Traffic - Macht des Kartells

 USA 2000

Traffic

Drama, Thriller, Krimi 06.04.2001 147 min.
7.60
Traffic - Macht des Kartells

Zwischen Kalifornien und Mexico blüht der Drogenhandel. Die Frau eines Drogenbarons übernimmt seine Geschäfte. Und die Tochter des obersten Drogenfahnders ist selbst abhängig. Steven Soderberghs Ensemble-Krimi über den 'War on Drugs'.

Der mexikanische Cop Javier Rodriguez Rodriguez (Benicio Del Toro) arbeitet als Drogenfahnder in Tijuana an der Grenze zu den USA. Frustriert über die Aussichtslosigkeit seiner Aufgabe, lässt Javier sich mit dem ebenso skrupellosen wie undurchsichtigen General Salazar (Tomas Milian) auf ein Spiel mit dem Feuer ein.

Die heile Welt der bildschönen High-Society-Ehefrau Helena (Catherine Zeta-Jones) fällt zusammen wie ein Kartenhaus, als ihr Mann Carlos (Steven Bauer) verhaftet und als Drogenbaron angeklagt wird. Beschattet von zwei Cops, beraten von dem halbseidenen Anwalt Metzger (Dennis Quaid) und unter Druck gesetzt von den mexikanischen Geschäftspartnern ihres Mannes, fällt Helena eine folgenschwere Entscheidung.

In Washington wird ein Richter des obersten Gerichtshofs (Michael Douglas) zum neuen obersten Drogenfahnder der USA auserkoren. Kompromisslos und entschlossen will er den Krieg gegen die Drogen führen. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet seine Tochter Caroline (Erika Christensen) selbst abhängig ist.

Als sich die Situation zuspitzt, steht nur eines fest: Keiner kommt hier sauber raus.

Details

Michael Douglas, Don Cheadle, Benicio Del Toro, Luis Guzmán, Dennis Quaid, Catherine Zeta-Jones
Steven Soderbergh
Cliff Martinez
Steven Soderbergh
Simon Moore, Sephen Gaghan
Fox

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Macht der Drogen
    Das geniale an diesem Film ist nicht nur die äußerst komplexe, prall gefüllte Handlungsstruktur, sondern die wirklich allumfassende Vielfalt aller beteiligten Personengruppen des Drogengeschäfts: Dealer, Konsumenten, und Fahnder, korrupte und gesetzestreue Cops, Angehörige, Ehefrauen, Liebhaber etc. Was aber noch hinzukommt, sind die an sich von Haus aus gegensätzlichen Ausgangspositionen durch persönliche Verbindungen. (Damit meine ich nicht das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones, das hier an gegnerischen Fronten kämpft!) Hier ragt besonders das Vater-Tochter Verhältnis heraus. Michael Douglas als oberster Drogenfahnder und seine Tochter Erika Christensen als Junkie. Die Handlung geht bis zum Strafprozess mit Kronzeugen, Spionen und Attentaten. Freundschaften werden negiert, Ehegrenzen überschritten. Die Regierung verbündet sich mit den Falschen, ein Drogenkartell zerschlägt ein anderes.
    Die Bemühungen und Rechtfertigungen der Eltern kommen überzeugend rüber. Daneben beeindruckt ein Dialog unter Drogeneinfluss. Abgebrochene Sätze und Wortfetzen lassen ein sinnvolles Gespräch nicht mehr zu. Aber auch das fatale Ende wird nicht verheimlicht. Nur zum Schluss übertreibt es Soderbergh mit dem pädagogischen Impetus etwas. Wer hätte schon nach Stuhlkreis und öffentlicher Distanzierung etwas anderes erwartet als ‘Schöne Heile Welt‘? Aber sonst, außerordentliche Spitzenklasse! Nicht zuletzt auch wegen dem unvergleichlichen Benicio Del Toro.

  • einzigartig
    Also meiner Meinung nach war dieser Film einer der besten Filme der sonst so sinnlosen Traumfabrik Hollywood. Endlich wurde einmal gezeigt wer auf dieser Welt wirklich regiert, und wie die Zustände der so hoch gepriesenen High-Society-Kids sind. Die Kameraführung war einzigartig und nicht angepasst an die kommerziellen Filme.
    Es wird auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, wie sich die einzelnen Handlungen immer mehr verwickeln und eigentlich jeder irgendetwas mit dem anderen zu tun hat.
    Ich kann den Film nur empfehlen, und zwar für alle diejenigen, die Hollywood einmal von einer anderen Seite sehen wollen...

  • traffic
    nur schade, dass das latente alkoholproblem vom obersten drogenfahnder bloß angedeutet wurde. was wär das erst für ein film, wenn auch der vater bei der therapie aktiv seine probleme besprechen könnt ...

  • geil und realistisch
    Abgesehen von der Darstellung der Ambivalenz der amerikanischen Gesellschaft zum Thema Drogen, was wahrscheinlich das Hauptproblem am Drogenproblem ist, war der film für mich eine tolle Präsentation der einzelnen Teile dieses Netzes das die Drogen durch die Gesellschaft ziehen.
    Na und die Kameraführung, sehr gut.

  • eh ganz nett
    bis auf das,dass man die handlung in einen 15 minuten trailer verpacken hätte können... eh ganz nett,zu wenig blut,zu wenig sex,sie hat zu viel an und ist zu dick und und und....

  • Re:traffic
    you are stupid...and cause you are stupid you almost fell asleep in one of the most exciting movies of this year...people like you shouldn

  • TOLLER FILM
    DER FILM IS ECHT GUT!!!! ICH GEH NICHT GERN UND OFT INS KINO; WEILS RECHT VIEL DRECK SPIELT, ABER DER FILM IST ECHT EMPFEHLENSWERT!

  • Kann verdammt viel
    Eigentlich wurde bereits alles vorweggenommen. TRAFFIC sieht einfach authentisch aus. Natürlich wissen wir, daß er das nicht ist, aber er sieht so aus. Die ständig wackelnde, aber trotzdem punktgenaue Handkamera, die verschiedenlastigen Farbtöne - das Rotbraun und die extreme Blende lassen Mexico noch schmutziger wirken, als es ohnehin schon ist - und sowohl der Einsatz der klangteppichartigen Musik, als auch der Wechsel zwischen den einzelnen Episoden ist perfekt getimed. Und nicht zu vergessen: Das Ensemble bietet eine geschlossen grandiose Darstellung, wo sogar Durchschnittsmimen wie Miguel Ferrer oder Tomas Milian über sich hinaus wachsen. Bedrückend, aufwühlend, atmosphärisch! TRAFFIC ist nach CROUCHING TIGER, HIDDEN DRAGON definitiv DAS Kinohighlight des letzten Jahres. Noch etwas: Die Mexikaner reden hier in der OF tatsächlich Spanisch miteinander und nicht etwa Englisch mit Akzent - ein weiterer Pluspunkt.

  • Super!
    Der Film ist einer der besten Filme die ich je im Kino gesehen habe! War sehr überrascht.
    Wenn man sich von einem Kinobesuch etwas erwartet ist man bei diesem Film richtig!

  • außergewöhnlich
    Es gibt tatsächlich einen Film der im Jahre 2000 gedreht wurde und der es mit GLADIATOR aufnehmen kann. Dieser Film ist TRAFFIC. War Steven Soderbergh mit ERIN BROCKOVICH noch mehr schlecht als recht unterwegs, kann er in TRAFFIC sein ganzes Potenzial und sein ganzes Talent unter Beweis stellen. Dieser Film ist mit einer derart famosen Ästhetik inszeniert worden, dass der Regieoscar mehr als verdient ist. Die Schauspieler steigern sich teilweise über ihre normale Qualität hinaus, wirken aber durch Soderberghs Spielereien mit Farben, Lichteffekten und verschiedernen Kamaraeinstellungen vielleicht ausdrucksstärker als sie wirklich sind. Mit überraschender Klasse präsentiert sich auch Cathrine Zeta-Jones, deren (echter) Babybauch ihrer Rolle eine ganz besondere Dramatik und Austrahlung verleiht. Michael Douglas, routiniert wie eh und je, bleibt weiterhin einer von der Oscar-Jury am meisten ignorierten Schauspieler. Dass man aus diesen, allesamt tollen Schauspielern gerade Benicio Del Toro mit derart vielen Lorbeeren überhäuft hat, ist für mich zwar nicht wirklich einsichtig, aber so bekam wenigstens einer des TRAFFIC-Ensembles einen Oscar. Nach so vielen Schwärmereien muss ich nun auch einen letzten Pluspunkt anführen, und zwar die geniale Filmmusik. Sie ist haargenau auf die Stimmung in den einzelnen Szenen angepasst und somit das Tüpfelchen auf dem i. TRAFFIC mag zwar nich für jeden Kinobesucher geeignet sein, aber wer schon Filme wie INSIDER oder DER TALENTIERTE MR. RIPLEY genossen hat, wird diesen Film, so wie ich, in den Himmel heben. Bewertung: 5 von 5 Sternen - Prädikat: Besonders Wertvoll!!!

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