Verhängnis

 GB/F 1992

Damage

Drama, Romanze 111 min.
6.90
Verhängnis

Jeremy Irons und Schwiegertochter Juliette Binoche beginnen eine verhängnisvolle Affäre

VERHÄNGNIS schildert die Tragödie eines Angehörigen der britischen Oberschicht, der sich sein einsames Leben jenseits störender Emotionalitäten in der Geselligkeit der Familie prächtig eingerichtet hat - und plötzlich erkennen muß, daß es auf schwankendem Grund gebaut wurde. Als er sich in die Freundin seines Sohnes (Juliette Binoche, für diese Rolle mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet) verliebt und mit ihr ein Verhältnis beginnt, verirrt er sich hilflos in ein Geflecht aus Lügen und Ausflüchten, alle seine Sicherheiten sind zerstört, die Selbstachtung verloren.
Text: Michael Roth, Votivkino

Details

Jeremy Irons, Juliette Binoche, Miranda Richardson u.a.
Louis Malle
David Hare nach Josephine Hart

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ertappt
    Die anfängliche Allerweltstory vom Schwiegervater Stephen in spe (Jeremy Irons), der mit der Schwiegertochter Anna in spe (Juliette Binoche) schläft, verdichtet sich am Ende zu einem bewegenden menschlichen Drama. Übertrieben ausführlich werden zuvor die beiden obsessiv sexuell Abhängigen auf ihr Genital beschränkt und müssen es auf Teppich und Matratze unaufhörlich unter Beweis stellen. Bei dieser etwas holprigen Variante im griechisch-römischen Stil zerbricht der rüde Lover seine Geliebte fast, liebevoll ist das nicht, soll wohl animalisch sein.
    Mit dem nahen Hochzeitstermin des Sohnes Martyn (Rupert Graves) und einem neuen Liebenest nimmt die Handlung die im Titel angekündigte Wendung. Martyn ertappt die beiden in flagranti und weicht entsetzt zurück – ein fataler Fehler! Jetzt wird der Film erst richtig gut. In knapper Szenenfolge geigen zwei Frauen dem Frauenheld die Meinung. Hier glänzt vor allem Miranda Richardson als Stephens Frau. Sie durchschaut ihn und lässt ihn eine Zeitlang an der langen Leine laufen, kann ihre verletzten Emotionen aber nicht verbergen ‘Wären wir uns doch nie begegnet.‘ und ‘ Warum hast du dich nicht umgebracht?‘ Souverän wie eine Göttin, aber auch rasend vor Trauer fleht sie ihn an ‘Gib mir seinen Tod!‘ Den Rest erledigt Annas Mutter, Leslie Caron. Sie löst verbal Stephens Hoden vom Gehirn, sodass er auf Reisen gehen und zu sich selbst finden kann – bestenfalls. Die verschwundene Anna taucht gesprächsweise nochmal auf, mit Freund und Kind. Eine großartige Lösung der Affäre, die so eindrucksvoll erzählt wird.