Weißer Jäger, schwarzes Herz

 USA 1990

White Hunter, Black Heart

Drama, Abenteuer 113 min.
6.70
film.at poster

Das Psychogramm eines Machtmenschen wie Künstlers, eines Kolonialisten der menschlichen Seele.

Der Regisseur John Wilson (Eastwood) genießt zwar ein gewisses Ansehen bei der Kritik, Kassenerfolge kann er bislang aber noch nicht vorweisen. Was ihn nicht weiter stört, so lange wie es weitergeht und er bei der Arbeit seinen Obsessionen frönen kann. Eine davon ist die Jagd - weshalb er sich an ein Projekt macht, das in Ostafrika gedreht werden soll, wo er nebenbei Elefanten schießen kann. Die Sünde, einen Elefanten zu töten und sich so an der Welt zu vergehen, wird bald wichtiger als der Film - das Blut eines Schuldlosen muss erst fließen, bevor/damit der Filmemacher wieder in die Wirklichkeit zurückfinden kann.

Der Regisseur John Wilson (= John Huston) fliegt mit seinem Drehbuchautor Peter Verrill (= Peter Viertel) nach Afrika, um einen Film zu drehen (= THE AFRICAN QUEEN). Am Drehort angekommen, interessiert sich John - wie besessen - jedoch nur noch für die Elefantenjagd und lässt das Drehteam im Stich. Viertels Roman über die Dreharbeiten zu THE AFRICAN QUEEN diente Regisseur Eastwood als Vorlage für die Darstellung eines Machtmenschen, der erst zur Vernunft kommt, wenn Blut fließt. Eastwood selbst beauftragte Viertel für die Überarbeitung des Romans und bestand darauf, dass der Elefant am Ende nicht getötet werden soll - im Gegensatz zu Viertels Vorlage. Viertel sagte dazu: »Wenn Clint Eastwood das macht, machen das viele Touristen nach. Er wollte, dass in seinem Film die Hauptfigur am Ende realisiert, dass es eine Schweinerei ist, einen Elefanten zu schießen.« Die weitere Zusammenarbeit zwischen Viertel und Eastwood verlief harmonisch, nur bei den Dialogen mahnte er: »Peter, zu viel Worte!« (rf/Filmarchiv Austria)

Details

Clint Eastwood, Jeff Fahey, Charlotte Cornwell, Norman Lumsden, George Dzundza
Clint Eastwood
Lennie Niehaus
Peter Viertel, James Bridges, Burt Kennedy

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