Das große Fressen

 I/F 1973

La grande bouffe

Tragikomödie 130 min.
7.20
Das große Fressen

Vier Herren mittleren Alters ziehen sich in die Villa des einen zurück, um sich gemeinsam zu Tode zu fressen.

Kulinarische und sexuelle Ausschweifungen gehen ineinander über, wobei die letzten Stunden der vier Männer einiges über ihr Wesen verraten.

Details

Michel Piccoli, Marcello Mastroianni, Philippe Noiret, Ugo Tognazzi, Andrea Ferreol
Marco Ferreri
Philippe Sarde
Mario Vulpiani
Rafael Azcona, Francis Blanche

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ich esse also bin ich...nicht
    Anfang der 70er Jahre war der Film ein Skandal und heute ist diese Groteske über den Konsum als Todesursache immer noch für viele ziemlich gewagt. Der animalische Drang zum Essen des Tierwesens Mensch wird auf einer Ebene mit der sexuellen Gier gezeigt, der totale Genuss von Sex und Speisen als ultimatives Prinzip. Dabei folgt der Film formal einem strengen Aufbau.
    Im ersten Teil werden die vier Freunde vorgestellt: Michel, Marcello, Philippe und Ugo. Nie wieder standen diese Leinwandlegenden zusammen vor der Kamera. Hier stehen sie für den Balletomanen und Kunstliebhaber, den Autofreak und Frauenhelden, das Muttersöhnchen und natürlich den Koch.
    Im zweiten Teil werden die Nahrungsmittel und ihre Herkunft kurz eingeführt.
    Teil drei, der anfangs noch lustig und frivol daherkommt, enthält das Kernstück der Aussage mit allen Steigerungen und Entartungen. Man mästet sich! Wir hören das Entweichen der Gase aus dem Mund und aus der gegenüberliegenden Körperöffnung. Man treibt es querbeet, jeder mit jedem. Die Mutter der Kompanie ist die Rubensfrau Andrea Ferreol. Eine für alle.
    Im vierten Teil sehen wir das Ende der Helden. Und es gibt jede Menge geistreicher Jokes und philosophische Überlegungen über den Vanitas-Gedanken.
    Und dann reicht Ferreri noch einen Epilog nach. Philippe, der einzig Ehrbare, ist noch übrig und darf an Andreas Busen entschlafen.
    Die zweite Lieferung von Frischfleisch wird im Garten deponiert. Vielleicht für die Hunde!? Großartig fotografierte Idee, von grandiosen Akteuren dargestellt, mit tödlicher Konsequenz.