Darum

 A 2007
Drama, Literaturverfilmung 04.04.2008 ab 12 90 min.
5.70
Darum

Kai Wiesinger als netter Mörder von nebenan: Eine Daniel Glattauer-Verfilmung von Harald Sicheritz.

Denken Sie an eine nette Person aus Ihrem Bekanntenkreis, an einen friedfertigen jungen Mann. Einen sympathischen, charmanten, beruflich erfolgreichen Menschen. Einen durch und durch angenehmen Zeitgenossen. Genau so ein Mann ist Jan Haigerer. Er ist Mitte 30. Er arbeitet als Gerichtsreporter bei einer der angesehensten Zeitungen des Landes und ist allseits beliebt. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie erfahren, dass genau dieser nette junge Mann jemanden umgebracht haben soll. Angeblich hat er in einer Bar jemanden erschossen. Irgendjemanden. Er ist hergegangen und hat die Mündung seiner Waffe wahllos auf einen Menschen gerichtet und abgedrückt. Genau das hat Jan Haigerer getan. Er hat Rolf Lentz ermordet. Ohne Streit, ohne Vorgeschichte, scheinbar aus dem Nichts heraus. Angeblich hat er das Opfer vorher nicht einmal gekannt. Haigerer legt ein Geständnis ab. Er sagt, die Tat war geplant. Grund dafür gibt er keinen an. Und die Menschen rund um ihn erkennen nichts Böses an ihm. Sie mögen ihn. Daher will niemand ihm glauben

Details

Kai Wiesinger, Nadeshda Brennicke, Anna Thalbach, Andrea Händler, Michou Friesz, Roland Düringer
Harald Sicheritz
Lothar Scherpe
Thomas Kiennast
Agnes Pluch, Harald Sicheritz
Filmladen
ab 12

Kritiken

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User Kritiken

  • enttäuschend
    also mir hat der film auch nicht gefallen. ist einfach kein guter film, weder künstlerisch anspruchsvoll, noch spannend und wenn man die sozialkritik so "suchen" gehen muss (zum kommentar unten), dann ist's eigentlich keine mehr...
    sowas gibts halt auch in österreich, dass man bei einer (buch)verfilmung danebengreift.
    und enttäuscht kann ich vom film auch nur sein. weil in österreich oft genug sehr sehr gute filme gemacht werden und die erwartungen bzw. ansprüche dadurch hoch sind


  • bei den letzten "kritiken" kann ich wohl nicht mithalten. sind mir
    ehrlich gesagt auch ein bissl zu heftig. meiner meinung nach wirft
    dieser film eine menge an sozial-kritik auf. es sind soviele details
    in diesem film integriert das es gar nicht so einfach ist "darum"
    zu erklären. es muss man einfach gelebt haben. wenn sich jetzt jemand fragt warum? dann wohl aus dem grunde sonst ist jemand nicht
    glaubwürdig. schean tog

  • Unfassbar...
    Es ist schier unglaublich welch schlechte Filme in Österreich Förderungen einheimsen.. Offenbar hat der Hr Grasser den Fuss ganz fest in den Förderungsgremien verankert, anders ist so etwas nicht mehr zu erklären. Bedauernswert dabei das für so manch andere - weitaus bessere Filme dann plötzlich keine Fördergelder mehr da sind, während ein so schlechter Film wie dieser absahnt. Das ist halt nur in der Bananenrepublik Österreich möglich. Das einzige was man dem Film zugutehalte muss ist die (für österr. Verhältnisse) gute Kameraarbeit. Das wars dann aber schon. Vom Drehbuch, über Besetzung, darstellerischer Leistungen, etc etc eine einzige, langweilige Katastrophe. FAZIT: Defintiv NICHT empfehlenswert. Sorry, aber was anderes kann man zu dieser Verunglückung nicht mehr sagen.

    Re:Unfassbar...
    Unfassbar ist dass der Grasser damit nichts zu tun hat. Das mit den Förderungen macht das Kulturministerium. Gut ist, dass lebende österreichische Schreiber wie der Glattauer verfilmt werden. Schlecht ist, dass das Geschreibsel nicht in einen erfolgreichen Film umgesetzt wird.

    Das Buch dann in lebendige Bilder zu transportieren, die emotional und spannend sind ist schwierig. Das kostet viel Geld und die Umsetzung hat dann der Regisseur in der Hand. Ausser der Glattauer macht die Regie und bekommt genügend Geld. Jedenfalls muss dass Bildermachen gekonnt sein.

    Somit ist es auch gut, dass kein zuä starkes Marketing für den Film gemacht wurde, damit der Ruf des österreischischen Films nicht noch mehr ramponiert wird. Abgrundtief schlecht war der Film keineswegs. Der Düringer hat Präsenz, genauso wie der Hauptdarsteller. Harald Sicheritz machte gute Kommödien, ein Drama ist um vieles Schwieriger. Da haben ja nicht einmal mehr die Franzosen eine Chance in Österreich. Ich kenne auch kein europäisches Land dass da eine Chance hätte. Ein kleines bissi vielleicht Großbritannien mit der Unterstützung von Hollywood. Aber ansonsten regiert in dem Genre Hollywood. Trotzdem weiter mutig vorwärts in neue Zeiten.

  • Buch ist besser!
    Obwohl man glaube ich, noch nie einen ernsten Düringer gesehen hat (Ausnahme "Kaisermühlen-Blues") und die Grundidee des Films echt eine Neuheit bietet: Der Angeklagte will unbedingt verurteilt werden, aber warum? So geht die Glaubhaftigkeit des Protagonisten schon ab der Hälfte des Films flöhten. Sicheritz sollte lieber bei den Komödien bleiben, weil unter anderem der Soundtrack der verstörend und beängstigend wirken soll, schon nach ein paar Minuten nur mehr nervt. Zwar haben sie sich bei dem Drehbuch sehr genau an die Romanvorlage gehalten, doch die Hauptperson des Jan Haigerer wurde im Film stark anders dargestellt als im Buch.
    Fazit:
    Ein Buch das eine gute Filmvorlage lieferte, doch diese Verfilmung ist sehr schlecht.