, Nadja Tiller, Werner Hinz, Rudolf Forster, Anaid Ipliciian, Walter Giller, Theo Lingen, u.a.
Rolf Thiele
Erika Mann, Ennio Flaiano, Rolf Thiele nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann

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