Weint um die Verdammten

 USA 1957

Band of Angels

Drama, Romanze 125 min.
6.60
film.at poster

Die hellhäutige Tochter eines verschuldeten Plantagenbesitzers muss bei dessen Tod erfahren, dass sie nicht die Erbin des Anwesens ist, sondern als Sklavin zum Besitz gehört.

Die hellhäutige Tochter eines verschuldeten Plantagenbesitzers muss bei dessen Tod erfahren, dass sie nicht die Erbin des Anwesens ist, sondern als Sklavin zum Besitz gehört. Sie wird von einem ehemaligen Sklavenhändler aus New Orleans gekauft, dessen Geschäft ihn zwar reich aber auch nachdenklich gemacht hat. Der Mann verliebt sich in sie. Doch um seine Zuneigung wirklich frei erwidern zu können, muss erst die alte Ordnung zerbrechen.

Details

Clark Gable, Yvonne De Carlo, Sidney Poitier, Efrem Zimbalist Jr., Rex Reason, Patric Knowles, u.a.
Raoul Walsh

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die weiße Negerin
    Fast 20 Jahre nach ‘Vom Winde verweht‘ versuchte Regisseur Raol Walsh an den Erfolg von Victor Fleming anzuknüpfen – und strauchelt aufs Antlitz. Herausgekommen ist eine Südstaatenschmonzette als Kostümschinken, in der es knochentrockene Dialoge mit viel Pathos gibt. Es ist nicht der permanente Soundtrack, der durch seine Blechinstrumentalisierung an akustische Folter grenzt, auch nicht der Chorgesang der Sklaven, der aus der Abteilung Musicalprozessionen stammt und es liegt schon gar nicht am Hauptdarsteller Clark Gable (als Hamish Bond), der immerhin etwas frischen Wind in die verstaubte Handlung bringt. Er war in beiden Filmen dabei, hat hier auch einige Einsätze, die an Rhett Butler erinnern. Selbst das Poster ist ‘vom Winde verweht‘. Und seine Geliebte Amantha (Yvonne De Carlo) ist von Haus aus doch auf Melodram speziell gebürstet.
    Vielleicht liegt es an der Fülle von unsympathischen Figuren. Selbst Sidney Poitier hat hier einige für ihn ungewöhnliche Hassausbrüche aus Undankbarkeit.
    Die Handlung vermag den Zuschauer nicht im Gefühlszentrum zu treffen, denn die Akteure verzetteln sich in abweisende Zurückhaltung. Selbst das sogenannte Liebespaar (Hamish / Amantha) geht mal Hüh und mal Hott miteinander um. Es fehlt an Gradlinigkeit. Beide sind von Skrupeln zerfressen, die sie nicht loslassen, uns aber kaum berühren. Die Lebensbeichte von Hamish Bond überzeugt nicht und kommt ungelegen. Wenn sie aufmacht, macht er zu. Man kann sich mit niemandem identifizieren.
    Das Thema als Ganzes: eine farbige Vorfahrin im Stammbaum einer an sich weißen plötzlich verarmten Gutsbesitzersstochter, die versklavt und wieder freigelassen wird, ist zwar edel aber welk. Im Verlauf des Films baut sich eine Aversion beim Zuschauer auf und er begreift, dass man der Aufforderung des deutschen Titels folgen muss.