Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung

 USA 1999

Bringing Out the Dead

Drama, Thriller 27.07.2000 118 min.
6.80
Bringing Out the Dead - Nächte der Erinnerung

Im diesem ergreifendne Psychodrama von Martin Scorsese spielt Oscarpreisträger Nicolas Cage den New Yorker Rettungssanitäter Frank Pierce, der unter den Anforderungen seines Jobs zu zerbrechen droht.

New York, Anfang der 90er: Nasse Straßen im Neonlicht, ein Krankenwagen, der durch die Nacht jagt.

Nicolas Cage spielt den New Yorker Rettungssanitäter Frank Pierce, der unter den Anforderungen seines Jobs zu zerbrechen droht. Die psychologische Belastungsprobe steht jedoch bevor, als die Geister der Toten ihn in seinen Träumen heimsuchen. Aufgezehrt von dem Leid, mit dem er täglich konfroniert wird, trifft Frank auf Mary (Patricia Arquette), deren Vater er als Komapatienten in die Notaufnahme bringt. Mary hat ihre eigenen Sorgen, ihre Drogenvergangenheit, die sie einholt - doch Frank sieht auch die Wärme und Menschlichkeit in ihr und er klammert sich daran, in der Hoffnung, sie und sich selbst zu retten.

Die Superstars NICOLAS CAGE ("Leaving Las Vegas", "Con Air") und PATRICIA ARQUETTE ("Nightwatch", "Ed Wood") - damals auch privat ein Paar - standen für "Bringing out the dead" gemeinsam vor der Kamera. Das Drehbuch stammt von dem renommierten Autor PAUL SCHRADER, mit dem Scorsese schon bei "Taxi Driver" und "Raging Bull" zusammenarbeitete.

Details

Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman, Ving Rhames, Tom Sizemore, Marc Anthony, u.a.
Martin Scorsese
Elmer Bernstein
Robert Richardson
Paul Schrader
Buena Vista Austria

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Rettungssanitäter
    Ein sehr subjektives Berufsbild von einem Rettungssanitäter (Nicolas Cage), der ausgebrannt ist, Alkohol und Drogen konsumiert und sich dennoch einen menschlichen Touch im Umgang mit den Hilfesuchenden bewahrt hat. Der Zynismus der Kollegen bestimmt die Kommunikation. Ist wohl ein Schutzverhalten, um in diesem Stress und inmitten des menschlichen Elends zu überleben. In bestimmten Situationen nimmt Cage im Rausch Kontakt zu den Sterbenden auf. Das wird optisch umgesetzt, wie er die Toten wieder an die Oberfläche bringt. Eine predigende Nonne weist den Weg der Wiederauferstehung. Die letzte Einstellung wirkt demnach fast wie eine Pieta, wenn sich Cage an Patricia Arquette anschmiegt. Doch diese Religiosität wirkt etwas aufgesetzt. Eigentlich findet all das nur im Kopf von Cage statt, der von Toten heimgesucht wird, die er nicht retten konnte, und der durchaus nachvollziehbar an seiner Umgebung verzweifelt. In dieser hoffnungslosen Welt ist vielleicht die Flucht in einen religiösen Wahn ein möglicher Ausweg. Bedrückend realistisch und zugleich aber durch die Antennen zum Jenseits nach oben offen.

  • Nett und sehenswert
    gut gemachter Film, auch wenn etwas überzogen und fachlich mangelhaft.
    Aber mit einigen haargenau getroffenen Eindrücken des Rettungsdienstes.
    So z.B. der chronische Penner, Spriti den man jeden Tag zur selben Zeit, am selben Ort auffindet und die freudige Reaktion der Retter beim auffinden.
    Der makabere, dunkel schwarze Humor ist in diesem Film nur an einigen stellen überzogen, aber meistens vollkomm zutreffend. Na Klar kommt es bei dieser Überbelastung zum Burn Out. So werden in diesem Job kranke Psychomanen erzeugt. Auf einer höhst gelungenen Art und Weise sind hier die persönlichen Eindrücke, die Gedanken und Gefühle des Retters der von geistern verfolgt wird dargestellt. Ein traumatischer Einsatz, ein Mädchen das
    sein Gefühlschaos auslöst und dafür sorgt das er niemanden mehr retten kann, weil sie unter seinen Händen stirbt. Vermutlich nicht die erste die ihm stirbt, aber auf alle fälle ein bleibendes Schlüsselerlebnis aus unklaren Gründen.
    Ein Film über das Wahre Leben, wenn man Frank Pierce als die extremste form des Burn Out sieht. Im Endefekt kann diese Story nur von jemanden geschrieben worden sein, der selbst gerettet haben muss. Film und Fernsehen haben ihr recht eingeräumt wahrlich hart zu übertreiben, was der Grundhandlung aber kein abbruch tut.

  • ohhhhh...Nicolas Cage....jaaaa
    Hab mir den Film gestern angeschaut, und kann nur sagen --> ja, war eine echt coole Sache. Ein Nicolas Cage zum Schmelzen, der auch spitze schauspielert, 100% überzeugend (und diese Augen...), das Mädel weniger, aber was soll´s... Die Fahrten mit dem Krankenwagen durch die nächtliche Stadt, zur rockigen Musik, ur-geil, Wahnsinn!!!! Muss man vermutlich gesehen haben, um sich das vorstellen zu können. Und gelegentlich ist der Film unterlegt von einem bösen, bösen schwarzen Humor ... ein Leckerbissen, der Film.

  • Empfehlenswert wenn...
    man Psychos mag. Der Film hat einiges an Hintergrund. Zum einen zeigt er die knochenharte körperliche und seelische Belastung die dieser Job mit sich bringt. Zum anderen zeigt er wie die Personen die so einen Beruf ausüben damit fertigwerden was sie die ganze Nacht sehen, oder auch nicht damit fertig werden (siehe cage) Geplagt von zu wenig Schlaf, horror-ähnlichen Begegnungen und zerfressenden Selbstzweifel versucht Cage eine Erinnerung an ein mädchen zu verlieren das er nicht retten konnte. Nebenbei lernt er ne nette frau kennen die ihn sogar zum lächen bringt. (was sehr selten in dem film bei cage zu sehen war). außerdem trieft der film meiner meinung nach von sarkasmus. andere mögen das höchstens als provozierende gewalthandlungen oder aussagen erkennen. doch in all den bösen aussagen liegt oft ein herber witz. dieser film zeigt sehr realistisch wie hart das leben sein kann. und wie schwer man mit seinen seelischen problem zu recht kommen mag. ---> Faszit: Für leute die sich auch nach dem film gedanken über den film machen sicherlich sehenswert.

  • Genial!
    Ich bin ohne große Erwartungen in den Film
    gegangen und habe auch vorher keine Kritiken
    darüber gelesen - um so mehr bin ich positiv
    überrascht worden (nach mehreren negativen
    Überraschungen wie zB: MI-2). Jeder dem auch
    ein morbider Humor gefallen kann wird sich in
    dem Film köstlich Unterhalten. Die schrägen
    Darsteller und die hässliche Stadt sind wunderbar
    rausgezeichnet. Anfangs war ich noch etwas
    befremdet über dem Film - doch dann hat er mich
    in den Bann gezogen. Dieser Film muß im Kino
    gesehen werden, auf Video hat er wahrscheinlich
    keine Wirkung (ähnlich wie Leones "Once upon
    a time in the west", der auf Video fad ist).
    Fazit: Ein Film den man sich nicht unbedingt
    ein zweites mal anschauen muß, der aber beim
    ersten mal wirklich gefällt. Bravo Scorsese.

  • Eine vergebene Chance
    Der Film tingelt für meinen Geschmack ein bisschen zu verschwommen hin und her und weiß anscheinend selbst nicht genau was er eigentlich will. Einerseits ist es ein nett konstruiertes, übersteigertes Schaubild des Schreckens, die Höllenfahrt der Rettungsengel, andererseits kommt es dann mit so seltsam anmutenden Geistererscheinungen daher, die nicht wirklich Sinn ergeben oder zumindest auf mich nur befremdend wirken. Meiner Meinung nach vergibt der Film eine riesen Chance. So wie er jetzt ist, erzählt er nämlich keine Geschichte. Er handelt von keinen echten Menschen und die message zum Schluß wirkt für die Klasse eines Scorsese fast schon peinlich. Die vergebene riesen Chance die ich darin sehe, hätte zB ein wahrer Höllentrip Franks werden können in dem er mehr und mehr dem Wahnsinn verfällt. Die Szene in der er die Autoscheibe einschlägt hätte man als Ausgangspunkt dessen nehmen können. Aber so verhungert jeglicher Tiefgang schon im Ansatz. Schade.

  • Klarstellung
    du wirst lachen, aber die kritik hat film.at oben von MIR aus der Reflex Community !!!!!!!!!!!!!!

    mfg,
    outlive

    Re:Klarstellung
    UND WENN SCHON .... STECK DIR DEINE KRITIK SONSTWOHIN UND LASS UNS DAMIT ENDLICH IN FRIEDEN, VERDAMMTER WICHTIGMACHER!

  • halt anschaun!
    BRINGING OUT THE DEAD ist der pure adrenalinrausch, ein rockender todestrip voller hoellischer eindruecke und weit entfernt von der vereinfachten wahrheit des EMERGENCY ROOM. aber ist dieses unverkennbare scorsese-produkt auch ein echter knaller. oder anders: ist der film sehr gut?? keine leichte frage! fuer den moment behaupte ich - nein! POSITIV : nicolas cage war nie besser. in seinen ausdrucksstarken augen spiegelt sich ohne zweifel der pure horror dieses hammerharten jobs. er spielt einen sanitaeter und faehrt seinen rettungswagen in einer trostlosen gegend in new york. und er arbeitet nur nachts! eine gute zeit fuer geister. NEGATIV : leider hoert der film immer dann auf seine geschichte zu erzaehlen, wenn es wirklich notwendig waere sie zu erzaehlen. so gibt es im film die nervende story der toten rose, die staendig auftaucht, aber nie inhalt bekommt. da sag ich nur - fucking rose! und dann ist da die grossartige musik. die ist zu gut. und so scheint sich der film eher der musik unterzuordnen, als umgekehrt und man koennte meinen BRINGING OUT THE DEAD ist ein 2 stunden videoclip. okay, hier handelt es sich um einen martin scorsese film und der mann ist schon klasse und haelt sich nicht gern an festgelegte erzaehlstrukturen. leider wirkt sich das hier negativ aus. was bleibt ist ein unvollstaendiges und eindrucksvoll misslungenes filmereignis. aber.... MAKE UP YOUR OWN MIND! schaut euch den film an! 6/10

    Re:halt anschaun!
    Ich gebe Dir in Deiner Ansicht zu diesem Film nahezu zu 100% recht. Allerdings: Cage war besser in Leaving Las Vegas. Vielleicht aber auch nur, weil er dort die Chance hatte um Häuser mehr zu geben. Hier sind im die Hände gebunden. Das Drehbuch und die Regie lassen ihm in diesem streng konstruierten Machwerk keinerlei Spielraum.

    Re:Re:halt
    ganz klar! LEAVING LAS VEGAS ist besser und cage war besser. nur seit LEAVING LAS VEGAS sind schon einige jaehrchen vergangen. und seitdem hat mich cage eigentlich nicht mehr so ueberzeugen koennen. ich wuerde also schon sagen, dass der mann in BRINGING OUT THE DEAD wieder zeigen konnte was er drauf hat.

  • naja
    Ich habe mir den Film, deshalb angesehen, weil Nicolas Cage einer der besten Schauspieler und Martin Scorsese einer der besten Regisseure ist. Nun habe ich sie gesehen, diese Milieustudie mit einem Hauch melancholie und noch weniger sehr trockenem Humor, und weis nicht was ich damit anfangen soll. Ist Bringing Out the Dead ein guter Film? Natürlich ist er das, der Film ist bis in die kleinsten Nebenrollen genial besetzt, Nicolas Cage besticht nach einigen (sehr gelungenen) Action Hits wieder einmal durch schauspielerische Leistung (mindestens so gut wie in Leaving Las Vegas). Die Kameraführung ist absolut genial. Die Berufsgruppe der Krankenwagenfahrer wird hier meiner Meinung nach sehr realistisch und dramatisch vor Augen geführt. Ist Bringing Out the Dead ein schlechter Film? Ja, die Liebes(?) beziehung Cage/Arquette passt überhaupt nicht in den Film. Patricia Arquette spielt schlecht. Und das Cage in dem Film vom Geist einer(!) (wenns alle gewesen wären, wäre das ganze einleuchtender) verstorbenen Patientin heimgesucht wird ist etwas weit hergeholt.
    Alles in Allem ist dieser Film eine ansehnliche Milieustudie, die ich an all jene weiterempfehle, die vom Hollywood Actionkino die Nase voll haben. Wer allerdings den Film "Taxi Driver" (auch von Martin Scorsese) liebt, der könnte von Bringing Out the Dead, so wie ich, etwas enttäuscht sein.
    Bewertung: 2,5 oder 4 von 5 Sternen

    Re:naja
    Leider fühle ich mich gezwungen für Patricia eine Lanze zu brechen. Ich mag sie einfach. Egal was sie spielt. Und daß sie hier vielleicht etwas hohl wirkt (und dennoch alles aus dieser mickrigen Rolle herausholt was herauszuholen ist), liegt nur am Drehbuch und der Regie, die beide einfach keinen Spielraum für Schauspieler zulassen. Ebenso Cage, der in Leaving Las Vegas um Häuser mehr geben durfte. Die Beziehung an und für sich zwischen den beiden, finde ich nicht deplaziert, aber wie auch in meiner Kritik unten angeführt, wird einfach nix gscheites draus, wie aus dem ganzen Film. Einfach eine vergebene Chance.

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