Brazil

 GB 1984
Komödie, Fantasy, Science Fiction 142 min.
8.00
film.at poster

Satirische Zukunftsvisionen von Terry Gilliam

Sam Lowry (Jonathan Pryce) ist ein kleiner Beamter im allmächtigen Informationsministerium, das in nicht allzu ferner Zukunft das schlagkräftige Instrument eines in den Faschismus abgesunkenen Vereinigten Königreichs darstellt. Um dem quälenden Alltag, der von seiner dominanten Mutter und dem nicht greifbaren kafkaesken System geprägt wird, zu entkommen, rettet er sich in Träume, in denen er heldenhaft und frei agieren kann.
Ein Tippfehler in einem Verhaftungsbefehl konfrontiert ihn nicht nur mit der monströsen Brutalität der Bürokratie - er begegnet auch einer Frau, die er aus seinen Träumen zu kennen glaubt. Just sie ist aber Teil der Widerstandsbewegung gegen das System, dem Lowry - der nach und nach an der Richtigkeit des übermächtigen Staates und seiner Institutionen zu zweifeln beginnt - angehört. Doch das Fiasko ist vorprogrammiert, es bleibt nur der Rückzug in das Reich der Träume.

Gilliam inszeniert seine politische Kritik am Thatcherismus als »Kino als Geisterbahnfahrt« (film-dienst), das seine jüngste Entsprechung in V for Vendetta findet.

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Jonathan Pryce, Robert De Niro, Bob Hoskins, Ian Holm, Michael Palin, Kim Greist, Katherine Helmond, u.a.
Terry Gilliam
Terry Gilliam, Tom Stoppard

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • einfach genial
    Dieser film ist schlicht und einfach genial. Ein bisschen von Kafka, ein bisschen von Matrix und einiges von 1984 (George Orwell). Anschauen!

  • Ein geniales Werk...
    "Brazil" ist ein geniales Werk von philosphischer Tragweite. Eine Ode an die Freiheit des Geistes in Zeiten zunehmender Unfreiheit. Keine leichte Kost, sondern etwas für Träumer und Denker. Die Umsetzung des Stoffes ist zudem auch bildlich überaus gelungen. Ich hoffe, der Film kommt trotz seines Alters wieder einmal ins Kino.