Bonjour Tristesse

 USA 1957
Drama, Literaturverfilmung 94 min.
7.00
Bonjour Tristesse

Jean Seberg, Deborah Kerr und David Niven in der Verfilmung von Françoise Sagans Roman aus den 1950er Jahren.

Töchterchen Cecile will ihren Playboy-Vater und seine Freundin auseinanderbringen und löst eine Katastrophe aus...

n Paris tanzt die Teenagerin Cecile mit ihrem Playboy-Vater Raymond, aber Freude will sich nicht einstellen. Die Gründe dafür liegen einige Monate zurück: Damals lebte die dekadente Cecile noch unbeschwert mit dem Papa in Südfrankreich in den Tag hinein. Als deren Villa jedoch von Anne, Raymonds alter Liebe, besucht wird und Raymond offen von Hochzeit spricht, sieht Cecile ihren Lebensstil in Gefahr. Sie will die beiden Erwachsenen auseinander bringen und setzt damit eine Tragödie in Gang.

Details

Deborah Kerr, David Niven, Jean Seberg, Mylène Demongeot, Geoffrey Horne, Juliette Gréco, u.a.
Otto Preminger
Arthur Laurents, nach Françoise Sagan

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Guten Tag Traurigkeit
    Es ist heute schwer nachzuvollziehen, wieso der Film für viele bedeutende Regisseure so ungeheuer wichtig war. Und auch der Welterfolg des Romans stößt heute auf ungläubiges Staunen. Wir sind Ende der 50er Jahre. Damals traf beides wohl genau den Zeitgeist. Reißt es heute noch jemand vom Hocker, wenn Raymond, ein oberflächlicher Womanizer (David Niven), der eigentlich nur seine Tochter Cecile (Jean Seberg) liebt, jedem erreichbaren Rock den Hof macht? Vielleicht findet ja das Leben der Reichen und Schönen Interesse, hier sind es Pelze, Schmuck und Spielcasino. Cecile verhindert eine Beziehung des Vaters zu Anne, einer etwas reiferen Frau, die sich daraufhin auch noch umbringt oder verunglückt. Und das ganz unspektakulär. Neben der steril-steifen Deborah Kerr, die hier die Rolle der ‘moralinsauren Moralaposteline‘ gibt, überzeugt nur die junge, frisch-freche Jean Seberg - wenn man mal vom Blondchen (Mylène Demongeot), das letzten Endes doch erfolgreich ist, absieht. Dann ist es wohl die Sprache. Der Off-Kommentar lehnt sich eng an den Roman an und hebt das Niveau etwas, weil hier differenziert und reflektiert wird. Der krönende Höhepunkt ist aber das Chanson der Gréco. Hier deutet der Kontrast von Inhalt und Titel Ironie an. Es geht also um die pubertätsbedingte, an und für sich grundlose Traurigkeit eines Teenagers? Gefühlvoll formuliert:
    The street I walk is sadness
    My house has no address
    The letters that I write me
    Begin, "Bonjour Tristesse"
    My smile is void of laughter
    My kiss has no caress
    I'm faithful to my lover
    My bittersweet Tristesse