Der Überfall

 A 2000
Krimi, Kabarettfilm 85 min.
6.80
Der Überfall

Der bewaffnete Raubüberfall auf eine kleine Schneiderei in Wien entwickelt sich zu einem absurden Machtspiel zwischen Räuber, Schneider und einem zufällig anwesenden Kunden.

Andreas (Roland Düringer) ist arbeitslos, geschieden und mit den Nerven am Ende. Mit den Alimenten ist er im Rückstand, und er hat kein Geld, um seinem Sohn ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. In seiner Verzweiflung plant er, einen Supermarkt zu überfallen. Noch bevor er seine Waffe zieht, übermannt ihn die Panik und er flieht in eine kleine Schneiderei im Nebenhaus.

Er bedroht den Schneider (Joachim Bißmeier) und einen zufällig anwesenden Kunden (Josef Hader), durchsucht das Geschäftslokal nach Bargeld und sitzt plötzlich fest. Denn der Supermakrt wurde inzwischen tatsächlich überfallen, und der Häuserblock ist von der Polizei umstellt. Andreas fällt sehr schnell aus der Rolle des abgebrühten Verbrechers und offenbart sich sienen Opfern in seiner ganzen Hilfslosigkeit.

Auf engstem Raum und unter extremen Umständen durchlaufen die drei Männer die ganze Bandbreite menschlichen Verhaltens: ständig schwankend zwischen Mitteilungsbedürfnis und Schweigsamkeit, Brutaliät und Mitgefühl, offener Aggresssion und versteckter Gemeinhait entwickeln sie eine Freund-Feindschaft von ungewöhnlicher Intensität.

Details

Roland Düringer, Josef Hader, Joachim Bissmeier
Florian Flicker
Hannes Strobl
Helmut Pirnat
Susamme Freund, Florian Flicker

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • irgendwie langweilig - Teil 1
    Oder wie aus einem Faschingsfest, ein Mittelmässiger Beerdigungsgeburtstag wird.
    Nun wir schreiben das Jahr Wien, in 2000. Es ist Februar. Die Leute sind blöd, grantig, kalt aufgelegt, das Wetter ist beschissen graupelig. Die Zeit ist so richtig, um sich entweder selbst zu geisseln, oder Freiwillig in ein Franziskanerkloster zu gehen. Eine Gemeindebauwohnung wie es sie in Europa zu Hunderten gibt in verschiedenen Städten, nur ist unsere Stadt eben die schönste. Naja zumindestens was die Biotonnen betrifft, die sind so schön bunt. Nun, es beginnt so richtig lebensecht, maximal wahrscheinlich wie ¿Kids¿ oder
    ¿Trainspotting¿ oder ne Össiversion von¿American Beauty ¿in einem Gemeindebau, wo der 32 jährige
    arbeitslose, leicht dämliche, aber Ochsennette ANDREAS (Roland Düringer) lebt.
    Er ist nicht nur arbeitslos, sondern auch von seiner Frau geschieden, und sein knapp 7 Jähriger Sohn feiert gerade heute Geburtstag. Das blöde ist, das er bei der Schwester lebt, deren Mann ihn verachtet, und der Polizist ist. ANDREAS hat noch ein Problem, er muß bis abends seiner Geschiedenen Frau, 10.000.- an Alimenten zahlen, sonst schaltet diese den Rechtsanwalt ein. ANDI hat eine ziemlich verrückte Idee, um zu Geld zu kommen, er verkleidet sich weil ja Faschingszeit ist, als Clown, und zieht los mit einer Tasche, und einem Plastikroboter, der zusammengeschuster ist, für seinen Sohn, los, in den 2. Bezirk, um eine Mondo Filiale zu überfallen. Der Typ ist urtolpatschig und äußerst lieb, und kann eigentlich seine liebenswürdige Tat nicht ins Freie übersetzen, da er einfach zu viele Zeugen hat. Auch in ner Bank hat er sich nicht reingetraut, also bleibt nur eines übrig. Das zufällig vorbeikommende Geschäft des Schneidermeisters JOSEF BÖCKL zu besuchen (Joachim Bißmaier). In dem Shop sind nur 2 Leute, der Meister und WERNER KOPPER (Josef Hader). ANDI überfällt den Schneidermeister, und erbeutet einige 20 er sonst nichts, und als er JOSEF selbst ausbeutet, fallen ihm 800.- in die Hand. Das ganze ist aber leicht Minnisarkastisch gedreht worden, und wirklich süß. Alleine wie er schon reingeht, und im Hinterkammerl, aus das Piepstöngeräusch vom Handy von
    WERNER aufmerksam gemacht wird, der so ne Art großes Kind ist.
    Natürlich werden die beiden hilfsbedürftig, fast nach ner Verbrecheranleitung, gefesselt, mit bunten Bändern, und auf nen Stuhl gesetzt. ANDI sucht verzweifelt Geld, er braucht ja nur die 10 Riesen, mehr nicht, nur hat JOSEF ¿ 0 Kohle bei sich, weil sein Geschäft wirklich beschissen rennt. Wer geht heutzutage noch zu einem Schneider, wenn man doch neu bei C & A, und bei H & M, so billig Massenfließbandsmaschinenklamotten kriegt. Er räumt denen die ganze Bude aus, und findet außer Dreck und Stoffe eigentlich nichts.
    Dann fängt ANDI einfach an sich zu beruhigen, und irgendwie kommt er mit den beiden ins Gespräch, und so nach dem Motto¿Kaisermühlenblues¿ und¿Ein echter Wiener geht nicht unter¿unterhält er sich eigentlich ganz nett von denen, und als er auf seine Situation aufmerksam machen will, kommt gerade die Polizei.
    ANDI will gerade aufgeben und rausgehen, als er im letzten rettenden Moment erkennt, das eigentlich vis a vis ein Raubüberfall auf die von ihm zuvor besuchte Mondo Filiale gemacht wurde.
    Er bleibt bei JOSEF und bei WERNER und leistet ihnen Geiselnehmende Gesellschaft. WERNER ist Angina Pectoris krank, und während die Stunden vergehen, hat er ihm so ziemlich alle möglichen Krankheiten aufgezählt die es gibt, und die er gehabt hat, von ner Seitenwandherzerkrankgung bis zur Nierenkolik.
    Mann das macht so richtig glücklich sowas zu hören, überhaupt wenn du in einer so verzwickten Situation bist wie ANDI. Er schlägt die beiden nicht, er redet, wütet, und läßt sie dann eigentlich frei.
    WERNER muß dazwischen aufs Klo, und brunzt in die Waschmuschel rein, was aber nicht klappt, und so begleitet ihn ANDI aufs Klo am Gang, und WERNER wird eingesperrt.

    schon besser gelacht - Teil 2
    Bei dem Versuch WERNER zu retten aus dem Scheißhaus, verletzt sich ANDI, und irgendwann kommt auch JOSEF frei, und kann ANDI niederknüppeln.
    Da hat er auf einmal das Muttersöhnchen WERNER kurz auf seiner Seite, und den helfenden Samariter spielend, geht ANDI mit ihm zur Volksbank, um JOSEF´s überlastetes Konto um 5.000.- zu erleichtern, wobei aber auch ne Menge Schwierigkeiten auf sich zu kommen.
    Nun der Streifen ist es eigentlich wert, ihn im Kino anzusehen, da der Österreichische Film wirklich brilliert, und alleine von seinem leicht hintergründigen Ostereiersuchsonntagschmäh beruht.
    Nach dem Film bekommt man irgendwie Depressionen, und man mag gar nicht mehr so richtig weiterleben, wenn es nicht im Kinofoyer einen Häagen Dasz Eis stand gäbe, wo man gnädigerweise von der Freundin eingeladen wird, die sich bedankend mit einigen Eisflecken auf der Bluse, auf sichtbaren Stellen, ärgert.
    Nur wer kann wissen, das man mit vollem Munde nicht lachen soll.
    ANDI spielt den Düringer irre gut ,und paßt wunderbar als zitterndes, krankes, nervenschüttelndes Nervenbündel. Man denkt so langsam über den Sinn des Lebens nach, stellt sich wiederum die alten Fragen, wo komm ich her, wo geh ich hin, wieviel Zeit wird ich noch haben, wo ist mein Plasma TV, wird
    GILIAN ANDERSON mir den Heiratsantrag endlich zurückschicken ausgefüllt, den ich Ihr vor 5 Jahren schickte, oder KYLIE MINOGUE vor 14 Jahren ?
    Man geht einfach so schlurfend dahin, und freut sich über die Plackerei der Freundin die dich versucht Huckepack als heulendes Elend zur Schnellbahn zu tragen, und 86 Kg nicht verkraftend schon nach lächerlichen 123,5 M zusammenbricht. Eigenartig ist es immer dann wie die Leute schauen, wie Autoscheinwerfer, die noch nie den Mond gesehen haben.
    Die ganze Story ist eigentlich eine 3 Personen im Raum eingesperrt Story, aber wirklich gut gespielt, und Roland Düringer ¿ ein Meisterkabarettist bei dem alle anderen wirklich einpacken können, hat einen so herrlichen suizidgefährdenden Murder Death Kill Blick.

    Schneeflockige

    Faschings 71,01 von 100

  • Ein österreichischer Film
    Wir haben den Film grandios gefunden. Es haben alle drei Schauspieler perfekt gespielt, ansonsten hätten sie die gute Mischung von schwarzem Humor und sehenswerten ernsthaften Hintergrund wohl nicht so gut gebracht.
    P.S.: An die gelangweilten Kollegen: "Ein bissi´genauer hinschaun´!"

  • für zwischendurch...
    Nach "Hinterholz 8", dem erfolgreichsten Film aus Österreich in den letzten
    paar Jahren, hat sich Roland Düringer die Latte für seine nächsten
    Engagements relativ hoch gelegt. In nächster Zeit werden wohl all seine
    Filme an diesem Juwel gemessen. Um es aber vorweg zu nehmen: Mit "Der
    Überfall" verfehlt er das Ziel, seinen letzten Film noch einmal zu toppen,
    doch relativ klar....aber trotzdem ist es ein gut inszeniertes Dreipersonenstück, dass aber
    doch im Detail nicht mehr als zu einem "kann man sich anschauen, muss man
    aber nicht" reicht....6/10...eine ausführliche Kritik zu dem Film gibts auf http://beam.to/filmkritik....Schladi

  • Gutes Theaterstück
    Wenn man den Hader mag kann man den Film ruhig gehen. Mir is es wie ein gutes Theaterstück vorgekommen. Zwar nicht sehr gut, aber doch noch gut.

  • Weiß nicht so recht
    Die Story ist zwar ganz nett und birgt einige Überraschungen, aber irgendwie hat man versäumt, dies auch entsprechend in Szene zu setzen, denn irgenwie will das ganze nicht so recht zünden. OK, ein paar Schmunzler waren schon dabei, die hauptsächlich Josef Hader für sich verbuchen kann, aber irgendwie wars das schon wieder. Und auch das Ende wirkt ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Kurz: "Der Überfall" ist so ein richtig mittelmäßiges Drama - weder wirklich gut, aber auch nicht komplett daneben. Es bleibt halt ein fader Nachgeschmack.

  • Langeweile ...
    ... hat mich während des Filmes überfallen! Dazwischen konnte ich auch zwei- oder dreimal lachen.

    Re:Langeweile ...
    Manche Leute verstehen es wirklich sich zu artikulieren. Danke für die originelle Fernsehansage...

  • ein herrliches kammerspiel
    drei Schauspieler in einem Raum, fast während des ganzen gar nicht langen Filmes.
    Ein Krimi?
    Ein klassisches Kammerspiel mit drei grandiosen Schauspielern ohne vordergründige "action"´.
    Spannend, witzig, sehenswert.

  • der überfall
    Ich habe mir den Film lustiger erwartet. Er war zwar in Ordnung, aber man verpasst nichts. Die Schreierei hat mich etwas genervt

    Re:der überfall
    hallo
    ich bin die sandra und werd übermorgen 12 jahre alt.ich wollte mr diesen fil,(der überfall) mit meinen freundinnen anschauen, aber weil ich hier die komentare gelesen hab, bin ich etwas ins schmunzeln gekommen.
    ist der film für 12-jährige empfelenswert oder nicht?
    was meinst du?
    wäre net wenn du mir so schnell wie möglich antwortest, ichwollte mir den film nämlich übermorgen anschauen.
    danke schon im vorhinaus
    sandra

  • Toller Austrofilm
    Eine Tragikkomödie die eher zum Lachen animiert, als zum Weinen.Ein lustiger J.Hader und ein ´grandios spielender Düringer....Fans von österreichischen Filmen ist dieser nur zu empfehlen